Kindersitztest 2019/II (Herbst): Das sind die Ergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC

ADAC-Kindersitztest 2019 (Herbst)

© ÖAMTC/Huger

22. Oktober 2019: Im aktuellen Kindersitztest 2019 (Herbst) prüften Stiftung Warentest, der deutsche ADAC, der österreichische ÖAMTC und die Kollegen vom TCS in der Schweiz wieder viele verschiedene Kindersitzmodelle.

Neben Babyschalen durchliefen auch Reboarder, gruppenübergreifende Kindersitze und Folgesitze für große Kinder die Prüfungen zur Sicherheit, Bedienung und Ergonomie. Externe Labore testeten im Namen von Stiftung Warentest alle Kindersitze auf Schadstoffe. Leider haben auch dieses Mal wieder zwei Babyschalen den Kindersitztest aufgrund erhöhter Schadstoffwerte im Bezug nicht bestanden.

Wie auch bei den letzten Kindersitztests haben wir uns die Ergebnisse wieder im Detail angesehen und führen in unserem Artikel aus, welche Kindersitze wirklich gut abgeschnitten haben. 

Unsere Analysen zu früheren Kindersitztests finden Sie hier:

Kindersitztest 2019: Diese Babyschalen und Kindersitze wurden getestet

Babyschalen:

Bugaboo Turtle  (gegurtet und mit Basisstation)
Hauck iPro Baby (gegurtet und mit iPro Base)
Jané i-Matrix mit iPlatform
Jané Koos i-Size R1 (gegurtet und mit iPlatform)
Peg Perego Primo Viaggio i-Size gegurtet

Swandoo Albert (mit Gurt befestigt und mit Isofix-Base)
Uppababy Mesa i-Size (gegurtet und mit i-Size Base)

Kindersitze für Kinder bis ca. 4 Jahre:

BeSafe iZi Kid X3 i-Size
Hauck iPro Kids 
Joie i-Spin 360 

Kindersitze für Kinder bis ca. 12 Jahre:

Britax Römer Kidfix² S
GB Everna Fix
Joie Verso
Renolux Renofix

Kindersitztest 2019 - Das sind die Ergebnisse

Wie so oft lagen auch beim aktuellen Kindersitz-Herbsttest der Stiftung Warentest Freud und Leid nah beieinander. 20 Kindersitze crashte der ADAC für die Oktober-Veröffentlichung, 12 erhielten am Ende das Urteil „gut“, vier die Note „befriedigend“, vier weitere bestanden den Kindersitztest nicht.

Wir freuen uns sehr, denn der BeSafe iZi Kid X3 i-Size – ein Reboarder ohne Vorwärtsfunktion – erhielt im aktuellen Test die beste Sicherheitsbewertung aller seit 2015 geprüften Sitze für Kinder von ca. 1 bis 4 Jahren. Mit der Note 1,2 im Frontalaufpralltest und einer 0,7 (!) im Seitenaufpralltest konnte BeSafe die herausragenden Testergebnisse, die der Vorgängersitz iZi Kid X2 i-Size im Jahr 2016 erreichte, dank einiger Veränderungen am Kindersitz sogar noch verbessern. Klasse!

Ganz anders allerdings die Testkandidaten von Hauck und Uppababy: In den Babyschalen dieser beiden Hersteller fanden die von Stiftung Warentest beauftragten Labore Schadstoffe. Während die Mesa i-Size von Uppababy immerhin die Sicherheitstests mit guten und sehr guten Noten bestand, hatte die iPro von Hauck leider auch im Frontalcrashszenario ihre Probleme. 

Babyschalen im Kindersitztest 2019

Wie schon im Kindersitztest im Mai testeten Stiftung Warentest, ADAC, ÖAMTC und TCS auch im Oktobertest 2019 noch einmal auffällig viele Babyschalen. Mit der Turtle von Bugaboo, der iPro Baby von Hauck, der Koos i-Size R1 und der i-Matrix von Jané, der Schale Primo Viaggio i-Plus von Peg Perego, dem Albert von Swandoo und der Mesa i-Size von Uppababy haben die Prüfer im Oktober sieben Babyschalen unter die Lupe genommen.

Besonders begeisterte die Prüfer die Babyschale Albert von Swandoo, die – gemeinsam mit der zugehörigen Isofix-Basisstation verwendet – mit einer 1,6 in der Gesamtnote Testsieger wurde. Wir möchten uns deshalb auch dieser Babyschale zuerst widmen.

Swandoo Albert i-Size: Albert kam, sah und siegte

Sie haben noch nie von der Marke Swandoo gehört? Kein Wunder, denn die Babyschale Albert ist erst seit wenigen Monaten auf dem Markt erhältlich. Trotzdem hat es Neuling Swandoo geschafft, aus dem Stand heraus Testsieger zu werden.

Albert kam, sah und er siegte und das aus guten Gründen: Die Babyschale erreichte nicht nur hervorragende Testwerte in den Frontalaufpralltests (1,1 mit Base, 1,0 mit Gurt befestigt), sondern auch gute Ergebnisse im Seitenaufprallszenario (1,8 mit Base, 1,7 mit Gurt befestigt). Zusätzlich lobten die Prüfer den besonders einfachen Einbau, die sehr gute Polsterung, die günstige Sitzposition für das Baby und das sehr gute Platzangebot in der Schale bei einem zeitgleich nur geringen Platzbedarf im Auto. Überhaupt fanden die Tester nur einen einzigen kleinen Kritikpunkt: mit 5,1 kg Eigengewicht ist Albert vergleichsweise schwer.

Albert ist sicher und er ist innovativ. Die Babyschale ist nicht mit einem klassischen 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurt und einer zentralen Gurtstraffung an der Unterseite ausgestattet, sondern mit zwei Gurtstraffern, die sich je rechts und links ungefähr auf Brusthöhe des Babys befinden. Sie ziehen die Gurte bei dieser Babyschale also nicht einmal mit viel Kraft fest, sondern je einmal pro Seite und das mit einem geringeren Kraftaufwand. Diese Art der Gurtstraffung beugt Misuse vor, das heißt, die Gefahr der Fehlbedienung sinkt. Misuse ist leider auch bei Babyschalen nach wie vor ein allgegenwärtiges Thema und zu lockere Gurte am Kind ein weit verbreiteter Fehler, der bei einem Unfall schwere Folgen haben kann. Sie finden in unserem Blogartikel zum Thema Misuse bei Babyschalen erschreckende Fallzahlen und auch eine Anleitung zum korrekten Anschnallen: Misuse bei der Babyschale – das sind die häufigsten Fehler.

Wir haben Albert schon einige Wochen in unserem Sortiment, deshalb können wir an der Stelle noch ergänzen, dass die Passform von Albert für viele Babys sehr gut geeignet ist und die Schale in vielen Fahrzeugen eine gute Ruheposition bietet.

Zudem ist die Babyschale von Swandoo mit einigen entzückenden Details ausgestattet wie beispielsweise fluoreszierenden Gurtführungen, die Ihnen das Anschnallen in der Dämmerung erleichtern und andere Verkehrsteilnehmer schon von weitem auf Sie und Ihr Baby aufmerksam machen, wenn Sie mit der Schale an der Hand oder auf dem Kinderwagen unterwegs sind.

Die Babyschale Swandoo Albert i-Size macht ihrem Vorbild und Namensgeber Albert Einstein somit alle Ehre und ist mit ihren vorbildlichen Testergebnissen und weiteren Vorzügen eine tolle Alternative zu anderen sehr guten Babyschalen.

Logo Kindersitzhersteller Swandoo
Babyschale Swandoo Albert Forest Fruits pink
Babyschale Albert von Swandoo
Daten zur Babyschale Swandoo Albert i-Size
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:40 bis 85 cm
Einbau der Babyschale
mit Autogurt oder Isofix-Basisstation
Maximales Gewicht des Kindes:13 kg
Gewicht der Babyschale:5,1 kg
Gewicht der Basisstation:5,4 kg

Mehr Informationen zur Babyschale Albert von Swandoo

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Bugaboo Turtle by Nuna: eine sichere Babyschale

Die Marke Bugaboo kennen Sie sicherlich aus dem Bereich der Kinderwagen. Mit der Turtle ergänzt Bugaboo sein Sortiment um eine Babyschale, die mit fast allen Kinderwagen des Herstellers kompatibel ist.

