Kindersitztest 2020 von Stiftung Warentest und ADAC

26.05.2020, Kindersitztest 2020: Zweimal im Jahr, Ende Mai und Ende Oktober, veröffentlichen Stiftung Warentest, der ADAC, das österreichische Pendant dazu, der ÖAMTC, und viele weitere europäische Partner-Institute die Ergebnisse des aktuellen Kindersitzstests. Dieses Jahr wurden die Bewertungen am 26. Mai 2020 online veröffentlicht sowie etwas später auch im Juli-Heft der Zeitschrift test von Stiftung Warentest, das am 25. Juni 2020 erschien.

Wussten Sie schon, dass die Ergebnisse aus all diesen Kindersitztests auf den selben Testwerten beruhen und nur unterschiedlich aufbereitet werden?

Das passiert beim Kindersitztest

Der Kindersitztest an sich ist ein Projekt von Stiftung Warentest. Die Institution prüft die vorab ausgewählten Kindersitze gemeinsam mit einigen Partnern in folgenden Bereichen:

      • Sicherheit: Die Crashtests finden auf der Prüf-Anlage des ADAC im Technik-Zentrum in Landsberg statt und orientieren sich an den Tests von Euro NCAP und lehnen sich dabei an die Vorgaben der aktuell gültigen Kindersitznormen UNECE R 44 und 129 an
      • Ergonomie: Die Tests zur Ergonomie der Kindersitze führen die Kollegen aus Österreich beim ÖAMTC durch.
      • Handhabung und Einbau: Wie einfach oder schwierig Babyschalen und Kindersitze in verschiedene Fahrzeuge eingebaut werden können, testen die Prüfer des Touring Club Schweiz
      • Schadstoff-Test: Ob sich im Bezug der getesteten Sitze Stoffe befinden, die dort nicht hingehören (wie z. B. Flammschutzmittel), testen externe Labore, die vom ICRT beauftragt werden. 

Im Anschluss werden die Ergebnisse von allen teilnehmenden Partnern und vielen weiteren anderen europäischen Instituten und Verbraucherorganisationen veröffentlicht, zum Beispiel von RACE in SpanienANBW in den Niederlanden oder auch von FDM in Dänemark.

Wie der Kindersitztest konkret abläuft und was dabei alles geprüft wird, können Sie in unserem Blogartikel „So werden Kindersitze getestet“ nachlesen. Eine Übersicht weiterer Kindersitztests finden Sie hier: Die wichtigsten Tests für Kindersitze.

Kindersitzauswahl Kindersitztest 2020 ÖAMTC
Getestete Kindersitze und Babyschalen im Kindersitztest 2020/Mai, © ÖAMTC / Huger

Kindersitztest 2020: Diese Babyschalen und Kindersitze wurden getestet

Insgesamt 26 verschiedene Babyschalen und Kindersitze für kleine und große Kinder nahm der ADAC im Kindersitztest 2020 unter die Lupe. Ein Fokus lag bei diesem Test auch auf Kindersitzen, die einfach transportiert und verstaut werden können und sich so gut für Carsharing oder den Urlaub eignen. 

Welche Sitze geprüft wurden, können Sie hier in unserer Übersicht sehen. Mit einem Klick auf das gewünschte Babyschalen- oder Kindersitzmodell kommen Sie direkt zum Testergebnis des Sitzes, für den Sie sich interessieren. 

Kindersitztest 2020 - das sind die Ergebnisse

Kindersitztest Mai 2020 getestete Sitze
Kindersitze auf dem Prüfstand, Testmodelle aus dem Kindersitztest 2020 / Bild-Quelle: ADAC e. V., Ralph Wagner

Babyschalen im ADAC-Kindersitztest 2020

Die Babyschale ist der erste Kindersitz im Leben Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter. Damit schon die Allerkleinsten sicher geschützt im Auto mitfahren, lässt Stiftung Warentest bei jedem Kindersitztest auch Babyschalen prüfen. Alle Modelle wurden in den Bereichen Sicherheit, Bedienung und Ergonomie genau unter die Lupe genommen. Zudem untersuchten externe Labore alle Bezüge auf Schadstoffe.

Die Prüfer crashten die vier Babyschalen – Joie i-Snug, Maxi-Cosi Coral, Nuna Pipa Next und die Silver Cross Dream i-Size – jeweils in beiden Einbauarten frontal und seitlich – das heißt, die Tester prüften die Sicherheit aller Schalen sowohl für eine Befestigung mit dem Sicherheitsgurt als auch gemeinsam mit der jeweiligen Isofix-Basisstation.

Die Noten der Babyschalen in den einzelnen Bereichen können Sie in unserer Babyschalen-Übersicht ganz einfach miteinander vergleichen: 

Übersicht Babyschalen Noten Kindersitztest 2020 Mai
Noten der im Kindersitztest 2020/Mai geprüften Babyschalen im Vergleich / Quelle: ÖAMTC

Bevor wir etwas über die Detail-Noten der getesteten Babyschalen schreiben, liegt uns noch ein wichtiger Punkt am Herzen, denn auch wir werden in unserem Kindersitzgeschäft immer wieder gefragt, welche Babyschale die sicherste ist. Und die Antwort darauf lautet: Nicht (unbedingt) der Testsieger. 

Der Testsieger unter den Babyschalen – immer die richtige Wahl?

Sie sind auf der Suche nach der sichersten Babyschale für Ihr Kind? Das verstehen wir gut. Es ist auch wichtig, eine sichere Babyschale auszuwählen – wussten Sie aber schon, dass auch die Passform der Babyschale ein Sicherheitsfaktor ist?

Babys sind so unterschiedlich wie wir Erwachsenen. Sie haben kurze oder lange Beine, sie sind sehr zierlich oder kräftiger, sie haben einen kleinen oder einen größeren Kopf, kurzum nicht jedes Neugeborene passt gleich gut in jede Schale. Wo für die einen Babys viel zu viel Spielraum bis zur Seitenbegrenzung der Schale ist, ist es anderen schon zu eng und auch die Haltung der Kleinen im Sitz ist ganz unterschiedlich. Doch nur, wenn die Passform Babyschale wirklich gut mit den Proportionen Ihes Babys harmoniert, schützt die Schale Ihr Kind bei einem Unfall optimal.

Dazu kommt, dass die Babyschale, die Sie kaufen, auch zu Ihrem Auto passen muss. Viele Fahrzeuge sind mit sehr schrägen Sitzbänken ausgestattet. Das ist zwar für Erwachsene bequem, sorgt aber dafür, dass manche Babyschalen viel zu steil im Auto stehen. Das ist nicht nur für den noch empfindlichen Rücken und die Muskulatur der kleinen Mäuse von Nachteil, sondern kann auch die Sauerstoffsättigung des kleinen Passagiers beeinträchtigen.

Wir empfehlen deshalb: Kaufen Sie die Babyschale am besten erst nach der Geburt!

Damit Ihr Baby optimal in seinem ersten Kindersitz liegt, stellen Ihnen unsere Partnergeschäfte und wir im Rahmen unserer Babyschalenaktion für die ersten Fahrten mit Ihrem Neuankömmling eine Babyschale zur Verfügung. Später, wenn Ihr Baby auf der Welt ist, kommen Sie zu uns ins Geschäft zurück und wir probieren gemeinsam mit Ihrem Baby verschiedene Babyschalen aus und finden gemeinsam die sicherste Schale für Ihr Kind. So vermeiden Sie einen teuren Fehlkauf und wissen, dass Ihre Babyschale sicher ist und perfekt zu Ihrem Kind passt!

Joie i-Snug: Leichte Babyschale mit guten Testergebnissen

Babyschale i-Snug von Joie

Die Prüfer wählen für den Kindersitztest in der Regel sowohl preisgünstige als auch teure(re) Babyschalen aus. Mit der Babyschale i-Snug von Joie war dieses Mal eine vergleichsweise erschwingliche Schale (aktuelle UVP: 109,95 €) für Kinder von 40 bis 75 cm Körpergröße unter den Testmodellen. 

Die i-Snug ist Teil des Kindersitzsystems von Joie

Mit nur 3,2 kg Gewicht ist die Joie i-Snug eine sehr leichte Babyschale. Sie ist recht einfach gehalten und kommt ohne Gurthöhenverstellung aus. Sie können die Schale entweder mit dem 3-Punkt-Autogurt befestigen oder sie auf die zugehörige Isofix-Basisstation Joie i-Base Advance aufklicken.

Praktisch an der Base: Sie ist Teil des i-Venture-Kindersitzsystems von Joie. Wenn Ihr Kind aus der Babyschale gewachsen ist, können Sie auf der selben Basisstation auch den Kindersitz Joie i-Venture installieren, der ebenso im aktuellen Kindersitztest geprüft wurde. Im i-Venture kann Ihr Kind bis zu einer Größe von 105 cm rückwärts fahren (optional und weniger sicher ab 76 cm und einem Alter von mindestens 15 Monaten auch vorwärts). 

Sehr gute und gute Sicherheitsnoten für die Joie i-Snug

Mit einer Gesamtnote von 2,0 schneidet die i-Snug im Kindersitztest GUT ab. Die Werte im Bereich Sicherheit lassen sich sehen: Im Frontalcrashtest erreicht die Schale Noten von 0,9 (gegurtet) und 1,1 (gemeinsam mit der Base), im Seitenaufpralltest eine 1,8 bzw. 1,6. 

BabyschaleBefestigungNote FrontalcrashNote Seitencrash
Joie i-Snug Mit Gurt befestigt0,91,8
Joie i-Snug Mit Joie i-Base Advance1,11,6

Die Tester loben den guten Gurtverlauf, das gute Platzangebot für das Kind bei einem nur geringen Platzbedarf der gegurteten Babyschale im Auto und den einfachen Einbau der i-Snug. Als Schwäche merken die Prüfer an, dass die Schale bei der Befestigung mit dem Gurt nicht besonders stabil im Auto steht – auf die Crashwerte hat dies aber offenbar keinen nennenswerten Einfluss. 

Im Schadstoff-Test glänzt die Joie i-Snug mit der Note 1,0. Insgesamt ist sie damit wohl der heimliche Preis-Leistung-Sieger dieses Kindersitztests. 