So können Eltern den Kinderwagen für kurze Strecken gemeinsam mit der Babyschale nutzen – für längere Ausflüge oder Einkäufe empfehlen wir dies allgemein nicht, da die Haltung in der Babyschale die Sauerstoffsättigung des Babys beeinträchtigen kann. Zudem ist der Sitzwinkel in den meisten Babyschalen nicht ideal und belastet die Wirbelsäule des Kindes.

Das gute Testergebnis der Bugaboo Turtle erstaunt nicht, denn sie wurde in Form der nahezu baugleichen Babyschale Nuna Pipa Icon bereits vor 2 Jahren crash-getestet. Wiederholt wurde der Test auf Schadstoffe, in dem die Bugaboo Turtle die Note 2,6 erhielt (Nuna Pipa Icon: 2,4).

Insgesamt schneidet die Babyschale gegurtet mit einer 2,0 ab. Gemeinsam mit der Isofix-Base verwendet erreicht die Bugaboo Turtle eine noch etwas bessere Gesamtnote von 1,8.

Daten zur Babyschale Bugaboo Turtle
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:40 bis 85 cm
Einbau der Babyschale:
mit Autogurt oder Isofix-Basisstation
Maximales Gewicht des Kindes:13 kg
Gewicht der Babyschale:4,4 kg
Gewicht der Basisstation:5,9 kg
Logo Kinderwagenhersteller Bugaboo
Babyschale Bugaboo Turtle by Nuna schwarz
Babyschale Bugaboo Turtle

Hauck iPro Baby: Nicht bestanden wegen Schadstoffen

Auch getestet wurde das Hauck iPro-Kindersitzsystem. Es besteht aus einer Basisstation, die gemeinsam mit der Babyschale Hauck iPro Baby und auch mit dem Kindersitz Hauck iPro Kids genutzt werden kann.

Wir sehen uns zunächst die Babyschale iPro Baby an, denn vor dieser warnt der ADAC bereits in der Videozusammenfassung des aktuellen Kindersitztests. Während die zuletzt getestete Babyschale der Marke, die Hauck Comfort Fix, den Kindersitztest Herbst 2018 noch mit guten Noten bestand, gibt es bei der iPro Baby gleich zwei Probleme.

Napthalin im Bezug der iPro Baby

Zu jedem Kindersitztest gehört auch eine Prüfung des Bezug-Materials auf gefährliche Schadstoffe. Leider fand Stiftung Warentest bei diesem Test Naphthalin im Bezug der iPro Baby. Dieser Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein und hat deshalb im Bezug eines Kindersitzes nichts zu suchen. Die Hauck iPro erhielt aufgrund der erhöhten Messwerte deshalb die Note „mangelhaft“ (4,7) im Schadstofftest und damit auch im Gesamtergebnis. Das allerdings war nicht das einzige Manko der Schale.

Sicher bei der Befestigung mit Gurt, gerade noch ausreichend beim Einbau mit Isofix

Auch beim Frontalcrashtest hatte die Hauck iPro Baby zu kämpfen. Auf der zugehörigen Isofix-Base eingeklickt, bestand die Schale den Frontaufprallversuch nur sehr knapp mit der Note 4,5. Grund dafür: eine Metallstange an der Unterseite der Babyschale reißt aus dem Plastik. Dadurch verlagert sich die Babyschale weit Richtung Vordersitz und taucht nach unten. In der Folge wird der Dummy nach oben gedrückt und die Belastungswerte auf das Genick steigen stark an. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Kopf des Dummys bzw. Kindes am Vordersitz anschlägt.

Der Touring Club Schweiz hat zu diesem Versuch ein Video veröffentlicht, auf dem Sie die Problematik erkennen können. Daneben hat Råd & Rön Schweden eine weitere Video-Sequenz zur Hauck iPro auf Youtube gestellt, in der zu sehen ist, wie der Dummy aus der Schale geschleudert wird. Dabei handelt es sich um den ersten Testversuch, den der ADAC durchgeführt hat. Dieses Problem konnte durch weitere Crashversuche nicht reproduziert werden und floss deshalb nicht in die Sicherheitswertung ein.

Beim Einbau mit dem Sicherheitsgurt erhielt die Hauck iPro Baby eine 2,1 im Frontalcrashtest. Diese Note ist in Ordnung, alle anderen Babyschalen aus dem aktuellen Test schnitten allerdings im Frontalaufpralltest besser ab.

Logo Hauck mit gelbem Dreieck
schwarze Babyschale von Hauck mit weißem Verkleinerer
Babyschale Hauck iPro Baby
Daten zur Babyschale Hauck iPro Baby
Zulassung: i-Size
Größe des Kindes: 40 bis 85 cm
Einbau der Babyschale mit Autogurt oder Isofix-Basisstation
Maximales Gewicht des Kindes: 13 kg
Gewicht der Babyschale: 5,1 kg
Gewicht der Basisstation: 8,5 kg

TCS: Crashtest Hauck iPro Baby

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Råd & Rön: Crashtest Hauck iPro Baby

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Jané iMatrix: Gute Werte im Frontalcrash, kleine Schwächen beim Seitenaufprall

Mit der iMatrix von Jané wurde auch eine Babyschale getestet, die außerhalb des Fahrzeugs komplett flach gestellt und so auch beispielsweise auf den Kinderwagen geklickt werden kann.

Beim Frontalaufprall erreichte die iMatrix, die ausschließlich mit der Isofix-Basisstation iPlatform verwendet werden kann, mit einer 1,2 eine hervorragende Bewertung. Leider kam die Babyschale im Seitencrash allerdings nur auf ein durchschnittliches Testergebnis (2,9) im Kindersitztest.

Zudem benötigt die Jané iMatrix vergleichsweise viel Platz und ist mit 5,4 kg Eigengewicht auch recht schwer. Dafür loben die Tester den einfachen Einbau der Babyschale, die nur geringe Gefahr der Fehlbedienung und das sehr gute Platzangebot für das Baby.

Mit einer Gesamtnote von 2,3 schneidet die Jané iMatrix insgesamt mit der Note „gut“ ab.

Daten zur Babyschale Jané iMatrix
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:40 bis 83 cm
Einbau der Babyschale:
ausschließlich mit der iPlatform (benötigt Isofix)
Maximales Gewicht des Kindes:13 kg
Gewicht der Babyschale:5,4 kg
Gewicht der Basisstation:7,1 kg
Logo Kindersitzhersteller Jané
Roter Babyträger mit weißem Einsatz von Jane i-Matrix Babyschale
Jané i-Matrix

Jané Koos i-Size R1: Bestnoten im Schadstofftest

Die Babyschale Koos i-Size R1 von Jané ist die verbesserte Version der Vorgänger-Babyschale Koos i-Size, die im Vorjahr bereits von Stiftung Warentest geprüft wurde. Im Kindersitztest 2018 stellten die Prüfer leider den Schadstoff Naphthalin in den Gurtpolstern der Schale fest, wir haben hier dazu geschrieben: Ergebnisse ADAC Kindersitztest 2018.

Jané hat nachgearbeitet und überzeugt mit der Koos i-Size R1: Die Schale mit den veränderten Gurtpolstern erhält eine 1,0 im Schadstofftest und besteht diesen mit Bravour.

Spitzenwerte mit Gurtbefestigung

Auch die Sicherheitswerte im Frontalcrash lassen sich sehen: Mit einer 0,8 (!) bei der Befestigung mit dem Autogurt und einer 1,2 bei der Montage mit der Isofix-Base iPlatform erreicht die Koos i-Size R1 Spitzenwerte.

Im Seitenaufpralltest ist die Befestigung mit dem Gurt (Note: 1,6) dem Einbau gemeinsam mit der iPlatform (2,3) überlegen.

Die Tester loben den nur geringen Platzverbrauch der i-Koos bei einem guten Platzangebot für das Baby. Auch der Einbau des Sitzes und das Anschnallen des Kindes gestalten sich bei dieser Babyschale einfach.

Mit der Gesamtnote von 2,0 für den Einbau mit Gurt bzw. 1,9 für den Einbau auf der Isofixbasisstation iPlatform schließt die i-Koos i-Size R1 im Kindersitztest 2019 mit guten Werten ab.

Logo Kindersitzhersteller Jané
Babyschale grün von Jané
Jané Koos i-Size R1
Daten zur Babyschale Jané Koos i-Size R1
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:40 bis 83 cm
Einbau der Babyschale:
Befestigung mit Gurt oder Einbau mit der iPlatform
Maximales Gewicht des Kindes:13 kg
Gewicht der Babyschale:4,0 kg
Gewicht der Basisstation:7,1 kg

Peg Perego Primo Viaggio i-Size: auch mit Gurtbefestigung sicher

Die Babyschale Peg Perego Primo Viaggio i-Size überprüfte Stiftung Warentest bereits im Mai-Kindersitztest 2019, damals gemeinsam mit der zugehörigen Isofix-Basisstation. Im aktuellen Kindersitztest wurde nun die Gurtbefestigung der Babyschale getestet.

Mit Noten von 1,4 im Frontalaufpralltest und 1,2 im Seitencrashszenario überzeugte die Primo Viaggio i-Size auch gegurtet auf ganzer Linie. Das Verletzungsrisiko ist bei dieser Babyschale sehr gering und auch sonst finden die Testinstitute fast nur positive Punkte an der Peg Perego-Schale: Das Platzangebot für das Kind ist sehr gut, die Babyschale ist gut gepolstert, steht stabil im Fahrzeug und benötigt beim Einbau nur wenig Platz.

Mit einer 1,8 als Gesamtnote erreicht die gegurtete Version der Primo Viaggio i-Size gute Werte. Wir hoffen, dass es bald noch einen Reboarder für die Isofixbase der Viaggio i-Size geben wird – ein vorwärtsgerichteter Kindersitz ist mit dem Viaggio FF 105 bereits auf dem Markt.

Babyschale Kindersitztest 2019 Peg Perego Viaggio i-Size
Peg Perego Primo Viaggio i-Size (hier mit Base)
Daten zur Babyschale Perego Primo Viaggio i-Size
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:40 bis 83 cm
Einbau der Babyschale:
Befestigung mit Gurt oder Einbau mit der i-Size-Base
Maximales Gewicht des Kindes:13 kg
Gewicht der Babyschale:4,7 kg
Gewicht der Basisstation:5,4 kg

Uppababy Mesa i-Size: sicher im Crash, mangelhaft in der Schadstoffprüfung

Hinweis (06.11.2019): ÖAMTC und ADAC überprüfen aktuell die Testergebnisse dieser Babyschale. Unsere Ausführungen beziehen sich auf das am 22.10.19 veröffentlichte Ergebnis. Wir werden diesen Absatz anpassen, sobald es ein Statement von Seiten der Testinstitute gibt.

Und noch eine Babyschale wurde im Herbsttest geprüft: die Mesa i-Size von Uppababy. Diese Schale ist für Kinder von 40 bis 78 cm Körpergröße bis maximal 13 kg Körpergewicht zugelassen und kann entweder mit dem Autogurt befestigt oder auf der zugehörigen Isofix-Basisstation eingeklickt werden.

Im Frontalcrashtest erreicht die Mesa sehr gute Werte (je 1,2 gegurtet und mit Base), seitlich schwächelt sie ein wenig (2,3 gegurtet, 2,7 mit Basisstation). Sie überzeugt auch in den Teilbereichen Ergonomie und Bedienung mit sehr guten und guten Werten.

Leider fällt die Uppbaby Mesa i-Size allerdings durch den Schadstofftest. Die von Stiftung Warentest beauftragten Labore finden im Bezug der Babyschale das Flammschutzmittel TCPP in einer Menge, die den für Spielzeuge geltenden Grenzwert (Richtlinie 2014/79/EU) überschreitet. Die Note im Schadstofftest (5,5) schlägt sich direkt auf das Gesamtergebnis (auch 5,5) nieder.

Zum Zeitpunkt des Erscheinen unseres Artikels liegt von Seiten des Herstellers leider noch keine Stellungnahme zu den Schadstoffen vor. Sollten Sie diese Babyschale bereits besitzen, wenden Sie sich diesbezüglich am besten an den Hersteller selbst.

Graue Babyschale i-Size Uppababy Mesa
Uppababy Mesa i-Size
Daten zur Babyschale Uppababy Mesa i-Size
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:40 bis 78 cm
Einbau der Babyschale:
Befestigung mit Gurt oder Einbau mit der i-Size-Base
Maximales Gewicht des Kindes:13 kg
Gewicht der Babyschale:4,9 kg
Gewicht der Basisstation:6,4 kg

Testergebnisse der Babyschalen aus dem Kindersitztest 2019 im Vergleich

ADAC Kindersitz 2019 getestete Babyschalen im Überblick
© ADAC e. V.

Sicherheitswerte der im Oktober-Kindersitztest geprüften Babyschalen

In unserer Übersicht finden Sie noch einmal die Ergebnisse im Bereich Sicherheit aller Babyschalen aus dem aktuellen Test im Vergleich. Mit einem Klick auf den Spaltenanfang können Sie die Spalten sortieren und so die Noten der Babyschalen im Frontal- und Seitenaufpralltest ganz leicht miteinander vergleichen.

Bitte beachten Sie: Die mit (1) gekennzeichneten Babyschalen haben den Kindersitztest aufgrund erhöhter Schadstoffwerte nicht bestanden.

BabyschaleEinbauartfrontalseitlichvonbisGewicht KindGewicht Sitz + Base
Bugaboo Turtlegegurtet1,42,040 cm85 cm13 kg4,4 kg + 5,9 kg
Bugaboo TurtleBase1,41,740 cm85 cm13 kg4,4 kg
Hauck i-Pro Baby (1)gegurtet1,21,640 cm85 cm13 kg5,1 kg
Hauck i-Pro Baby (1)i-Pro Base4,51,840 cm85 cm13 kg5,1 kg + 8,5 kg
Jané i-Matrixi-Platform1,22,940 cm83 cm13 kg5,4 kg + 7,1 kg
Jané Koos i-Size R1gegurtet0,81,640 cm83 cm13 kg4,0 kg
Jané Koos i-Size R1i-Platform1,22,340 cm83 cm13 kg4,0 kg + 7,1 kg
Uppababy Mesa i-Size (1)gegurtet 1,22,340 cm78 cm13 kg4,9 kg
Uppababy Mesa i-Size (1)i-Size-Base1,22,740 cm78 cm13 kg4,9 kg + 6,4 kg
Peg Perego Primo Viaggio i-Plusgegurtet1,41,240 cm83 cm13 kg4,7 kg
Swandoo Albert i-Size Base1,11,840 cm85 cm13 kg5,1 kg + 5,4 kg
Swandoo Albert gegurtet 1,01,740 cm85 cm13 kg5,1 kg

Kindersitze für Kinder bis ca. 4 Jahre im Test

In den letzten Kindersitztests prüften die Testinstitute mehr und mehr Kindersitze, die bis zu einem Alter von ca. 4 bzw. ca. 6 Jahren rückwärts verwendet werden können. Auch im aktuellen Test sind wieder einige Reboarder (mit und ohne Vorwärtsfunktion) vertreten und der Grund ist ganz einfach: Rückwärtsfahren ist kein Trend, es ist auch über die Babyschale hinaus viel sicherer. Beim gefährlichen Frontalcrash, der mit Abstand häufigsten Unfallart, bei der Personen schwer verletzt oder getötet werden, wird das Kind mit dem Körper in die komplette Schale des Sitzes gedrückt. Dabei wird die entstehende Energie über eine große Fläche verteilt, die Belastungen auf den Nacken des Kindes sind gering. 