Daten zur Babyschale i-Snug von Joie
Kindersitzsystem: Die Babyschale i-Snug ist Teil eines Kindersitzsystems. Sie teilt sich die i-Base Advance mit dem Kindersitz i-Venture.
Zulassung: i-Size
Größe des Kindes: 40 bis 75 cm
Einbau der Babyschale Einbau der Babyschale mit dem 3-Punkt-Autogurt oder auf der Isofix-Basisstation. Der Kindersitz Joie i-Venture kann nur gemeinsam mit der Isofix-Base verwendet werden.
Maximales Gewicht des Kindes: 13 kg
Gewicht der Babyschale: 3,2 kg
Gewicht der Basisstation: 7,5 kg

Maxi-Cosi Coral: Federleicht, innovativ und GUT im Kindersitztest 2020

Babyschale Coral von Maxi-Cosi

Die Babyschale Coral von Maxi-Cosi ist das neue Flaggschiff der Marke. Sie wurde letztes Jahr auf der Kind & Jugend-Messe in Köln vorgestellt und begeisterte dort nicht nur uns (wir haben hier berichtet: Produktvorstellung Maxi-Cosi Coral), sondern auch viele andere Besucher*innnen. Mittlerweile ist Coral auf dem Markt und wurde dank ihres innovativen Designs auch für den Kindersitztest 2020 ausgewählt. 

Coral, die Babyschale mit dem leichten Innenträger

Die Besonderheit der Maxi-Cosi Coral ist ihre Bauweise. Die Babyschale besteht aus zwei Teilen, einem Gestell und einem federleichten Innenträger. Das nur 1,7 kg schwere Innenteil können Sie separat aus der Schale nehmen und müssen so viel weniger Gewicht heben. Ein großer Vorteil, wenn Sie beispielsweise im 3. oder 4. Stock wohnen oder täglich mehrmals mit der Schale vom Haus zum Auto und wieder zurück gehen und Ihr Baby nicht immer in eine Trage umsetzen möchten. An den Bändern gefasst, können Sie die Babyschale dank Ihrer schlanken Außenschale zudem noch etwas näher an Ihren Körper heben als herkömmliche Schalen. 

Um die Maxi-Cosi Coral auf den Kinderwagen zu klicken, benötigen Sie allerdings neben dem Soft Carrier auch das Untergestell. Inklusive Trageeinheit wiegt die Babyschale 5,3 Kilogramm.

Das Kindersitzsystem von Maxi-Cosi: Jade, Coral und die Pearls

Die Coral von Maxi-Cosi ist ebenso wie die i-Snug von Joie Teil eines Kindersitzsystems. 

Sie dürfen die Schale entweder mit dem 3-Punkt-Gurt im Auto befestigen oder auf einer der zugehörigen Isofix-Basisstationen einklicken. Wenn Ihr Kind später aus der Schale herausgewachsen ist, können Sie auf Ihrer 3wayFix oder der FamilyFix 3-Basisstation auch einen bzw. mehrere Kindersitze von Maxi-Cosi befestigen. Und nicht nur das: Die beiden Basisstationen sind zudem auch mit der Auto-Babywanne Jade kompatibel, die im Kindersitztest 2019 Testsieger wurde. Mit dem FamilyFix 3-Konzept fährt Ihr Kind von Geburt an bis zu einer Größe von 105 cm bzw. bis zu einem maximalen Gewicht von 18 kg (Pearl Pro 2) bzw. 18,5 kg (Pearl Pro, Smart oder One i-Size) rückwärts und damit besonders sicher im Auto mit. 

Ergebnisse der Maxi-Cosi Coral im Kindersitztest 2020

Mit einer Gesamtnote von 1,9 (mit Gurtbefestigung) bzw. 1.6 (bei der Installation mit der Base) erreicht die Maxi-Cosi Coral gute Gesamtwerte beim Kindersitztest 2020. Im Teilbereich Sicherheit überzeugt die Schale sowohl mit als auch ohne Basisstation besonders und erhält die Note SEHR GUT (je 1,5). Die Ergebnisse der Maxi-Cosi Coral im Frontal- und Seitencrashtest können Sie aus unserer Tabelle ablesen: 

BabyschaleBefestigungNote FrontalcrashNote Seitencrash
Maxi-Cosi CoralMit Gurt befestigt1,31,4
Maxi-Cosi CoralMit Family Fix 31,11,6

Die Prüfer von ADAC und Stiftung Warentest sind mit der Babyschale Coral insgesamt sehr zufrieden und loben nicht nur das sichere Design, sondern auch die einfache Bedienung und Handhabung der Babyschale und ihre ergonomischen Eigenschaften.

Interessant für Eltern, die gerne reisen: Die Maxi-Cosi Coral hat wie fast alle Babyschalen der Marke eine Flugzulassung. Das heißt, Sie können die Schale, wenn die Airline den Einsatz von Kindersitzen erlaubt, auch im Flugzeug nutzen

Die UVP der Maxi-Cosi Coral liegt bei 299 €. 

Maxi-Cosi Coral, Farbkollektion 2020

Kollektion 2020: Neo Green
Kollektion 2020: Essential Red
Kollektion 2020: Essential Graphite
Kollektion 2020: Essential Blue
Kollektion 2020: Essential Black

So einfach ist der Einbau der Coral mit Base:

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So einfach ist der Einbau der Coral mit Gurt:

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Daten zur Babyschale Coral von Maxi-Cosi
Kindersitzsystem: Die Babyschale Maxi-Cosi Coral ist Teil eines Kindersitzsystems. Sie teilt sich die Basisstationen Maxi-Cosi 3wayFix und FamilyFix 3 mit verschiedenen Kindersitzen.
Zulassung: i-Size. Die Babyschale hat außerdem eine Zulassung für das Flugzeug.
Größe des Kindes: 40 bis 75 cm
Einbau der Babyschale Die Babyschale Coral kann mit dem 3-Punkt-Autogurt oder auf den Isofix-Basisstationen 3wayFix und FamilyFix 3 eingebaut werden. Die Kindersitze können jeweils nur gemeinsam mit der Isofix-Basisstation installiert und nicht mit dem Gurt befestigt werden.
Maximales Gewicht des Kindes: 12 kg
Gewicht der Babyschale: 5,3 kg (Innenträger: 1,7 kg)
Gewicht der Basisstation: 7,4 kg

Nuna Pipa Next: eine solide Babyschale mit guten Werten

graue Babyschale von Nuna im Kindersitztest 2020
Babyschale Pipa Next von Nuna

Die Nuna Pipa Next für Babys bis ca. 1,5 Jahre

Während die Joie i-Snug und die Coral von Maxi-Cosi jeweils nur bis zu einer Größe von 75 cm zugelassen sind, bietet die Nuna Pipa Next Kindern von 40 bis 83 cm Platz. Auch diese Babyschale nahmen die Prüfer von ADAC, ÖAMTC, TCS und Stiftung Warentest im Kindersitztest 2020/1 genau unter die Lupe. 

Mit einer UVP von 219,95 € zählt die Pipa Next zu den höherpreisigen Babyschalen. Sie kann ebenso wie die anderen Schalen im Test sowohl mit dem Fahrzeuggurt als auch mit einer Isofix-Basisstation, der Nuna Pipa Next Base, im Auto installiert werden. Zudem ist sie für die Nutzung im Flugzeug zugelassen. 

So schneidet die Nuna Pipa Next im ADAC-Kindersitztest 2020 ab

Mit Gesamtnoten von 2,0 bei der mit dem Gurt befestigten Schale bzw. 1,6 für die Einbauvariante mit der Isofix-Basisstation erreicht auch die Nuna Pipa Next gute Werte im ADAC-Test. 

Auffällig: Die Note beim Seitenaufpralltest unterscheidet sich für die beiden Einbauvarianten deutlich. Während die Pipa Next beim Seitenaufpralltest auf der Basisstation eine hervorragende Teilnote von 0,8 bekommt, erhält sie beim Einbau mit dem Fahrzzeuggurt lediglich eine 2,3. Der Grund hierfür ist der an der Station angebrachte Seitenprotektor, der einen großen Teil der beim einem Unfall auftretenden Kräfte absorbiert und so vom Dummy bzw. von Ihrem Kind abhält. 

Bei den Testungen zur Bedienung und Ergonomie der Schale erreicht die Pipa Next jeweils die Note GUT. Und auch den Schadstoff-Test besteht die Schale mit Bravour und der Bestnote 1,0. 

BabyschaleBefestigungNote FrontalcrashNote Seitencrash
Nuna Pipa NextMit Gurt befestigt0,82,3
Nuna Pipa NextMit Pipa Next Base1,10,8

Daten zur Babyschale Pipa Next von Nuna
Zulassung: i-Size. Die Babyschale hat außerdem eine Zulassung für das Flugzeug.
Größe des Kindes: 40 bis 83 cm
Einbau der Babyschale Die Babyschale Nuna Pipa Next kann mit dem 3-Punkt-Autogurt oder auf der Isofix-Basisstation Pipa Next Base eingebaut werden.
Maximales Gewicht des Kindes: 13 kg
Gewicht der Babyschale: 3,2 kg
Gewicht der Basisstation: 6,7 kg

Silver Cross Dream i-Size, der Testsieger im Kindersitztest 2020

Babyschale Silver Cross Dream i-Size
Babyschale grau von Silver Cross Testsieger ADAC Test
Silver Cross Dream i-Size, gemeinsam mit der Base genutzt Testsieger im Kindersitztest 2020 / Foto: © ADAC e.V.

Silver Cross Dream i-Size: Mit Base sehr gut, mit Gurt gut

Spannend im aktuellen Kindersitztest: der Testsieger. Die Babyschale Dream i-Size der hierzulande bislang weniger bekannten Marke Silver Cross erreicht – gemeinsam mit der Isofix-Base genutzt – als einziger Kindersitz in diesem Test die Bestnote SEHR GUTDamit übertrifft sie nicht nur die Nuna Pipa Next in der selben Kategorie (Babyschalen für Kinder bis ca. 1,5 Jahre), sondern holt sich auch die beste Gesamtnote aller im Kindersitztest 2020 getesteten Sitze. 

Die Silver Cross Dream i-Size, zugelassen für Kinder von 40 bis 85 cm und max. 13 kg Gewicht, erhält sowohl bei der Befestigung mit Gurt als auch gemeinsam mit der Isofix-Basisstation jeweils sehr gute Noten in den Crashtests. Mit Werten von 0,7 gegurtet und 0,9 auf der Base im Frontalcrashtest sowie 1,4 bzw. 1,2 im Seitenaufpralltest überzeugt die Babyschale auf ganzer Linie.

BabyschaleBefestigungNote FrontalcrashNote Seitencrash
Silver Cross Dream i-SizeMit Gurt befestigt0,71,4
Silver Cross Dream i-SizeMit Dream i-Size Base0,91,2

Dass das Gesamtergebnis unterschiedlich ausfällt – Note 1,5 mit Base, Note 2,0 bei der Befestigung mit Gurt – liegt hauptsächlich an den Einzelnoten im Bereich Bedienung. Beim Anschnallen der Dream i-Size mit dem Autogurt sehen die Prüfer eine leicht erhöhte Gefahr der Fehlbedienung und die Schale erhält deshalb nur die Note 3,2, während sie beim Einbau mit Isofix mit einer 1,3 bewertet wird.

Die lediglich befriedigende Note im Teilbereich Fehlbedienungsgefahr wirkt auf den ersten Blick etwas beängstigend. Tatsächlich ist es allerdings so, dass die Prüfer seit dem aktuellen Kindersitztest ihren Fokus verstärkt auf diesen Bereich legen und deutlich strenger als in den Tests zuvor bewerten. 

Hintergrund dazu sind die Ergebnisse der Misuse-Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) aus dem Jahr 2018, die zu dem Ergebnis kam, dass fast die Hälfte aller Eltern entweder ihren Kindersitz falsch einbaut oder das Kind nicht richtig sichert. Wir haben hier über die häufigsten Fehler bei der Nutzung von Babyschalen berichtet: Misuse bei der Babyschale

Gute Noten in den Teilbereichen Bedienung und Ergonomie sowie eine glatte 1,0 im Schadstoff-Test runden das Testergebnis der mit 5,3 kg Eigengewicht relativ schweren Babyschale Silver Cross i-Dream i-Size ab.

Die UVP von Babyschale und Base liegt aktuell jeweils bei 249 €. 

Daten zur Babyschale Dream von Silver Cross
Zulassung: i-Size
Größe des Kindes: 40 bis 85 cm
Einbau der Babyschale Die Babyschale Dream kann mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs oder auf der Isofix-Basisstation Dream i-Size Base eingebaut werden.
Maximales Gewicht des Kindes: 13 kg
Gewicht der Babyschale: 5,3 kg
Gewicht der Basisstation: 7,2 kg

Testergebnisse der Babyschalen aus dem Kindersitztest 2020 im Vergleich

Erfreulich: Insgesamt erreichen alle vier getesteten Babyschalen mit Gurtbefestigung und auch beim Einbau mit der Basisstation gute Werte im ADAC-Kindersitztest. 

In unserer Übersicht finden Sie noch einmal die Ergebnisse im Bereich Sicherheit aller Babyschalen aus dem aktuellen Kindersitztest im Vergleich. Mit einem Klick auf die Überschrift der jeweiligen Spalte können Sie die Sortierung ändern und so die Noten der Babyschalen im Frontal- und Seitenaufpralltest oder das Gewicht der Babyautositze ganz leicht miteinander vergleichen

Sicherheitswerte der im Mai-Kindersitztest 2020 geprüften Babyschalen im Vergleich

BabyschaleBefestigungGrößeMax. GewichtNote frontalNote seitlichGewicht Schale+Base
Joie i-Snug Mit Gurt40 bis 75 cm13 kg0,91,83,2 kg
Joie i-Snug Mit Base i-Base Advance40 bis 75 cm13 kg1,11,63,2 kg + 7,5 kg
Maxi-Cosi Coral Mit Gurt40 bis 75 cm 12 kg1,31,45,3 kg
Maxi-Cosi Coral Mit Base Family Fix 340 bis 75 cm 12 kg1,11,65,3 kg + 7,4 kg
Nuna Pipa NextMit Gurt40 bis 83 cm13 kg0,82,33,2 kg
Nuna Pipa NextMit Base Pipa Next40 bis 83 cm13 kg1,1 0,83,2 kg + 6,7 kg
Silver Cross DreamMit Gurt40 bis 85 cm 13 kg0,71,45,3 kg
Silver Cross DreamMit Base Dream i-Size 40 bis 85 cm 13 kg0,91,25,3 kg + 7,2 kg

Sie finden bei uns auch eine Übersichtstabelle aller zwischen 2015 und 2019 vom ADAC getesteten Babyschalen. Denken Sie daran, dass Sie diese Sicherheitswerte nicht direkt mit den Ergebnissen aus dem Kindersitztest 2020 vergleichen können, da Stiftung Warentest zwischenzeitlich die Testmethodik verändert hat. 

Kindersitze für Kinder bis ca. 4 Jahre im Test

Nach der Babyschale sollte Ihr Baby unbedingt weiter rückwärts im Auto mitfahren. Die neueste Kindersitznorm UNECE R 129 („i-Size“) schreibt vor, dass Kinder frühestens ab einem Alter von 15 Monaten in Fahrtrichtung transportiert werden dürfen – dies gilt für alle Kindersitze, die nach dieser Norm und nicht nach der alten, aber noch gültigen UNECE R 44/04 zugelassen sind. 

Wir gehen noch weiter und raten dazu, den großen Sicherheitsvorteil des Rückwärtsfahrens auszunutzen und Kinder möglichst lange, mindestens aber bis zu einem Alter von 4 Jahren, rückwärts fahren zu lassen. So wird Ihr Nachwuchs bei der gefährlichsten Unfallart, dem Frontalcrash, 5-7-mal besser geschützt. Warum ein Reboarder auch beim Heckaufprall sicher ist, können Sie in unserem Blogartikel zu diesem Thema nachlesen: Ist ein Reboarder auch beim Auffahrunfall sicher?

Kindersitze für Kleinkinder im ADAC-Kindersitztest

Mit dem BeSafe iZi Twist und dem iZi Twist B i-Size wurden beim Kindersitztest 2020 zwei Kindersitze geprüft, die bis zum Alter von ca. 4 Jahren (max. 105 cm, max. 18 kg) nur entgegen der Fahrtrichtung eingebaut werden können. Zudem wurden drei weitere Kindersitze untersucht, die rückwärts bis 105 cm, alternativ ab einer bestimmten Größe allerdings auch vorwärts genutzt werden können. Im direkten Vergleich sehen Sie die Unterschiede im Frontalcrashtest bereits auf den ersten Blick.

Beachten Sie dabei, dass es sich bei den Kindersitzen, die vorwärts und rückwärts eingebaut werden können, um eine Gesamt-Note handelt, die aus den jeweils schlechtesten Einzelnoten der verschiedenen Einbauarten (vorwärts, rückwärts, aufrecht, liegend, / Vorwärts: Q1,5-Dummy und Q3-Dummy, rückwärts nur Q3) errechnet wird:

KindersitzRückwärtsVorwärtsNote FrontalcrashNote Seitencrash
BeSafe iZi Twist i-Size61 bis 105 cmNur rückwärts1,41,4
BeSafe iZi Twist B i-Size40 bis 105 cmNur rückwärts1,41,4
Joie i-Venture40 bis 105 cm76 bis 105 cm2,61,2
Inglesina Darwin Toddler61 bis 105 cm76 bis 105 cm2,02,9
Britax Römer Dualfix 2 R0 bis 18 kg9 bis 18 kg2,11,9

Zu den Wertungen der einzelnen Kindersitze und ihren Ergebnissen, wenn sie bis zum Ende der Nutzungsdauer rein rückwärts eingebaut werden, erfahren Sie im folgenden Text weitere Einzelheiten.  

Werte von BeSafe iZi Twist und iZi Twist B i-Size im Kindersitztest 2020

Babyschale und Reboarder in einem Kindersitz mit dem BeSafe iZi Twist B
BeSafe iZi Twist B i-Size mit Baby-Shell ab 40 cm
weinroter Reboarder von BeSafe
BeSafe iZi Twist i-Size ab 61 cm

Hervorragende Testwerte für iZi Twist und iZi Twist B i-Size von BeSafe

Wenig überraschend im aktuellen Kindersitztest: das gute Ergebnis der BeSafe-Kindersitze iZi Twist und iZi Twist B i-Size. Beide Reboarder erhalten insgesamt das Test-Urteil GUT und überzeugen besonders im Teilbereich Sicherheit mit der jeweils sehr guten Note 1,5.

Damit setzt BeSafe seine Reihe an guten und sehr guten Testergebnissen im Kindersitztest fort, konnten sie doch bereits in den Jahren 2015 bis 2019 mit dem iZi Kid X2 i-Size, der iZi Go Modular i-Size und dem iZi Modular (RF) i-Size sowie dem iZi Flex Fix i-Size überzeugende Ergebnisse in die norwegische Heimat mitnehmen. Mit dem iZi Kid X3 i-Size erreichte BeSafe im letzten Jahr mit der Note 1,1 sogar das beste Sicherheitsergebnis aller seit 2015 in seiner Klasse getesteten Kindersitze. 

Zurück zu den beiden iZi Twists: Mit den Modellen iZi Twist i-Size, iZi Twist B i-Size und iZi Turn i-Size brachte BeSafe im letzten Jahr gleich drei ähnliche Kindersitzmodelle auf den Markt, von denen nun zwei getestet wurden. Das dritte Modell, der BeSafe iZi Turn, ist baugleich mit der Variante BeSafe iZi Twist, der Turn kann nur zusätzlich noch in Fahrtrichtung, also vorwärts, gedreht werden. Genau wie BeSafe selbst empfehlen wir jedoch, auch den iZi Turn bis zum Ende der Nutzungszeit bei 105 cm bzw. 18 kg ausschließlich rückwärts einzubauen, da Ihr Kind bei einem Unfall so 5-mal besser geschützt wird.

Besafe iZi Twist und Twist B i-Size - die Unterschiede

Baby im BeSafe iZi Twist B i-Size
Baby im BeSafe iZi Twist B i-Size mit Baby-Shell
Kleinkind im BeSafe iZi Twist i-Size

Der BeSafe iZi Twist i-Size ist ein Autokindersitz für Kinder ab einer Körpergröße von 61 cm, die Baby-Version des Sitzes, der iZi Twist B, ist mit einem zusätzlichen Einsatz, dem sogenannten BeSafe Baby-Shell, ausgestattet und kann schon ab einer Körpergröße von 40 cm verwendet werden. Damit sich bereits die allerkleinsten Passagiere im Twist B i-Size rundum wohlfühlen und gut geschützt werden, befindet sich außerdem ein herausnehmbarer Neugeborenen-Einsatz im Lieferumfang, so dass Sie die Passform dieses Kindersitzes immer perfekt an Ihr Baby anpassen können. 