Ganz anders beim Vorwärtssitz: Bei einem Frontalaufprall wird der Körper vom Gurtsystem des Kindersitzes gehalten, der Kopf wird ruckartig nach vorne geschleudert. Schon bei einem Aufprall mit geringen Geschwindigkeiten in der Stadt besteht die Gefahr schwerer Kopf- und Genickverletzungen.

Wie sicher das Rückwärtsfahren auch für große Kinder ist, beweist gleich unser erster Testkandidat in der Altersgruppe von 1 bis 4 Jahren, der BeSafe iZi Kid X3 i-Size, ein Kindersitz für Kinder bis 105 cm, der nur rückwärts in das Auto eingebaut werden kann.

BeSafe iZi Kid X3 i-Size: noch besser als der Vorgängersitz

Vor ziemlich genau 3,5 Jahren wurde der iZi Kid X2 i-Size von BeSafe im Kindersitztest der Stiftung Warentest Testsieger in der Gruppe der Kindersitze für Kinder von 1 bis 4 Jahren. Er erhielt damals mit der Note 1,1 in der Sicherheit nicht nur ein herausragendes, sondern das historisch beste Sicherheitsergebnis aller bis dato getesteten Kindersitze in seiner Klasse.

Mit dem Nachfolger zum Kid X2 i-Size setzt BeSafe jetzt noch einen drauf: Der Kid X3 i-Size wurde nicht nur Testsieger, sondern übertraf seinen Vorgängersitz sogar noch und verweist ihn damit auf den (ebenso hervorragenden) 2. Platz der bestgetesteten Kindersitze der Altersgruppe 1 bis 4 Jahre seit dem Jahr 2015.

Sicherheit: sehr gut, Bedienung und Ergonomie: gut

Beim Frontalcrashtest erreichte der Kid X3 i-Size die Note 1,2, beim Seitenaufpralltest sogar eine 0,7. Der Grund dafür: Der optimierte Seitenprotektor, der noch besser Energie aufnehmen kann als die Vorgängerversion. Wie gut das SIP+ arbeitet, können Sie auch im Crashtest-Video von RACE sehr gut selbst erkennen:

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BeSafe norwegischer Kindersitzhersteller von Babyschalen, Reboardern, Folgesitzen - Logo
BeSafe iZi Kid X3 i-Size
Daten zum BeSafe iZi Kid X3 i-Size
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:ab 61 bis 105 cm
Fahrtrichtung:
rückwärts
Einbau des Kindersitzes:
mit Isofix
Maximales Gewicht des Kindes:18 kg
Gewicht des Kindersitzes:
15 kg

Rückwärtsfahren ist sicherer

Der Kid X3 i-Size ist ein reiner Reboardkindersitz, das heißt, er kann nur entgegen der Fahrtrichtung in das Auto eingebaut werden. Das hat den großen Vorteil, dass das Kind beim gefährlichen Frontalcrash in die komplette Sitzschale gedrückt wird und nicht – wie bei einem vorwärtsgerichteten Kindersitz – das Genick alleine die Aufprallenergie aufnehmen muss. Die Ergebnisse des Kid X3 i-Size beweisen einmal mehr, dass Rückwärtsfahren bis zum Alter von mindestens 4 Jahren die sicherste Lösung ist.

Doch nicht nur in der Sicherheit punktet der Kid X3 i-Size: Der ADAC lobt außerdem die nur geringe Gefahr der Fehlbedienung, den einfachen Einbau des Kindersitzes, die gute Polsterung und das gute Platzangebot für das Kind bei nur geringem Platzbedarf im Auto. 

Kaum erstaunlich, dass auch wir und unsere Kunden den Kid X3 i-Size so sehr lieben.

Hauck iPro Kids: leider nur durchschnittliche Ergebnisse

Mit dem Hauck iPro Kids hat Stiftung Warentest einen weiteren Reboarder für den Kindersitztest ausgewählt. Dieser Sitz teilt sich seine Basisstation mit der Babyschale iPro Baby, über die wir oben bereits geschrieben haben.

Der iPro Kids ist von 40 bis 105 cm rückwärts und ab 76 bis 105 cm und einem Mindestalter von 15 Monaten auch vorwärts zugelassen. In den Sicherheitstests erreichte der Reboardkindersitz von Hauck eine 2,8 (frontal) bzw. eine 2,4 seitlich, insgesamt im Test die Note 2,8.

Da in die Sicherheitswerte bei diesem Sitz sowohl die Werte für den vorwärtsgerichteten Einbau als auch die für den Einbau entgegen der Fahrtrichtung einfließen, haben wir die reinen Rückwärtswerte für diesen Kindersitz beim ADAC erfragt. Wir machen es kurz: Leider sind die Nackenbelastungswerte beim Hauck iPro Kids, rückwärts installiert, beim Frontalcrash mit über 2500 N hoch, so dass wir diesen Sitz auch rückwärtsgerichtet nicht empfehlen möchten.

ÖAMTC und ADAC kommen ebenso zu dem Schluss, dass dieser Kindersitz nur durchschnittliche Werte beim Frontalaufprall erreicht und deshalb auch das Verletzungsrisiko nicht gering, sondern ebenfalls nur durchschnittlich ist.

Die Tester loben zwar den guten Gurtverlauf im Sitz, das geringe Verletzungsrisiko im Seitencrash und den einfachen Einbau, bemängeln aber außerdem auch das etwas aufwändigere Anschnallen des Kindes, leichte Verarbeitungsmängel, den erhöhten Platzbedarf und die enge Sitzschale.

Logo Hauck mit gelbem Dreieck
Reboardkindersitz von Hauck schwarz
Hauck iPro Kids
Daten zum Hauck iPro Kids
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:ab 40 bis 105 cm
Fahrtrichtung:
rückwärts von 40 bis 105 cm
 vorwärts von 76 bis 105 cm (ab 15 Monaten)
Einbau des Kindersitzes:
mit Isofix-Basisstation iPro Base
Maximales Gewicht des Kindes:18 kg
Gewicht des Kindersitzes:
8,9 kg
Gewicht der Basisstation:
8,5 kg

Joie i-Spin 360: günstiger Reboarder mit guten Noten

Der Joie i-Spin 360 ist ein beliebter Reboarder, denn er ist mit einer UVP von aktuell 349,95 € vergleichsweise günstig.

Dieser Kindersitz ist von 40 bis 105 cm rückwärts und ab 76 cm (und einem Alter von mind. 15 Monaten) auch vorwärts zugelassen. Im aktuellen Kindersitztest erreicht er wie der BeSafe iZi Kid X3 eine Gesamtnote von 1,8.

Da in die Sicherheitsnote (1,9 gesamt / 2,4 im Frontalcrashtest / 0,7 im Seitencrash) auch die Noten des vorwärtsgerichteten Einbau einfließen und wir diese Nutzung nicht empfehlen, haben wir auch für den i-Spin die reinen Rückwärtswerte beim ADAC erfragt.

Rein rückwärtsgerichtet schneidet der i-Spin mit einer 1,9 und Nackenbelastungswerten von je ca. 1300 N beim Frontalcrashtest in aufrechter und liegender Position „gut“ ab. Die Werte sind für einen Reboarder in Ordnung und geringer als bei einem Kindersitz in Fahrtrichtung. Den Seitenaufpralltest besteht der i-Spin mit Bravour mit einer 0,8.

In den Bereichen Bedienung und Ergonomie punktet der i-Spin: Die Prüfer heben die sehr gute Polsterung, die günstige Sitzposition und das sehr gute Platzangebot für das Kind hervor. Die nur geringe Gefahr, diesen Sitz falsch zu bedienen und der einfache Einbau runden die guten Noten für den Joie i-Spin ab.

Ab Januar 2020 wird neben dem i-Spin 360 auch noch das Modell Joie i-Spin Safe verfügbar sein. Diese Version wird nur rückwärts nutzbar sein, gegenüber dem aktuellen Modell überarbeitet werden und dann auch das Plustest-Siegel haben.

Kindersitzhersteller Joiebaby Logo
drehbarer Reboarder von Joie: i-Spin in rot
Joie i-Spin 360
Daten zum Joie i-Spin 360
Zulassung:i-Size
Größe des Kindes:ab 40 bis 105 cm
Fahrtrichtung:
rückwärts von 40 bis 105 cm
 vorwärts von 76 bis 105 cm (ab 15 Monaten)
Einbau des Kindersitzes:
mit Isofix
Maximales Gewicht des Kindes:19 kg
Gewicht des Kindersitzes:
8,5 kg

Kindersitze für Kinder bis ca. 12 Jahre im Test

Kindersitze bis 12 Jahre gibt es in verschiedenen Varianten: zugelassen in der Gruppe 2/3 von 15 bis 36 kg, als gruppenübergreifende Kindersitze der Gruppen 1/2/3 oder zur Verwendung ab Geburt bis zum Ende der Kindersitzpflicht (Gruppe 0+/1/2/3). Im aktuellen Kindersitztest wurden verschiedene Modelle getestet und überprüft.

Besonders interessant sind die Ergebnisse des Britax Römer Kidfix² S und die des Joie Verso. Der Kidfix² S ist ein Kindersitz, bei dem die Rückenlehne ab einer bestimmten Körpergröße entfernt werden kann und das Unterteil des Sitzes in der Folge als reines Sitzkissen verwendet wird. Der Verso ist ein rückwärtsgerichteter Kindersitz, der ab Geburt zugelassen ist und ab 15 kg in einen Folgesitz (Sitzerhöhung mit Rückenlehne) umgebaut werden kann.

Britax Römer Kidfix² S: Keine Rückenlehne = kein Seitenschutz

Der KIDFIX ist ein Klassiker von Britax Römer. Es gibt diesen Kindersitz schon seit vielen Jahren und er wird immer wieder überarbeitet und verbessert. Die Kidfix-Sitze sind als Folgesitze von 15 bis 36 kg konzipiert, Ihr Kind wird bei dieser Kindersitzgruppe gemeinsam mit dem Sitz mit dem Autogurt angeschnallt. Zusätzlich können die Kidfix-Sitze am Isofix des Fahrzeugs befestigt werden. Dies erhöht die Stabilität in der Kurve und damit auch die Sicherheit.

Mit den Modellen Britax Römer KIDFIX² S und KIDFIX² R kamen vor einiger Zeit zwei Varianten des KIDFIX II auf den Markt, bei denen ab 22 kg / 125 cm (beides muss erfüllt sein) die Rückenlehne entfernt werden kann. Das Entfernen der Lehne ist technisch bei vielen Kindersitzen möglich, erlaubt ist es allerdings in der Regel nicht. Sollten Sie die Lehne bei Ihrem eigenen Kindersitz entfernt haben, sollten Sie deshalb am besten jetzt gleich in der Anleitung nachlesen, ob diese Verwendung überhaupt vorgesehen und zugelassen ist. Außerdem lohnt sich das Lesen unserer weiteren Ausführungen, denn mit dem Abnehmen der Lehne entfällt auch der wichtige Seitenaufprallschutz, den der Kindersitz mit Rücken- und Kopfteil bietet.

Kidfix² S: mit Rückenlehne gut, ohne Lehne gefährlich

Der ADAC hat den KIDFIX² S mit dem Q 6-Dummy sowohl mit als auch ohne die Rückenstütze seitlich gecrasht. Als vollwertiger Sitz erreichte der Kindersitz dabei im Seitenaufpralltest sehr gute Noten, als reines Sitzkissen versagte er jedoch auf ganzer Linie. Testurteil: mangelhaft. Gemittelt bekam er so auf eine 3,9 und bekam damit das schlechteste Sicherheitsergebnis, das ein KIDFIX-Modell je erhielt. 

Wenig erstaunlich allerdings, wenn wir uns die Seitencrash-Sequenzen aus dem Video des ADAC ansehen:

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Britax Römer Kindersitzhersteller Deutschland Babyschalen Reboarder Kindersitze Logo
grauer Folgesitz von Britax Römer
Britax Römer Kidfix² S
Britax Römer Kidfix² S

Kopf und Oberkörper prallen bei einer seitlichen Kollision ungeschützt an die Autotüre bzw. an das Fenster. Dies kann zu schwerwiegenden Kopfverletzungen führen. Ganz anders mit der Rückenlehne: Wird der Britax Römer Kidfix² S als vollwertiger Sitz genutzt, so schützt er Ihr Kind – ebenso wie die anderen Kidfix-Modelle – sowohl im Frontal- als auch im Seitencrash sehr gut. Wir empfehlen Ihnen aus diesem Grund, den Kidfix² S ausnahmslos mit Lehne zu nutzen, denn nur so sitzt Ihr Kind bei einem Seitenaufprall wirklich sicher.

Auch bei einem Frontalaufprall profitiert Ihr Kind von der Rückenstütze: Zwar ist der Wert für die Kopfvorverlagerung ohne die Lehne geringer und ein Anprall des Kopfes am Vordersitz bei der Nutzung des Sitzkissens ohne Lehne unwahrscheinlicher, die Nackenbelastungskräfte indes sind beim Kidfix² S mit Lehne deutlich niedriger. Ein Grund mehr, den Sitz nur mit der Rückenstütze zu nutzen. 

Daten zum Britax Römer KIDFIX² S
Zulassung:ECE R 44/04
Fahrtrichtung:
vorwärts
Einbau des Kindersitzes:
mit Autogurt, optional mit zusätzlicher Verankerung am Isofix
Gewicht des Kindes:15 bis 36 kg
Gewicht des Kindersitzes:
7,2 kg

GB Everna Fix: vorwärts in den Gruppen 1, 2 und 3

Der Everna Fix von goodbaby ist ein Kindersitz, der ab 9 bis 36 kg in Fahrtrichtung genutzt wird. Das heißt, er umfasst die Kindersitzgruppen 1, 2 und 3. In Gruppe 1 sitzt das Kind vorwärts und wird von einem 5-Punkt-Gurt gehalten, in der Gruppe 2/3 werden Sitz und Kind gemeinsam mit dem Autogurt angeschnallt. Der Everna Fix benötigt beim Einbau in beiden Varianten Isofix und eine Toptether-Halterung.

In der Sicherheit schneidet der Everna Fix mit einer 3,1 im Frontalcrash nur befriedigend ab, das Verletzungsrisiko bei diesem Sitz ist bei einem Frontalaufprall lediglich durchschnittlich.

Sicherer sitzt Ihr Kind in einem Reboarder

Da wir empfehlen, Kinder möglichst lange rückwärts und damit besonders sicher im Auto zu transportieren, raten wir Ihnen dazu, mindestens bis zum 4. Geburtstag (und gerne auch länger) einen Reboardkindersitz zu verwenden.

Vorwärtskindersitz von goodbaby blau
gb Everna Fix
Daten zum GB Everna FIX
Zulassung:ECE R 44/04
Fahrtrichtung:
vorwärts
Kindersitzgruppen:
  • Gruppe 1 vorwärts von 9 bis 18 kg (mit Isofix und Toptether)
  • Gruppe 2/3 vorwärts von 15 bis 36 kg (Kind und Sitz werden mit Autogurt gesichert, der Sitz zusätzlich mit Isofix und Toptether)
Gewicht des Kindes:15 bis 36 kg
Gewicht des Kindersitzes:
12,4 kg

Joie Verso: DER Kindersitz für alle Größenklassen?

Auch im Kindersitztest 2019 vertreten: der Joie Verso. Beim Verso handelt es sich um einen Reboarder für Kinder zwischen 0 und 18 Kilogramm, der ab einem Gewicht von 15 Kilogramm nach vorne gedreht und bis 36 kg als Folgesitz (Kind und Sitz werden mit dem Autogurt angeschnallt) genutzt werden kann. In der Gruppe 2/3 kann er außerdem zusätzlich ans Isofix eingehakt werden und steht so noch etwas stabiler im Fahrzeug. Der Verso ist als All-in-One-Sitz konzipiert, in diesem Kindersitz soll ein Baby genauso bequem und sicher transportiert werden können wie ein Kind mit 12 Jahren bzw. 150 cm Körpergröße.