Der Twist B i-Size ist ein Geniestreich, denn er ist Babyschale und Reboarder zugleich und ist im Gegensatz zu vielen anderen Kindersitzen nicht nur für die Verwendung ab der Geburt zugelassen, sondern auch optimal dafür geeignet. Dafür sorgen nicht nur die passenden Sitzverkleinerer, sondern auch die sogenannte Universal-Level-Technologie im Kindersitz, die selbst extrem steile Autositzbänke ausgleichen kann und so in jedem Fahrzeug eine optimale Liegeposition für den kleinen Passagier garantiert. 

Immer eine perfekte Sitzposition im Besafe iZi Twist und Twist B i-Size dank Universal-Level-Technology

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Beide Kindersitze, Twist und Twist B i-Size, sind bis zu einer Größe von 105 cm und bis zu einem maximalen Gewicht von 18 kg zugelassen. Sie können nur entgegen der Fahrtrichtung eingebaut werden und sind so besonders sicher.  Dass die Twists ein Kind beim gefährlichen Frontalaufprall vor schweren Verletzungen bewahren können, haben diese Kindersitze bereits mit dem Bestehen des schwedischen Plustests, dem anspruchsvollsten Kindersitztest in Europa, bewiesen.

Ergonomie gut, Bedienung leider nur befriedigend

Um Ihr Kind unkompliziert in und aus dem Sitz zu heben, können die beiden BeSafe-Kindersitze bequem zur Seite gedreht werden – so fällt auch das An- und Abschnallen gleich viel leichter. 

Auch die beiden Twists erhalten im Teilbereich Bedienung nur eine befriedigende Wertung (2,8 für den iZi Twist, 3,1 für den iZi Twist B). Wie wir bereits bei der Bewertung der Babyschale von Silver Cross ausgeführt haben, hängt dies unter anderem mit dem verstärkten Fokus auf der Fehlbedienungsgefahr von Kindersitzen zusammen.

Im Ein- und Ausbautest taten sich die (Laien)tester vergleichsweise schwer mit dem Einbau der Twists, beachteten die praktische Wasserwaage am Sitz oft nicht und bauten die Kindersitze deshalb fast alle leider zu steil ein. Auch der aufsteckbare Seitenprotektor, der dem Sitz zur hervorragenden Note von 1,4 im Seitencrashtest verhilft, ist im Fehlbedienungstest leider ein kleiner Nachteil, denn Eltern könnten vergessen, den Protektor am Sitz anzubringen. 

Im Schadstoff-Test erhalten iZi Twist und iZi Twist B i-Size dafür eine glatte 1,0. Sehr gut!

Eine Kindersitzberatung beim Fachhändler reduziert Einbaufehler

Grundsätzlich nachvollziehbar, dass Stiftung Warentest und die anderen Testinstitute immer vom uniformiertesten Nutzer ausgehen, wir können an der Stelle aber versichern, dass wir jede Person, die bei uns oder in einem unserer Partner-Geschäfte einen Kindersitz kauft, genau über solche Gefahren aufklären und wir nicht nur den Einbau jeder Babyschale und jedes Kindersitzes genau zeigen, sondern auch erklären, wie ein Kindersitz optimal auf den kleinen Passagier eingestellt wird. Das heißt: Die Gefahr einer Fehlbedienung sinkt gegen 0, wenn Sie Ihren Kindersitz bei uns im Fachhandel kaufen. 

Wir haben beide Twists und den iZi Turn schon längere Zeit im Sortiment und sind nach wie vor begeistert davon, wie gut die Sitze selbst stark geneigte Autositze ausgleichen können – und über die strahlenden Babyaugen freuen wir uns natürlich auch sehr.

Das klingt gut? Kommen Sie gerne bei uns vorbei und probieren Sie diese tollen Kindersitze aus.

Daten zum BeSafe iZi Twist und Twist B i-Size
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes: BeSafe iZi Twist: ab 61 bis 105 cm
BeSafe iZi Twist B: ab 40 bis 105 cm
Fahrtrichtung:
Rückwärts
Einbau der Kindersitze:
Mit Isofix
Maximales Gewicht des Kindes:18 kg
Gewicht des Kindersitzes:
15 kg
Weitere Testergebnisse: Beide Kindersitze haben den anspruchsvollen schwedischen Plustest bestanden.

Britax-Römer DUALFIX 2 R, die verbesserte Version zum ersten DUALFIX

Reboardkindersitz von Britax Römer
Britax Römer Dualfix 2 R

Der DUALFIX von Britax-Römer, ein Klassiker

Mit Fug und Recht können wir sagen, dass der DUALFIX mittlerweile ein Klassiker unter den drehbaren Reboardkindersitzen ist. Den Ur-DUALFIX brachte Britax-Römer im Jahr 2013 auf den Markt und hat ihn seither in mehreren Versionen neu aufgelegt. 

Nach dem ersten DUALFIX launchte der Hersteller im Jahr 2017 zwei grundlegend überarbeitete Modelle des Kindersitzes, zugelassen nach der neuesten Kindersitznorm UNECE R 129, auch bekannt als „i-Size“. Diese beiden Sitze, der DUALFIX i-SIZE für Kinder ab 40 bis 105 cm und der DUALFIX M i-SIZE für Kinder ab 61 bis 105 cm unterscheiden sich sowohl von der Passform als auch von der Zulassung vom ursprünglichen Modell und erreichten im Kindersitztest 2018/Mai und im Kindersitztest 2018/Herbst jeweils gute Gesamtnoten.

DUALFIX, DUALFIX i-SIZE, DUALFIX M i-SIZE, DUALFIX 2 R?

Der Britax Römer DUALFIX 2 R ist – ebenso wie das erste Modell – nach UNECE R 44/04 in Gruppe 0+/1 für Kinder zwischen 0 und 18 kg zugelassen und hat keine Größenbegrenzung. Dieser Sitz ist eine optimierte Variante des ersten DUALFIX-Modells, Zulassung und Passform sind jeweils identisch.

Unterschiedlich ist beispielsweise, dass die Kopfstütze und damit auch das Gurtsystem des DUALFIX 2 R weiter nach unten gestellt werden können, so dass junge Babys besser in den neuen Sitz passen als in das vorherige Modell und die Neugeborenen-Einlage deshalb laut Hersteller nicht mehr zwingend benötigt wird. Wenn Sie den DUALFIX 2 R bereits so früh verwenden möchten, raten wir Ihnen dazu, auch das separat erhältliche Neugeborenen-Inlay zu kaufen, da es Ihr Baby im Sitz stabilisiert und noch besser schützt. Probieren SIe außerdem unbedingt aus, ob die Neigung des DUALFIX 2 R in Ihrem Fahrzeug für ein Neugeborenes flach genug eingestellt werden kann. 

Unserer Erfahrung nach passt der DUALFIX 2 R von Britax Römer meist erst ab ungefähr Oberteilgröße 68 gut, so dass wir für die ersten Lebensmonate Ihres Kindes eine Babyschale empfehlen. 

Die Unterschiede der DUALFIX-Kindersitze im Detail können Sie hier in unserem Kindersitz-FAQ zum DUALFIX M i-SIZE nachlesen.  

Der Britax Römer DUALFIX 2 R im Kindersitztest 2020

Nach den guten Ergebnissen der anderen DUALFIX-Sitze erstaunt wenig, dass auch die Version DUALFIX 2 R insgesamt die Note GUT (2,3) im Test erhält und damit Testsieger ihrer Gruppe wird. Im Teilbereich Sicherheit bekommt der DUALFIX 2 R eine 2,1 mit Einzelnoten von 2,1 im Frontalaufpralltest und 1,9 im Seitenaufpralltest.

Verwenden Sie den DUALFIX 2 R über die komplette Nutzungsdauer bis 18 kg hinweg rein rückwärtsgerichtet, so schützt dieser Sitz Ihr Kind deutlich besser als beim Einbau in Fahrtrichtung. Beispielhaft sei an dieser Stelle die Nackenbelastungskraft genannt, die bei diesem Kindersitz bei vorwärtsgerichteter Verwendung 2-3,5-mal so hoch ist wie beim Einbau entgegen der Fahrtrichtung. Das heißt, das Risiko schwerer Kopf- bzw. Genickverletzungen bei einem Frontalaufprall ist deutlich geringer, wenn Sie Ihr Kind im DUALFIX 2 R rückwärts transportieren. 

Die Tester loben das gute Platzangebot für das Kind, das einfache Anschnallen im Sitz, die gute Polsterung und die gute Verarbeitung des Kindersitzes. Als Schwächen des Sitzes wird unter anderem das hohe Gewicht (14,3 kg) genannt. Diesen Nachteil haben allerdings viele Kindersitze, die aus einem Guss gefertigt sind und nicht aus zwei Teilen (Base + Kindersitz) bestehen. 

Produktvorstellung des Testsiegers DUALFIX 2 R

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Daten zum Kindersitz Britax Römer Dualfix 2 R
Zulassung:ECE R 44/04
Kindersitzgruppen:0+/1
Größe des Kindes:
Gewicht des Kindes: 0 bis 18 kg
Fahrtrichtung:

Rückwärts von 0 bis 18 kg
Vorwärts von 9 bis 18 kg

Einbau des Britax Römer Dualfix 2 R:
Mit Isofix
Gewicht des Kindersitzes:
14,3 kg

Kollektion 2020 Britax Römer DUALFIX 2 R

Ergebnisse im Kindersitztest 2020 für den Britax Römer Dualfix 2 R

Inglesina Darwin Toddler im Kindersitztest 2020

Auch dabei im Kindersitz-Test 2020: der Kindersitz Inglesina Darwin Toddler. Dieser vorwärts und rückwärts verwendbare Autokindersitz ist Teil eines Modulsystems. Er teilt sich die Basisstation mit der Babyschale Inglesina Darwin i-Size, die bereits im Kindersitztest Mai 2019 geprüft wurde. 

Der Inglesina Darwin Toddler ist für Kinder von 61 cm bis 105 cm rückwärts zugelassen, ab einer Körpergröße von 76 cm und einem Alter von 15 Monaten dürfte der Sitz auch vorwärts genutzt werden. Dies empfehlen wir grundsätzlich nicht, da der Einbau entgegen der Fahrtrichtung deutlich sicherer ist. 

Insgesamt erreicht der Darwin Toddler die Note 2,7 und damit ein BEFRIEDIGEND. Im Teilbereich Sicherheit schneidet der Kindersitz mit 2,6 ab, beim Frontalaufpralltest mit einer 2,0, beim Seitenaufpralltest leider nur mit der Note 2,9. Auch im Bereich Bedienung kommt der Sitz leider nicht über eine befriedigende Note hinaus. Das Anschnallen des Kindes gestalte sich „etwas aufwändiger“ und auch die Gefahr der Fehlbedienung sei leicht erhöht.  

Kindersitz italienischer Hersteller Inglesina Darwin Reboarder
Inglesina Darwin Toddler
Daten zum Inglesina Darwin Toddler
Zulassung:ECE R 129
Größe des Kindes:61 bis 105 cm
Gewicht des Kindes: Bis 18 kg
Fahrtrichtung:
Rückwärts 61 bis 105 cm
Vorwärts von 76 bis 105 cm
Einbau des Kindersitzes:
Mit Isofix-Base
Gewicht des Kindersitzes:
Kindersitz: 7,1 kg
Base: 7,4 kg

Joie i-Venture, Teil 2 des Joie i-Venture-Kindersitzsystems

grüner Reboardkindersitz von Joiebaby
Joiebaby i-Venture

Neben der Babyschale i-Snug prüften die Testinstitute auch den zweiten Teil des Joie-Kindersitzsystems, den Kindersitz i-Venture. Die beiden Sitze teilen sich die Basisstation Joie i-Base Advance

Der Joie i-Venture ist ein i-Size-Kindersitz, der für Kinder ab 40 bis 105 cm bis zu einem maximalen Gewicht von 18 kg rückwärts und ab einem Alter von 15 Monaten und einer Körpergröße von 76 cm auch vorwärts verwendet werden kann. Wir raten von der Nutzung in Fahrtrichtung allerdings grundsätzlich ab und empfehlen Eltern, ihre Kinder möglichst lange, das heißt bis mindestens zum 4. Geburtstag und auch gerne darüber hinaus, rückwärts zu transportieren, da das deutlich sicherer ist. 

Sicherheitswerte des Joie i-Venture: Aufrecht deutlich besser als liegend

Insgesamt erreicht der i-Venture von Joie im aktuellen Kindersitztest die Note GUT. Die Teilbereich-Noten gestalten sich wie folgt. Sicherheit: 2,0, Ergonomie: 2,1, Bedienung: 2,8. Die Schadstoff-Prüfung besteht der i-Venture mit einer glatten 1,0

Da die Testinstitute zwar Noten für die Ergebnisse im Frontal- und Seitenaufpralltest veröffentlichen, dabei aber keine Details für die verschiedenen Einbauarten (vorwärts, rückwärts, liegend, aufrecht) bekanntgeben, haben wir die Einzelnoten für die rein rückwärtsgerichtete Verwendung erfragt. 

Sitzt der Dummy (Q3, ähnlich einem 3-jährigen Kind) aufrecht im i-Venture, so wirken beim Einbau entgegen der Fahrtrichtung nur sehr geringe Belastungen auf das empfindliche Genick. Beim liegenden Transport dagegen ist die Nackenbelastungskraft deutlich höher. Wir raten Ihnen deshalb dazu, diesen Kindersitz immer möglichst aufrecht zu verwenden.

So aufrecht wie möglich, so liegend wie nötig

Die Empfehlung, die Rückenlehne eines Kindersitzes nicht zu sehr zu neigen, gilt nicht ausschließlich für den Joie i-Venture, sondern allgemein.

Bei den allermeisten Kindersitzen, ganz gleich, ob Babyschale, Kindersitz für Kleinkinder oder Folgesitz, sind die Belastungen auf das Genick bei liegender bzw. ruhender Verwendung deutlich höher als bei einer aufrechten Haltung des Kindes. Wir raten deshalb dazu, Kinder immer so ruhend wie nötig und so aufrecht wie möglich zu transportieren. 

Dieser Rat gilt im Übrigen auch für uns Erwachsene. Stellen Sie Ihren Autositz möglichst aufrecht ein und liegen Sie beim Fahren oder als Beifahrer*in nicht im Fahrzeug. Nur so werden Sie bei einem Unfall optimal geschützt. 

Daten zum Reboarder Joie i-Venture
Zulassung:ECE R 129
Größe des Kindes:40 bis 105 cm
Gewicht des Kindes: Bis 18 kg
Fahrtrichtung:
Rückwärts 40 bis 105 cm
Vorwärts von 76 bis 105 cm
Einbau des Joie i-Venture:
Mit der Isofix-Base Joie i-Base Advance
Maximales Gewicht des Kindes:18 kg
Gewicht des Kindersitzes:
Kindersitz: 6,7 kg
Base: 7,5 kg

Bewertungen des Kindersitzes Joiebaby i-Venture

Kindersitze für Kinder bis ca. 7 Jahre im Test

Mit dem Maxi-Cosi Beryl testete der ADAC auch einen Kindersitz, der von Geburt an bis zu einem Gewicht von 25 kg genutzt werden kann. Sitze dieser Kategorie (0+/1/2) sind seltener auf dem Markt und die, die es gibt, werden zumeist in allen Kategorien entgegen der Fahrtrichtung eingebaut. Speziell am Beryl ist, dass er mit Base, Stützfuß und internem Gurt bis 25 kg vorwärts genutzt wird. 

Maxi-Cosi Beryl im Kindersitztest 2020

Beryl von Maxi-Cosi Kindersitz mit Gurtbasis
Maxi-Cosi Beryl

Maxi-Cosi Beryl im Kindersitztest 2020: Ein Kindersitz, der alles kann?

Der Beryl von Maxi-Cosi ist ein Kindersitz, der mehrere Kindersitzgruppen abdeckt. Seine Zulassung umfasst die Gruppe 0+ (Babyschale) und die Gruppen 1 und 2. Das heißt, Beryl kann theoretisch von Geburt an bis zu einem Gewicht von 25 kg genutzt werden. Dieses Körpergewicht erreicht ein durchschnittliches Kind im Alter von 6 bis 7 Jahren. Der kleine Passagier wird in allen Gewichtsklassen mit einem internen 5-Punkt-Gurt angeschnallt. 

Spannend wird es, wenn wir uns den Einbau dieses Kindersitzes ansehen. Der Maxi-Cosi Beryl besteht aus zwei Teilen, Basisstation und Kindersitz. Es handelt sich allerdings (noch?) nicht um ein Kindersitzsystem, die zugehörige Base ist mit keiner Babyschale kompatibel.

Vorwärts, rückwärts, mit Isofix, mit Gurt, mit Stützfuß

Beryl kann rückwärts bis 13 kg und von 9 bis 25 kg vorwärts genutzt werden. Wir bezeichnen so einen Kindersitz, der nicht bis zum Alter von ca. 4 Jahren rückwärts verwendet werden kann, als Pseudo-Reboarder. 

Die Basisstation zum Beryl können Sie rückwärts und vorwärts mit Isofix oder mit Gurt im Auto befestigen und in Gruppe 2, also zwischen 15 und 25 kg, sogar mit Isofix und Gurt gleichzeitig. Bitte beachten Sie an dieser Stelle, dass eine doppelte Sicherung (Isofix+Autogurt) für andere Sitze oder Basisstationen in der Regel nicht zugelassen ist. 

Bewertung des Maxi-Cosi Beryl im Kindersitztest

Kommen wir zum spannenden Teil, zu den Ergebnissen des Maxi-Cosi Beryl im Kindersitztest: Insgesamt bewerten die Testinstitute den Kindersitz mit der Note BEFRIEDIGEND (3,4). Die Gesamtnote setzt sich aus folgenden Einzelnoten zusammen: Im Teilbereich Sicherheit erhält der Maxi-Cosi Beryl eine 2,8, in der Bedienung schneidet der Sitz mit einer 3,6 und im Teilbereich Ergonomie mit der Note 2,7 ab. In der Schadstoff-Prüfung, die allerdings nicht in die Gesamtnote einfließt, erreicht der Sitz die Note 1,6. 

Der ÖAMTC fasst dieses Ergebnis wie folgt zusammen: „Die Idee, mehrere Gewichtsklassen mit einem Sitz abzudecken ist zwar gut, die Umsetzung jedoch ein Kompromiss mit Einschränkungen in allen Klassen.“ 

Wir haben die Einzelwerte für den rein rückwärtsgerichteten Einbau (bis 13 kg) des Beryl erfragt, denn dieser Kindersitz wäre mit der gegurteten Basisstation beispielsweise für einen Einbau im Wohnmobil interessant. Leider überzeugt uns der Kindersitz jedoch im Seitencrash nicht. Er erhält in dieser Teildisplizin insgesamt auch lediglich die Note 3,2. Beim kleinsten Dummy, mit dem getestet wurde (Q 1,5, entspricht einem ca. 1,5-jährigen Kind), ist die Kopfbeschleunigung vergleichsweise hoch, bei Q 6 wird der Kopf von der Kopfstütze nicht optimal geschützt. Der ÖAMTC attestiert dem Kind im Maxi-Cosi Beryl deshalb auch nur ein durchschnittliches Verletzungsrisiko beim Seitencrash.

Vergleichsweise milde erscheint uns dagegen die 3,9, die der Kindersitz in der Disziplin Fehlbedienungsgefahr erhält, insbesondere weil es so viele Möglichkeiten gibt, diesen Kindersitz (falsch) einzubauen. 

Daten zum Maxi-Cosi Beryl
Zulassung:ECE R 44/04
Kindersitzgruppen:0+/1/2
Größe des Kindes:
Gewicht des Kindes: 0 bis 25 kg
Fahrtrichtung:
Rückwärts bis 13 kg
Vorwärts von 9 bis 25 kg
Einbau des Maxi-Cosi Beryl:

Kinder von 0 bis 13 kg, rückwärts: 
– Einbau der Basisstation mit Isofix und Stützfuß oder 
– Einbau der Basisstation mit dem Kfz-Gurt und Stützfuß

Kinder von 9 bis 18 kg, vorwärts mit internem Gurt: 
– Einbau der Basisstation mit Isofix und Stützfuß
– Einbau der Basisstation mit dem Autogurt und Stützfuß

Kinder von 15 bis 25 kg, vorwärts mit internem Gurt: 
– Einbau der Base mit Isofix, Kfz-Gurt und Stützfuß
– Einbau der Base mit dem Kfz-Gurt und Stützfuß

Gewicht des Kindersitzes:
Gewicht Maxi-Cosi Beryl: 8,2 kg
Gewicht Maxi-Cosi Beryl Base: 7,0 kg

Kindersitze für Kinder bis ca. 12 Jahre im Kindersitztest 2020

Drei Sitze benötigt ein Kind während der gesamten Kindersitz-Zeit: eine Babyschale, einen Kindersitz mit internen Gurten und eine Folgesitz (=vollwertige Sitzerhöhung mit Rückenlehne). Damit wir sichergehen können, dass auch unsere älteren Kinder bis zum 12. Geburtstag bzw. bis zu einer Größe von 150 cm gut geschützt im Auto mitfahren, untersucht Stiftung Warentest bei jedem Kindersitztest auch Folgesitze