Auf die Testwerte des Joie Verso waren wir sehr gespannt, denn bauähnliche Sitze der Marke hatten in zurückliegenden Kindersitztests lediglich ausreichende Werte im Bereich Sicherheit erreicht: Testergebnis Joie Every Stage FX bzw. Testergebnis Joie Every Stage.

Sicherheitswerte des Joie Verso

Anders als Reboarder, die mit einem Stützfuß oder einer Toptetherhalterung bzw. einem Überrollbügel und / oder Spanngurten im Fußraum ausgestattet sind, fehlen diese Sicherheitsmerkmale beim Verso gänzlich. Dieser Kindersitz wird, ähnlich wie eine Babyschale, rein vom Autogurt gehalten und dies führt leider auch dazu, dass der Verso, rückwärts eingebaut, im Frontalcrashtest lediglich eine Sicherheitsnote von 2,7 erreicht.

Sicherheitswerte für den rückwärtsgerichteten Einbau

Anders als bei einer Babyschale wird der Verso nicht mit dem Q 1- oder dem Q 1,5-Dummy getestet, sondern mit Q 3. Dieser Dummy hat die Maße und Proportionen eines ca. 3-jährigen Kindes (ca. 98,5 cm / ca. 14,6 kg), er ist also deutlich größer und schwerer als die kleinen Dummies. Entsprechend verändert sich auch der Schwerpunkt des Sitzes und auch die Kraft, die auf den Dummy wirkt, ist weiter von der Befestigung des Sitzes entfernt als bei einem Baby in einer Babyschale.

Die reine Gurtbefestigung führt im Test zu folgendem Bild: Im Frontalcrashtest verlagert sich der Kopf des Q3-Dummies weit nach vorne oben. Dementsprechend groß ist der Zug auf Kopf und Nacken, die Belastungswerte liegen zwischen 1500 und 2000 N (aufrecht bzw. liegend). Diese Werte wären für einen Vorwärtssitz gut, für einen Reboarder sind sie im Vergleich leider nur mäßig. Es besteht außerdem die Gefahr, dass der Kopf des Kindes am Vordersitz anschlägt. Der Sitz erhält deshalb auch für die gemessenen Werte bei der Kopfverlagerung nur die Note „ausreichend“.

Kindersitzhersteller Joiebaby Logo
Reboarder und Folgesitz von Joie
Joie Verso
Daten zum Joie Verso
Zulassung:ECE R 44/04
Fahrtrichtung:
rückwärts: 0 – 18 kg
 vorwärts:15 – 36 kg
Gewicht des Kindes:0 bis 36 kg
Gewicht des Kindersitzes:
9,5 kg

Sicherheitswerte für den Einbau als Folgesitz

Auch als Folgesitz erreicht der Joie Verso im Frontalcrashtest beim Einbau mit Autogurt und zusätzlicher Verankerung am Isofix nur die Note 3,0. Im Vergleich zu anderen guten Folgesitzen in unserem Sortiment nur ein durchschnittlicher Wert. Sie können dieses Ergebnis mit den Noten der seit 2015 getesteten Gruppe 2/3-Sitze in unserer Folgesitzübersicht hier abgleichen: Sicherheitswerte aller seit 2015 getesteten Folgesitze.

Unser Fazit zum Joie Verso

ADAC und ÖAMTC kommen in ihrem Urteil zu folgendem Schluss:

"Die Idee, mehrere Gewichtsklassen mit einem Sitz abzudecken ist zwar gut, die Umsetzung jedoch ein Kompromiss mit Einschränkungen in allen Klassen."

ADAC e. V / ÖAMTC

Wir müssen dem leider beipflichten und können den Verso weder als Reboarder noch als Folgesitz empfehlen. Rückwärts genutzt sind die Nackenbelastungskräfte für einen Reboarder vergleichsweise hoch, die Kopfverlagerung ebenso. Wer sein Kind sicher rückwärts transportieren will, sollte deshalb nach Möglichkeit auf einen anderen Reboardkindersitz zurückgreifen. Wir haben bislang für jedes Auto mit Staufach-Problem oder auch für Wohnmobile immer eine sichere Lösung für kleine und große Kinder finden können.

Als Folgesitz schneidet der Verso im Crash leider auch nur durchschnittlich ab. Dazu kommt, dass die Rückenlehne vergleichsweise kurz ist und es sein kann, dass Ihr Kind nicht bis zum Ende der Kindersitzplicht in den Verso passt.

Renolux Renofix: gute Ergebnisse für diesen Kindersitz

Überraschend gut im Kindersitztest 2019 schneidet der Folgesitz Renofix der Marke Renolux ab. Mit Noten von 2,5 im Frontalaufpralltest und 1,8 im Seitencrashtest kann dieser Kindersitz mit Sitzen anderer, in Deutschland bekannterer, Hersteller gut mithalten – und das trotz seines vergleichsweise hohen Gewichts von 8,4 Kilogramm.

Auch in den Bereichen Bedienung und Ergonomie überzeugt der Renofix. Besonders sticht die sehr gute Polsterung dieses Kindersitzes hervor. Kein Wunder, denn Renolux verwendet bei der Herstellung des Sitzes eine spezielle Schaumtechnologie, die für besonders hohen Komfort sorgt.

Eine glatte 1,0 im Schadstofftest rundet das gute Ergebnis des Renolux Renofix ab.

 

Daten zum Renolux Renofix
Zulassung:ECE R 44/04
Fahrtrichtung:
vorwärts
Sitzeinbau:
mit Autogurt, optional mit zusätzlicher Verankerung am Isofix
Gewicht des Kindes:15 bis 36 kg
Gewicht des Kindersitzes:
8,4 kg
Renolux Renofix Kindersitze
Folgesitz Gruppe 2/3 von Renolux, rot
Renolux Renofix

Unser Fazit zum Kindersitztest 2019

Wie immer war der Blick in die Detailergebnisse dieses Kindersitztests sehr spannend für uns. 

Wir haben viel über Testergebnisse und Noten gesprochen und geschrieben. Das ist wichtig, denn wir wünschen uns, dass unsere und auch Ihre Kinder besonders sicher im Auto mitfahren. Was Sie dabei allerdings nicht vergessen dürfen, ist, dass der Kindersitz für Ihr Kind nur dann sicher ist, wenn er optimal zu Ihrem Kind und in Ihr Auto passt.

Kaufen Sie deshalb nicht blind den Testsieger. Besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Fachhändler für Kindersitze, bei dem Ihr Nachwuchs in verschiedenen Sitzen probesitzen kann. Nutzen Sie außerdem die Möglichkeit eines Probeeinbaus des Sitzes in Ihr Auto, damit Sie sich auch selbst davon überzeugen können, dass der Wunschkindersitz optimal zu Ihrem Kind, zu Ihrem Fahrzeug und auch zu den Bedürfnissen der anderen Mitfahrer*innen passt.

Wir wünschen Ihnen stets eine sorgen- und unfallfreie Fahrt!

Kindersitztest 2019: Die Zusammenfassungen der Testinstitute

In den Videos lassen wir noch einmal die Testinstitute ADAC und ÖAMTC zu Wort kommen:

Statement des ADAC zum Kindersitztest 2019 (Herbst)

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Statement des ÖAMTC zum Kindersitztest 2019 (Herbst)

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Noch mehr über den Kindersitztest 2019 erfahren?

Autor: Kerstin
Autor: Kerstin

Onlinemarketingmanagerin bei Familie Bär
Kerstin ist der Onlinemarketingbär im Team von Familie Bär. Sie schreibt leidenschaftlich gerne Texte und hält mit sechs zeitgleich rückwärts fahrenden (eigenen) Kindern im selben Auto den inoffiziellen Rekord unter den Reboardeltern.

Als Mama von zwei Mädchen und fünf Jungs, von denen der Älteste bereits im Jahr 2010 in einem Reboardkindersitz saß, verfügt sie über reichlich Kindersitzfachwissen, das sie in ihren Blogartikeln gerne mit anderen teilt.

Kerstin liebt es, Dinge zu hinterfragen und ist deshalb unter anderem für unsere Analysen zum ADAC Kindersitztest zuständig. Wenn sie nicht gerade mit dem ADAC telefoniert, setzt sie sich dafür ein, dass auch Playmobilmännchen in den ersten vier Lebensjahren rückwärts fahren.