In unserer Übersicht können Sie die Teilbereich-Noten und das Gesamt-Ergebnis der „großen Kindersitze“ im Vergleich ansehen: 

Kindersitzvergleich Tabelle Übersicht Kindersitze ab 15 kg / 100 cm
Noten der Kindersitze von ca. 4 bis ca. 12 Jahre bzw. von 100 bis 150 cm im Vergleich / Quelle: ÖAMTC-Bewertungen

Cybex Pallas B-Fix und Cybex Solution B-Fix im Kindersitztest

Grauer Fangkörpersitz von Cybex
Cybex Pallas B-Fix
Daten zum Cybex Pallas B-Fix / CBX Xelo
Zulassung:ECE R 44/04
Kindersitzgruppen:1/2/3
Gewicht des Kindes:9 bis 36 kg
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau des Kindersitzes:
Von 9 bis 18 kg: Nutzung mit Fangkörper, Kindersitzbefestigung mit Gurt, Isofix optional
Von 15 bis 36 kg: Nutzung als Sitzerhöhung mit Lehne, Befestigung mit dem Autogurt, Isofix optional
Gewicht des Kindersitzes:
4,9 kg
roter Kindersitz für große Kinder von Cybex
Cybex Solution B-Fix
Daten zum Cybex Solution B-Fix / CBX Yari
Zulassung:ECE R 44/04
Kindersitzgruppen:2/3
Gewicht des Kindes:15 bis 36 kg
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau des Kindersitzes:
Nutzung als vollwertige Sitzerhöhung mit Rückenlehne, Befestigung mit dem Autogurt, Isofix optional
Gewicht des Kindersitzes:
3,8 kg

Cybex Pallas B-Fix und Solution B-Fix im Test

Sehen wir uns zunächst die Noten des Cybex Pallas B-Fix an. Es handelt sich dabei um einen gruppenübergreifenden Kindersitz, der ab Gruppe 1 (9 Kilogramm) bis zum Ende der Kindersitz-Zeit  bzw. max. 36 kg genutzt werden kann. Zwischen 9 und 18 kg wird der Sitz mit einem Fangkörper verwendet. Ab 15 kg kann der Fangtisch entfernt werden, das Kind wird im Anschluss gemeinsam mit dem Kindersitz mit dem Autogurt angeschnallt. In allen Gruppen kann der Pallas B-Fix außerdem zusätzlich mit Karabinern am Isofix des Autos befestigt werden (sog. Isofix Connect-System). So steht der Kindersitz stabiler im Fahrzeug und kippt bei Kurvenfahrten nicht. 

Hinweis: Der Cybex Pallas B-Fix ist baugleich mit dem CBX Xelo, dessen Testwerte ebenso im Kindersitztest 2020 veröffentlicht wurden. Es unterscheidet sich lediglich die Note in der Schadstoff-Prüfung (Pallas B-Fix: 2,0 / CBX Xelo: 1,0). Zudem ist der Pallas B-Fix bei Verwendung des Sitzes in Gruppe 2/3 ohne den Fangkörper baugleich mit dem Solution B-Fix, der wiederum bis auf den Bezug identisch mit dem CBX Yari ist.

Testwerte von Cybex Pallas B-Fix und Solution B-Fix

Insgesamt erhalten der Cybex Pallas B-Fix und der Solution B-Fix jeweils die Gesamtnote GUT. Die Notenwerte im Frontalcrashtest sind mit je 2,8 befriedigend, die Noten im Seitencrash mit je 1,9 gut.

Die Kraft, die auf den Nacken des Dummies bzw. Kindes wirkt, ist allerdings bei der Verwendung mit dem Fangkörper sowohl für Q1 (entspricht einem ca. 1-jährigen Kind) als auch für Q3 (entspricht einem ca. 3-jährigen Kind) deutlich höher als bei einem rückwärtsgerichteten Kindersitz. Wir raten deshalb dazu, Kinder in diesem Alter unbedingt entgegen der Fahrtrichtung im Auto zu transportieren. 

Daneben wurde der Solution B-Fix auch in Gruppe 2/3 geprüft. Ohne den Fangkörper – das Kind wird dann mit dem Autogurt angeschnallt – sind die Sicherheitswerte dieses Kindersitzes durchschnittlich.

Der Wechsel auf den großen Kindersitz: Bitte immer möglichst spät!

Wir raten als Fachhändler für Kindersitze grundsätzlich dazu, möglichst spät auf eine Sitzerhöhung (unbedingt mit Rückenlehne!) umzusteigen, da zum einen die Nackenbelastung aufgrund des Einbaus des Kindersitzes in Fahrtrichtung vergleichsweise hoch ist und weil Ihr Kind in einem Kindersitz mit integriertem Gurtsystem zuverlässig(er) in der Schutzzone seines Kindersitzes sitzen bleibt.

Optimal ist es, wenn Ihr Kind möglichst lange in einem Reboardkindersitz fährt, denn der Transport entgegen der Fahrtrichtung ist deutlich sicherer. Rückwärtsfahren ist in aktuellen Kindersitzen bis 25 kg bzw. bis zu einer Größe von ca. 125 cm möglich. So können durchschnittliche Kinder bis zu einem Alter von ca. 6-7 Jahren besonders sicher im Auto mitfahren. 

In einem Kindersitz mit internen Gurten, ganz gleich ob rückwärts oder vorwärts eingebaut, wird Ihr Kind zuverlässig von den tiefen Seitenwangen und der Kopfstütze seines Autokindersitzes geschützt. Anders ist es beim Folgesitz der Gruppe 2/3 ab 15 Kilogramm bzw. 100 cm Körpergröße: In dieser Sitzkategorie kann sich ein Kind sehr viel einfacher aus dem Schutzbereich seines Kindersitzes herauslehnen, am Gurt spielen, unter dem Diagonalgurt herausschlüpfen oder sich nach vorne beugen, so dass der Autogurt nicht mehr nah genug am Körper des Kindes verläuft.

Da dies bei einem Unfall fatale Folgen haben kann, empfehlen wir einen möglichst späten Wechsel auf diese Kindersitzkategorie. Mit steigendem Alter verstehen die Kinder auch besser, warum es so wichtig ist, dass sie in ihrem Kindersitz still sitzen bleiben müssen. 

Mehr zum Wechsel auf die letzte Kindersitz-Kategorie können Sie auch in unserem Blogartikel zu diesem Thema nachlesen: Wann kann ein Kind in den großen Kindersitz wechseln? 

Cybex Solution Z i-Fix, Testsieger seiner Gruppe

Folgesitz für Kinder ab 100 cm von Cybex, Gelb-Grün
Cybex Solution Z i-Fix, Mustard Yellow

Der Cybex Solution Z i-Fix, ein Kindersitz für Kinder von ca. 4 bis 12 Jahre

Die Z-Serie von Cybex wurde zum Teil schon im Kindersitztest 2019/1 geprüft.

Im Mai-Test 2019 untersuchten ADAC und Stiftung Warentest die Babyschale Cloud Z i-Size (Ergebnisse der Cloud Z i-Size ) und die Kindersitze Sirona Z i-Size (Bewertung des Sirona Z i-Size) sowie den Reboardkindersitz Sirona Z i-Size R (Noten des Sirona Z i-Size R). Bis dato noch nicht getestet war der Folgesitz der Z-Reihe, der Solution Z. 

Statt diesem nahmen die Prüfer nun im Kindersitztest 2020 das fast identische Nachfolge-Modell Solution Z i-Fix unter die Lupe. 

Gute Sicherheitswerte für den Cybex Solution Z i-Fix

Der Cybex Solution Z i-Fix ist ein Kindersitz für Kinder ab ca. 4 Jahre bis zum Ende der Kindersitz-Zeit. Er ist zugelassen für Kinder ab 100 bis 150 cm, hat keine Gewichtsbegrenzungen und ist deshalb auch als Kindersitz für Kinder mit über 36 kg Körpergewicht geeignet.

Für einen besonders guten Schutz des Kindes beim Seitenaufprall ist der Solution Z i-Fix mit dem Seitenaufprallschutz L.P.S. System Plus ausgestattet. Dieser beschert dem Kindersitz die hervorragende Note 1,2 im Seitenaufpralltest. Im Frontalaufpralltest erhält der Solution Z i-Fix eine 2,4. Auch diese Note ist für einen Kindersitz dieser Kategorie überzeugend. 

Bedienung GUT, Ergonomie GUT und schadstoffreie Bezüge

Im Bereich Bedienung schließt der Cybex Solution Z i-Fix mit einer 1,9 ab, die Ergonomie des Kindersitzes bewerten die Tester mit einer 2,1. Den Schadstoff-Test besteht der Kindersitz mit Bravour und einer glatten 1,0. 

Die Tester heben hervor, dass sich der Sitz leicht an die Proportionen eines Kindes anpassen lässt und sich das Anschnallen des Kindes einfach gestaltet. Die in der Neigung verstellbare Kopfstütze schützt den empfindlichen Kopf des Kindes bei einem Unfall und sorgt für bequeme und entspannte Autofahrten. Mit unter 4 Kilo Eigengewicht gehört der Solution Z i-Fix zudem zu den besonders leichten Kindersitzen seiner Kategorie. 

Insgesamt erfreulich gute Ergebnisse für einen tollen Kindersitz, den Sie auch bei uns oder unseren Partner-Händlern vor Ort mit Ihrem Kind ausprobieren und kaufen können. 

Der beste Kindersitz für Kinder mit 3 Jahren

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob Kindersitze für große Kinder im Frontalaufprall-Test beim ADAC nie sehr guten Noten erreichen. Zunächst: Das ist tatsächlich so und Sie sehen das auch hier in unserem Kindersitz-Vergleich, in dem wir die Sicherheitsnoten der zwischen 2015 und 2019 getesteten Folgesitze der Gruppe 2/3 aufgeführt haben. Doch warum ist das so?