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Kommentare zum Kindersitztest 2019

Maxi-Cosi: Babyschale Coral (Produktvorstellung)

Maxi-Cosi: Coral, die neue i-Size-Babyschale auf dem Markt

Auf der Suche nach Wegen, das Tragen der Babyschale für Eltern angenehmer zu gestalten, gehen die Hersteller verschiedene Wege: Angefangen vom sehr leichten Eigengewicht der Schale bis hin zu Systemen mit Rädern gibt es verschiedene Lösungen auf dem Markt. Maxi-Cosi stellte im September 2019 mit seiner Babyschale Coral ein neues System vor, welches auf der Kind+Jugend-Messe 2019 in Köln den diesjährigen Innovations Award in der Kategorie World of Travelling Kids gewonnen hat.

Was ist das Besondere an der Babyschale Maxi-Cosi Coral?

Die Coral von Maxi-Cosi besteht aus zwei Teilen. Besonders praktisch: Das Innere der Babyschale kann durch einen einfachen Knopfdruck vom Sicherheitsrahmen getrennt und separat aus diesem herausgehoben werden. Das Inlet wiegt einzeln nur 1,7 kg und ist damit sehr leicht und einfach zu tragen.

Eltern haben so die Möglichkeit, ihr schlafendes Kind aus dem Auto herauszunehmen, ohne die schwere Schale schleppen zu müssen. Das Innenleben ist nicht nur ein Leichtgewicht, sondern ist durch die beiden Kordeln an den Seiten, an denen es angehoben wird, auch wesentlich handlicher und bequemer zu tragen als eine sperrige Babyschale.

Trotz des geringen Gewichts ist das Trageschale durch die Unterseite aus Kunststoff so formstabil, dass Sie sie abstellen können ohne Sorge zu haben, dass die Schale umkippt. Auf dem Boden stehend bietet Coral Ihrem Baby zudem eine relativ flache Liegeposition.

  • Zulassung nach UN ECE R 129 (i-Size) für Babys zwischen 40 und 75 cm bis maximal 13 Kilogramm

  • Einbau mit dem Autogurt oder auf der Isofix-Basisstation FamilyFix 3 (auch kompatibel mit der 3wayFix-Base)

  • Internes 3-Punkt-Gurtsystem

  • Herausnehmbarer Innenträger (nur 1,7 kg)

  • Inklusive Neugeboreneneinlage (bis 60 cm Körpergröße)

  • Babyschale mit Flugzulassung

Maxi Cosi Coral Babyschale i-Size mit Innenträger
Babyschale Maxi-Cosi Coral auf der Kind+Jugend 2019

Maxi-Cosi Coral: sicherer dank i-Size-Zulassung

Für Kinder zwischen 40 und 75 cm bis maximal 13 kg zugelassen, bietet die Maxi-Cosi Coral für junge und kleine Babys auch eine Neugeboreneneinlage, welche für Babys zwischen 40 und 60 cm genutzt werden darf.

Die Babyschale kann sowohl mit dem 3-Punkt Gurt des Fahrzeugs als auch auf einer kompatiblen Isofix-Basisstation genutzt werden. Coral ist gemeinsam mit der Family Fix 3-Base zugelassen und zudem mit der 3wayFix-Basisstation kompatibel.

Weitere Vorzüge der Maxi-Cosi Coral

Der Liegewinkel in der Babyschale wirkt auf den ersten Blick recht flach und durch den Verkleinerer auch sehr ergonomisch, was wir begrüßen.

Das Sonnenverdeck der Coral ist unabhängig vom Überrollbügel verstellbar und bietet Kindern so Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung. Die Maxi-Cosi Coral verfügt, wie die meisten Babyschalen der Marke, über einen internen 3-Punkt Gurt, welcher mithilfe eines zentralen Gurtstraffers fest gezogen und durch das Betätigen des Gurtlösers an der Vorderseite der Babyschale wieder gelockert wird.

Das Herausnehmen und anschließende Hineinsetzen Ihres Kindes in die Babyschale erleichtert das verbaute „Easy Out“-Gurtsystem, das die Gurte geöffnet hält, so dass sie nicht im Weg sind, wenn Sie Ihr Kind aus der Schale nehmen oder es hineinsetzen. Auch auf Reisen wird die Babyschale ein praktischer Begleiter sein, denn sie verfügt über eine Flugzulassung. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind auch im Flugzeug mit der Babyschale anzuschnallen, um angenehm und sicher zu reisen.

Unser Fazit zur Babyschale Maxi-Cosi Coral

Maxi-Cosi ist es gelungen, mit der Babyschale Coral ein innovatives Konzept zu entwickeln. Die Verarbeitung der i-Size-Babyschale ist hochwertig und die Handhabung durchdacht. 

Wir sind gespannt, ob das Konzept auch unsere kleinen und großen Kunden überzeugen wird.

Maxi-Cosi Coral wird in folgenden Farben erhältlich sein:

Maxi Cosi Babyschale Coral alle Farben 2020

Maxi-Cosi Coral wird ab Ende November 2019 auf dem Markt erhältlich sein.
Die UVP liegt bei 299 € (zzgl. Basisstation)

Fotos und Videos zur Maxi-Cosi Coral

Baby Innenträger Maxi Cosi Coral
Baby im Innenträger der Babyschale Maxi-Cosi Coral
Babyschale Maxi Cosi Coral tragen
Ein Leichtgewicht: Unsere Christiane mit der Trageschale
Maxi-Cosi Coral mit Inlet
60 cm-Baby in der Coral (mit Baby-Inlet)
Babyschale Coral mit Baby
60 cm-Baby in der Coral (ohne Baby-Inlet)

Videos zur Babyschale Maxi-Cosi Coral

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Kerstin

Onlinemarketingmanagerin bei Familie Bär
Kerstin ist der Onlinemarketingbär im Team von Familie Bär. Sie schreibt leidenschaftlich gerne Texte und hält mit sechs zeitgleich rückwärts fahrenden (eigenen) Kindern im selben Auto den inoffiziellen Rekord unter den Reboardeltern.

Als Mama von zwei Mädchen und fünf Jungs, von denen der Älteste bereits im Jahr 2010 in einem Reboardkindersitz saß, verfügt sie über reichlich Kindersitzfachwissen, das sie in ihren Blogartikeln gerne mit anderen teilt.

Kerstin liebt es, Dinge zu hinterfragen und ist deshalb unter anderem für unsere Analysen zum ADAC Kindersitztest zuständig. Wenn sie nicht gerade mit dem ADAC telefoniert, setzt sie sich dafür ein, dass auch Playmobilmännchen in den ersten vier Lebensjahren rückwärts fahren.
Kerstin

Swandoo: Babyschale Albert und Kindersitz Marie

Swandoo: Babyschale Albert und Reboarder Marie

Neue Marken haben es meist zunächst nicht leicht auf dem Markt für Kindersitze – insbesondere, wenn die produzierten Sitze und Babyschalen einen außergewöhnlichen Look haben. Die Babyschale Swandoo Albert i-Size, benannt nach Albert Einstein, ist bereits in unserem Kindersitzsortiment erhältlich, wir möchten sie an der Stelle aber noch einmal genauer vorstellen.

Außerdem zeigen wir im Artikel auch den Reboardkindersitz Swandoo Marie i-Size, den wir uns auf der Kind+Jugend Messe in Köln ansehen konnten. 

Swandoo Albert: Perfekter Schutz für die Allerkleinsten

Für Kinder zwischen 40 und 85 cm sowie bis zu einem Maximalgewicht von 13 kg zugelassen bietet der Albert von Swandoo Eltern einige für Babyschalen seltene, aber sehr interessante Funktionen. 