Verantwortlich dafür ist vor allem der Q3-Dummy, der mit seinen Proportionen einem durchschnittlichen 3-jährigen Kind entspricht. Diese ca. 15 kg schwere Puppe wird für Crash-Tests in mehreren Kindersitz-Kategorien eingesetzt und zwar in

      • Gruppe 1: Kindersitze von 9 bis 18 kg mit integriertem Gurtsystem (vorwärts und rückwärts) oder Fangkörper
      • Gruppe 2: Kindersitze ab 15 kg bis 25 kg mit integriertem Gurtsystem (vorwärts und rückwärts) oder Kindersitze, in denen das Kind mit dem Autogurt angeschnallt wird und in
      • Kindersitzen nach der neuen Kindersitznorm für Kinder zwischen 87 und 105 cm, sowohl mit integrierten Gurten (vorwärts und rückwärts) als auch mit Autogurtbefestigung

Das heißt: Der ADAC prüft für diesen Dummy (und damit auch für Ihr 3-jähriges Kind mit ähnlichen Maßen), wie gut er bzw. sie im jeweiligen Kindersitz geschützt wird. Und – Sie ahnen es wahrscheinlich bereits – am sichersten sitzt ein 3-jähriges Kind im Reboarder – und mit genau diesen Referenzwerten muss sich ein vorwärtsgerichteter Sitz im Kindersitztest messen.

Da in die Note im Frontalcrash-Test auch die Bewertung des Q3-Dummys hineingerechnet wird – es zählt immer das schlechteste Teilergebnis eines Kindersitzes in den unterschiedlichen Einbauarten bzw. aus den Tests mit den unterschiedlich großen Dummies – erreichen Folgesitze der Gruppe 2/3 bzw. Sitze für Kinder ab 100 cm in dieser Teildisziplin in der Regel kein „SEHR GUT“.

Die Nachteile der Sicherung eines Kindes mit dem Fahrzeuggurt

In einem Kindersitz, der entgegen der Fahrtrichtung eingebaut wird, wirken beim gefährlichen Frontalaufprall bis zu 7-mal geringere Kräfte auf das empfindliche Genick des kleinen Passagiers als in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz – und das zeigt sich auch in den Sicherheitswerten im Frontalcrashtest. Das gilt sowohl für einen vorwärtsgerichteten Kindersitz mit internem 5-Punkt-Gurt oder einem Fangkörper als auch und noch etwas mehr für einen Kindersitz, in dem Ihr Kind mit dem Autogurt angeschnallt wird. Im Reboarder sind die Belastungen auf das das empfindliche Genick Ihres Kindes bei einem Unfall immer deutlich geringer. 

Die Testinstitute erwähnen zudem ein weiteres Problem beim zu frühen Umstieg auf einen Kindersitz, bei dem das Kind nur noch mit dem Autogurt gesichert wird: „Ideal sind solche Sitzerhöher mit Rückenlehne erst ab ca. vier Jahren, da Kinder bis zu diesem Alter noch unruhig sind und beim Einschlafen nach vorne zusammensacken.“ Im Gegensatz zum Dummy sitzt kein Kind auf einer längeren Autofahrt immer still. Während es in seinem Kindersitz mit integriertem Gurtsystem auch bei einem Nickerchen zuverlässig im Schutzbereich des Kindersitzes gehalten wird, fällt es bei einem Folgesitz beim Herauslehnen aus dem Gurt oder im Schlaf im schlechtesten Fall mit Kopf und Oberkörper nach vorne und wird dann nicht mehr von den Seitenwangen des Kindersitzes oder der Kopfstütze geschützt. Zudem verändert sich der Gurtverlauf am Körper des Kindes: Der Beckengurt kann in den empfindlichen Bauchraum rutschen und dort bei einem Unfall schwere innere Verletzungen verursachen. Und auch der Diagonalgurt rutscht von der Schulter oder greift zu spät – mit fatalen Folgen für Ihr Kind. 

Aus diesen Gründen sollte Ihr Kind möglichst lange, mindestens aber bis zum Alter von 4 Jahren, rückwärts im Auto mitfahren und so spät wie möglich auf den Cybex Solution Z i-Fix oder einen vergleichbar guten Folgesitz umsteigen.

Daten zum Folgesitz Cybex Z i-Fix
Zulassung:ECE R 129
Größe des Kindes:100 bis 150 cm
Gewicht des Kindes:
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau des Kindersitzes:
Nutzung als Sitzerhöhung mit Lehne, Befestigung mit dem Autogurt, Isofix optional
Gewicht des Kindersitzes:
3,8 kg

Maxi-Cosi Kore und Kore Pro, leider nur durchschnittlich

Folgesitz Kore von Maxi-Cosi
Maxi-Cosi Kore Kindersitz

Maxi-Cosi Kore und Kore Pro im Kindersitztest 2020

Mit den Kindersitzen Kore und Kore Pro brachte Maxi-Cosi vor einigen Monaten seine ersten i-Size-Kindersitze für Kinder ab 100 bis 150 cm auf den Markt. Kore und Kore Pro sind bis auf unterschiedliche Sitzbezüge und ein zusätzliches Licht am Kore Pro baugleich. 

Die Sitze erreichen im Test insgesamt die Note GUT (je 2,1), im Bereich Sicherheit eine 2,5. Während der Kore (Pro) mit einer 1,8 im Seitenaufpralltest ein gutes Ergebnis erreicht, kommt er im Frontalaufpralltest mit der Note 3,1 jedoch, für uns ziemlich enttäuschend, nur auf ein BEFRIEDIGEND

Die Einzel-Werte des Maxi-Cosi Kore (Pro) im Frontalcrashtest sind leider nur durchschnittlich, der Wert für die Kopfbeschleunigung für den Q3-Dummy ist vergleichsweise hoch. Die Prüfinstitute bewerten daher das Verletzungsrisiko für das Kind im Kore Pro beim Frontalcrash lediglich als „durchschnittlich„. 

Mit Noten von 1,5 in der Bedienung, einer 2,0 bei der Ergonomie und einer glatten 1,0 im Schadstoff-Test kann der Kore zwar punkten, das Sicherheitsergebnis wiegt das jedoch leider nicht auf. Da Kore und Kore Pro unserer Erfahrung nach zudem auch leider nicht zuverlässig bis zum Ende der Kindersitz-Zeit passen, haben wir uns dazu entschieden, unseren Fokus im Bereich Folgesitze auf andere Kindersitze zu legen. 

Daten zum Folgesitz Maxi-Cosi Kore (Pro)
Zulassung:ECE R 129
Größe des Kindes:100 bis 150 cm
Gewicht des Kindes:
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau des Kindersitzes:
Nutzung als Sitzerhöhung mit Lehne, Befestigung mit dem Autogurt, Isofix optional
Gewicht des Kindersitzes:
3,8 kg

Ist der Mifold Hifold Fit & Fold wirklich sicher?

Reisekindersitz Hifold von Mifold rot
Mifold Hifold Fit and Fold

Eltern wünschen sich leichte und klappbare Kindersitze "to go"

Immer mehr Menschen greifen auf Carsharing zurück und suchen deshalb nach leichten Kindersitzen, die einfach transportiert und platzsparend verstaut werden können. Auch für Urlaube bzw. auf Reisen erfreuen sich solche Kindersitze wachsender Beliebtheit. 

Mit der Nachfrage steigt auch das Angebot und so sind mittlerweile einige Kindersitze auf dem Markt, die diese Kriterien erfüllen. Leider punkten sie nicht unbedingt im Bereich Sicherheit wie wir am Testergebnis des Mifold Grab and Go aus dem Jahr 2017 gut sehen können. Der laut Hersteller „fortschrittlichste und kompakteste Kinder­sitz aller Zeiten“, eine Art Sitzerhöhung ohne Rückenlehne, erreichte so schlechte Werte im Seitencrashtest, dass Stiftung Warentest sogar ausdrücklich vor diesem Sitz warnte.

Der Reisekindersitz Mifold Hifold im Kindersitztest

Hifold Mifold Kindersitztest
Der Hifold von Mifold im Kindersitztest / Bild-Quelle: ADAC e. V., Ralph Wagner

Mit dem Hifold von Mifold war im Kindersitztest 2020 nun ein neuer Sitz der Marke, dieses Mal mit Rückenlehne, unter den Testkandidaten. Praktisch am Hifold ist neben seinem geringen Gewicht von nur 4,4 kg die Klappfunktion. Der Kindersitz für Kinder zwischen 15 und 36 kg kann im Handumdrehen in ein kleines Päckchen von nur 23 x 32 x 27 cm zusammengeklappt und so kinderleicht transportiert oder verstaut werden. 

Mifold Hifold: Befriedigend im Frontalcrash, nur ausreichend im Seitenaufpralltest

Insgesamt erhält der Hifold im Kindersitztest die Note 3,0 und im Teilbereich Sicherheit mit 3,5 gerade noch das Urteil BEFRIEDIGEND. Der Schutz für das Kind ist dabei beim Frontalaufprall (Note 2,9) noch deutlich besser als beim Seitencrash (Note 3,7), bei dem die Tester ein erhöhtes Verletzungsrisiko für das Kind sehen. 

Der Hifold von Mifold ist damit zwar etwas sicherer als sein Vorgänger ohne Rückenlehne, an einen guten oder sehr guten Folgesitz kommt er sicherheitstechnisch aber nicht heran. Bedienung und Ergonomie bewerten die Tester jeweils als GUT, in der Schadstoff-Prüfung erreicht der Hifold mit der Note 2,9 nur ein BEFRIEDIGEND. Insgesamt leider kein gutes Ergebnis für diesen Kindersitz. Mit einer UVP von ca. 200 € ist er auch nicht besonders günstig. 

Daten zum Reisekindersitz Mifold Hifold Fit and Fold
Zulassung:ECE R 44/04
Kindersitzgruppe: 2/3
Gewicht des Kindes:15 bis 36 kg
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau des Hifold von Mofild:
Nutzung als Sitzerhöhung mit Lehne, Befestigung mit dem Autogurt
Gewicht des Kindersitzes:
4,4 kg

Chicco Fold and Go i-Size

Chicco Fold & Go i-Size

Chicco Fold & Go i-Size: Klappbar, aber leider nur durchschnittlich

Neben dem Hifold von Mifold nahm der ADAC in diesem Test noch einen weiteren klappbaren Folgesitz unter die Lupe, den Chicco Fold & Go i-Size. Dieser Kindersitz ist nach der neuen Kindersitznorm UNECE R 129 für Kinder zwischen 100 und 150 cm zugelassen, die Höhe der Kopfstütze und die Breite des Sitzes lassen sich unabhängig voneinander verstellen. Mit 6,2 kg Gewicht ist der Fold & Go i-Size vergleichsweise leicht. Um den Sitz einfach zu transportieren, kann er zusammengeklappt werden und lässt sich in diesem Zustand auch einfach verstauen

Der Fold & Go i-Size von Chicco schneidet insgesamt BEFRIEDIGEND (2,7) im Kindersitztest 2020 ab. 

Der Bezug des Sitzes ist schadstoff-frei (Note 1,0), die Ergonomie des Fold & Go bewerten die Prüfer mit einer sehr guten 1,4. Nur befriedigende Noten erhält dieser Kindersitz allerdings in den Testkategorien Fehlbedienung (3,1) und dafür, dass das Anschnallen des Kindes in diesem Sitz etwas aufwendiger (3,1) ist.

Im Teilbereich Sicherheit erhält der klappbare Kindersitz mit 2,5 noch ein GUT, das Verletzungsrisiko für das Kind bewertet der ADAC beim Frontalcrash allerdings lediglich als durchschnittlich

Daten zum Reisekindersitz Chicco Fold and Go i-Size
Zulassung:ECE R 129
Größe des Kindes100 bis 150 cm
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau des Folgesitzes:
Nutzung als Sitzerhöhung mit Lehne, Befestigung mit dem Autogurt, zusätzliche Befestigung mit Isofix möglich
Gewicht des Kindersitzes:
6,2 kg

Osann Flux Plus und Osann Flux Isofix: Nicht überzeugend

Kommen wir zu den zwei letzten Testkandidaten im Mai-Kindersitztest 2020, den Kindersitzen Flux Plus und Flux Isofix von Osann

Bei beiden Sitzen handelt es sich um gruppenübergreifende Vorwärtssitze der Gruppe 1/2/3, in denen das Kind in Gruppe 1 (9 bis 18 kg) mit einem internen 5-Punkt-Gurt und ab 15 bis 36 kg mit dem Autogurt gesichert wird. Beide Kindersitze können mit dem Fahrzeuggurt eingebaut werden, der Flux Isofix in Gruppe 1 alternativ auch mit Isofix und Toptether und in Gruppe 2/3 zusätzlich mit Isofix.

BEFRIEDIGEND und AUSREICHEND für Osann Flux Plus und Flux Isofix

Wir empfehlen in Gruppe 1 und mindestens bis zum Alter von 4 Jahren grundsätzlich nur Kindersitze, die entgegen der Fahrtrichtung in das Auto eingebaut werden, da Reboarder deutlich sicherer sind als vorwärtsgerichtete Sitze

Selbstredend gibt es aber genau wie beim Reboarder auch bei Vorwärtssitzen bessere und schlechtere Modelle. Die Flux-Kindersitze von Osann erhalten im Frontalcrash-Test eine 3,3 (Flux Isofix) und eine 4,0 (Flux Plus), beides Noten, die wenig überzeugend sind. Beim Flux Plus ist die Verletzungsgefahr beim gefährlichen Frontalaufprall für Ihr Kind erhöht, beim Flux Isofix lediglich durchschnittlich. Auch die Einzelnoten in Gruppe 2/3, die wir beim ADAC erfragt haben, überzeugen uns nicht. 

Osann Flux gruppenübergreifender Kindersitz
Osann Flux Isofix
Daten zu den Kindersitzen Osann Flux Plus und Flex Isofix
Zulassung: ECE R 44/04
Kindersitzgruppe:  1/2/3
Gewicht des Kindes: 9 bis 36 kg
Fahrtrichtung:
Vorwärts
Einbau der Kindersitze:

Osann Flux Plus: 

Kinder von 9 bis 18 kg:
– Einbau des Sitzes mit dem Fahrzeuggurt, Kind wird mit internen Gurten gesichert. 

Kinder von 15 bis 25 kg: 
– Einbau mit dem Fahrzzeuggurt, Kind wird gemeinsam mit dem Sitz mit dem Autogurt gesichert. 

Osann Flux Isofix: 

Kinder von 9 bis 18 kg:

– Einbau des Sitzes mit dem Fahrzeuggurt, Kind wird mit internen Gurten gesichert oder 
– Einbau des Sitzes mit Isofix und Toptether, Kind wird mit Hosenträgergurt gesichert. 

Kinder von 15 bis 25 kg: 
– Einbau mit dem Fahrzzeuggurt, Kind wird gemeinsam mit dem Sitz mit dem Autogurt gesichert / Sicherung des Sitzes zusätzlich mit Isofix möglich, aber optional

Gewicht der Kindersitze:
Osann Flux Plus: 5,5 kg
Osann Flux Isofix: 7,9 kg

Testergebnisse der Folgesitze aus dem Kindersitztest 2020 im Vergleich

Mit einem Klick auf die Überschrift der jeweiligen Spalte können Sie die Sortierung ändern und so die Noten der Kindersitze im Frontal- und Seitenaufpralltest oder das Gewicht der Rückhalte-Einrichtungen spielend einfach miteinander vergleichen.

Sicherheitswerte der im Mai-Kindersitztest 2020 geprüften Kindersitze für große Kinder im Vergleich

TestjahrKindersitzGröße / Gewicht des KindesFrontalSeitlichGewicht SitzMit Isofix möglich?
2020/1Babyauto Buddy i-Size100 bis 150 cm2,82,86,2 kgja
2020/1Bébé Confort Kore100 bis 150 cm3,11,86,0 kgja
2020/1Bébé Confort Kore Pro100 bis 150 cm3,11,86,0 kgja
2020/1CBX Yari15 bis 36 kg2,81,93,8 kgja
2020/1Chicco Fold & Go i-Size100 bis 150 cm2,72,36,2 kgja
2020/1Cybex Solution B-Fix15 bis 36 kg2,81,93,8 kgja
2020/1Cybex Solution Z i-Fix100 bis 150 cm2,41,27,1 kgja
2020/1Maxi-Cosi Kore100 bis 150 cm3,11,86,0 kgja
2020/1Maxi-Cosi Kore Pro100 bis 150 cm3,11,86,0 kgja
2020/1Mifold Hifold Fit & Fold15 bis 36 kg2,93,74,4 kgnein

Sie finden bei uns auch eine Übersichtstabelle aller zwischen 2015 und 2019 vom ADAC getesteten Kindersitze der Gruppe 2/3 bzw. für Kinder ab 100 bis 150 cm. Denken Sie daran, dass Sie diese Sicherheitswerte nicht direkt mit den Ergebnissen aus dem Kindersitztest 2020 vergleichen können, da Stiftung Warentest zwischenzeitlich die Testmethodik verändert hat. 

Unser Fazit zum Kindersitztest 2020

Die Ergebnisse des Mai-Kindersitztests waren wie immer spannend und ein Blick in die Detail-Bewertungen der einzelnen Sitze sehr interessant. Wir freuen uns darüber, dass BeSafe mit dem iZi Twist i-Size und dem iZi Twist B i-Size hervorragende Testergebnisse erreichen konnte und so einmal mehr bewiesen hat, dass rückwärtsgerichtete Kindersitze besonders sicher sind. 

Für Eltern, die Carsharing nutzen oder häufig mit ihren Kindern auf Reisen sind, wünschen wir uns noch einige sicher(er)e Kindersitz-Modelle, gerne auch mit Flugzulassung. Bis dahin empfehlen wir Ihnen für diese Zwecke die gut getesteten aufblasbaren Kindersitze von nachfolger und den Folgesitz Takata Maxi für Kinder ab 15 bis 36 kg. Dieser ist als einziger aktueller Kindersitz für große Kinder für die Verwendung im Flugzeug zugelassen und kann platzsparend zusammengeklappt und im zugehörigen Rucksack Takata Maxi Backpack kinderleicht transportiert werden. 

Der nächste Kindersitztest wird Ende Oktober 2020 veröffentlicht. Wir wünschen Ihnen bis dahin einen schönen Sommer, trotz der aktuellen Lage eine gute Zeit und stets entspannte und unfallfreie Autofahrten! Bleiben Sie gesund!

Kindersitztest 2020/1: Die Zusammenfassungen der Testinstitute

In den Videos lassen wir noch einmal die Testinstitute ADAC, ÖAMTC und TCS zu Wort kommen

ADAC-Video zum Kindersitztest 2020

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ÖAMTC-Video zum Test 2020

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TCS-Video Kindersitztest 2020

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Testergebnisse früherer Kindersitztests

Bitte beachten Sie, dass die Methodik des Kindersitztests im Mai 2020 verändert wurde. Aus diesem Grund sind die Ergebnisse aus älteren Tests nicht direkt mit den aktuellen Wertungen vergleichbar. 

Seit dem aktuellen Kindersitztest 2020 nutzt der ADAC für den Frontalcrashtest beispielsweise einen Prüfschlitten mit der Roh-Karosserie des VW Polo VI. In den Kindersitztests zwischen 2015 und 2019 verwendeten die Prüfer eine Golf VII-Karosserie, zwischen 2011 und 2014 einen Golf VI und davor einen Opel Astra. Zudem waren im Mai-Kindersitztest neue Sensoren im Bauchbereich des Dummies im Einsatz. 

Noch mehr über den ADAC-Kindersitztest 2020 erfahren?

ÖAMTC Ergebnisse Kindersitztest 2020 (Mai)

Testergebnisse Übersicht Tabelle Kindersitztest 2020
© ÖAMTC / Ergebnisse Kindersitztest 2020 (Mai)

TCS Zusammenfassung der Testergebnisse aus dem Kindersitztest 2020/1

Übersichtstabelle Ergebnisse Kindersitztest 2020 Touring Club Schweiz
© TCS/ Ergebnisse Kindersitztest 2020 (Mai)

ADAC Ergebnisse Kindersitztest 2020 (Mai)

Übersichtstabelle ADAC Kindersitztest 2020 Mai
© ADAC / Ergebnisse Kindersitztest 2020 (Mai)
Autor: Kerstin
Autor: Kerstin

Onlinemarketingmanagerin bei Familie Bär
Kerstin ist der Onlinemarketingbär im Team von Familie Bär. Sie schreibt leidenschaftlich gerne Texte und hält mit sechs zeitgleich rückwärts fahrenden (eigenen) Kindern im selben Auto den inoffiziellen Rekord unter den Reboardeltern.

Als Mama von zwei Mädchen und fünf Jungs, von denen der Älteste bereits im Jahr 2010 in einem Reboardkindersitz saß, verfügt sie über reichlich Kindersitzfachwissen, das sie in ihren Blogartikeln gerne mit anderen teilt.

Kerstin liebt es, Dinge zu hinterfragen und ist deshalb unter anderem für unsere Analysen zum ADAC Kindersitztest zuständig. Wenn sie nicht gerade mit dem ADAC telefoniert, setzt sie sich dafür ein, dass auch Playmobilmännchen in den ersten vier Lebensjahren rückwärts fahren.

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Kommentare zum ADAC-Kindersitztest 2020

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