  • Zulassung nach UN ECE R 129 (i-Size) für Babys zwischen 40 und 85 cm bis maximal 13 Kilogramm

  • Einbau mit dem Autogurt oder auf der Isofix-Basisstation Albert i-Size Isofix-Base

  • Internes 3-Punkt-Gurtsystem mit einzelnen Gurtstraffern an beiden Gurten

  • Beleuchtete Gurtführungen für eine einfachere Installation im Dunkeln

  • Inklusive Neugeboreneneinlage

Babyschale Swandoo Albert Forest Fruits pink
Swandoo Albert i-Size in der Farbe Forest Fruits (Kollektion 2020)

Der Swandoo Albert wird mit einem Einsatz für die Allerkleinsten geliefert, so dass er auch zarte und junge Kinder optimal schützen kann und ihnen eine ergonomische Liegeposition ermöglicht. Der Einsatz aus Memory-Foam umschließt das Baby und schützt es so optimal.

Zwei einzelne Gurtstraffer statt eines zentralen Gurtbands

Das interne 3-Punkt Gurtsystem unterscheidet sich stark von den meisten auf dem Markt erhältlichen Babyschalen, denn statt einem zentralen Band zum Straffen der Gurte werden diese beim Swandoo Albert manuell einzeln fest gezogen. Hierfür haben die Schultergurte jeweils eine Schnalle, an der sie individuell an den Körper des Kindes angepasst werden können. Diese Art des Gurtsystems soll eine Gurtlose (→ Misuse bei Babyschalen) verhindern und das feste Anschnallen des Kindes in der Babyschale erleichtern sowie weniger fehleranfällig gestalten.

Flexibel mit der Albert i-Size Basisstation

Die Swandoo Albert i-Size kann mit dem 3-Punkt-Autogurt befestigt werden. Optional können Sie für die Babyschale Swandoo Albert auch die zugehörige Isofix-Basisstation nutzen. Diese erleichtert Ihnen die Verwendung der Babyschale im Alltag insbesondere bei häufigerem Ein- und Ausbauen aus dem Fahrzeug. Das manchmal lästige und vor allem auch fehleranfällige Anschnallen fällt weg, denn Sie können die Babyschale mit einem einzigen Handgriff auf der Basisstation einrasten bzw. lösen.

Die Babyschale ist mit vielen Kinderwagengestellen kompatibel und damit auch für kurze Wege außerhalb des Autos ein praktischer Begleiter.

Durchdachte Funktionen für den Alltag mit Baby

Ein Sonnendach, welches sich schnell und einfach bis über den Griff der Babyschale spannen lässt, schützt Ihr Kind mit UPF 50+ vor Sonneneinstrahlung, Wind und anderen äußeren Einflüssen.

Besonders toll und innovativ: bei einer Gurtbefestigung erleichtern beleuchtete Gurtführungen den Einbau in der Dämmerung oder im Dunkeln enorm und verhindern eine falsche Montage der Babyschale.

Auf der Kind+Jugend Messe 2019 in Köln wurde zudem die Premium-Variante des Swandoo Albert mit einem einzigartigen neuen Tragebügel vorgestellt. Der Kunststoff des Bügels verfärbt sich bei zu großer Hitze im Fahrzeug oder auch unterwegs leuchtend rot und signalisiert Eltern so, dass die Gefahr einer Überhitzung besteht.

Unser Fazit:

Mit dem Albert i-Size hat die relativ neue Kindersitzmarke Swandoo bereits ein durchdachtes Produkt auf den Markt gebracht, welches erste Praxistests in unserem Kindersitzgeschäft bereits erfolgreich bestehen konnte.

Swandoo Marie i-Size: Ein neuer drehbarer Reboarder

  • Zulassung nach R 129 (i-Size) für Kinder zwischen 40 und 105 cm (maximal 18 Kilogramm)

  • Einbau mit Isofix entgegen der Fahrtrichtung (ab 40 bis 105 cm) oder in Fahrtrichtung (ab 15 Monaten und mind. 76 cm)

  • Um 360 Grad drehbarer Kindersitz

  • 12-fach in der Höhe anpassbare Kopfstütze, die sich gemeinsam mit dem Gurtsystem verstellt

  • Je vier Sitzpositionen (rückwärts und vorwärts)

  • Markierung an der Kopfstütze, die als Anhaltspunkt für die Höhe der Augen des Kindes dient

  • Magnetische Gurthalter zum einfacheren Ein- und Ausstieg aus dem Kindersitz

  • inklusive Neugeboreneneinlage

360 Grad drehbarer Reboardkindersitz von Swandoo
Swandoo Marie i-Size auf der Kind+Jugend Messe in Köln 2019

Mit seinem um 360° drehbaren Reboarder Marie i-Size bringt der Kindersitzhersteller Swandoo nach der Babyschale Albert ein spannendes neues Produkt auf den Markt. Benannt sind die Kindersitze nach berühmten Forschern, so bezieht sich der Name Marie auf Marie Curie und soll die Genialität der Kindersitze unterstreichen.

Zugelassen nach R129 ist der i-Size Kindersitz für Kinder zwischen 40 und 105 cm und bis maximal 18 kg nutzbar, ab 15 Monaten und einer Mindestgröße von 76 cm kann der Sitz auch vorwärts verwendet werden. Wir empfehlen jedoch für das Maximum an Sicherheit, den Sitz ausschließlich entgegen die Fahrtrichtung gedreht zu nutzen.

i-Size Reboardkindersitz von Swandoo
Angaben zur richtigen Verwendung der Swandoo Marie i-SIze

Für einen zusätzlichen Seitenaufprallschutz sorgt der aufsteckbare „Side Impact Buddy“, der bei einem Seitenaufprall entstehende Kräfte dämpft. Die Kopfstütze aus Memory-Foam umschließt den Kopf Ihres Kindes und passt sich ihm an, so ist das empfindlichste Körperteil bei einem Unfall optimal geschützt.

So wird Marie von Swandoo eingebaut 

Der Einbau des Kindersitzes Swandoo Marie ist durch die Befestigung am Isofix-System schnell und einfach. Insbesondere die herausziehbaren Isofix-Konnektoren sind hier nennenswert, denn diese erleichtern den Einbau in Fahrzeugen mit tief liegendem oder schlecht erreichbarem Isofix enorm. Der Überrollbügel und der Stützfuß des Unterbaus sind wichtige Sicherheitsfeatures, welche bei einem Unfall entstehende Kräfte abfangen. Der Stützfuß leitet die bei einem Aufprall wirkenden Kräfte in den Boden des Fahrzeuges ab. Deshalb muss sichergestellt werden, dass er stets fest und sicher aufsteht. Die hochgezogene Anprallplatte muss an der Rückenlehne des Sitzes, auf dem Marie steht, fest anliegen, denn sie verhindert bei einem Rebound das Aufsteigen des Sitzes gegen die Rückbank.

Was kann die Marie von Swandoo sonst noch?

Durch den im Lieferumfang inbegriffenen Neugeboreneneinsatz ist Swandoo Marie grundsätzlich als Kindersitz ab Geburt konzipiert, wir empfehlen jedoch, zunächst eine Babyschale zu nutzen, da diese besser auf die Bedürfnisse eines Babys abgestimmt ist und in aller Regel eine ergonomischere Liegeposition bietet.

Maries Kopfstütze lässt sich in 12 Höhen verstellen und wird so gemeinsam mit dem Gurtsystem auf die korrekte Höhe für Ihr wachsendes Kind eingestellt. Eine Markierung der Augenhöhe erleichtert Ihnen die Einstellung, denn sie zeigt an, auf welcher Höhe die Kopfstütze justiert werden sollte.

Markierung Augenhöhe Kopfstütze

Um den Sitz auch vorwärts drehen zu können, muss die Kopfstütze eine bestimmte Höhe erreicht haben. Die Taste zum Betätigen der Drehfunktion befindet sich am hinteren Teil der Sitzbasis, was den Swandoo Marie auch für 3-Türer zu einer praktischen Lösung machen kann. Der Hebel an der Vorderseite der Sitzschale ermöglicht es Ihnen, den Sitz in eine der vier Ruhepositionen zu verstellen und so stets die passende Neigung für Ihr Kind auszuwählen, egal ob es schläft oder aufrecht die Welt aus dem Autofenster betrachten möchte.

Besonders praktisch sind die magnetischen Gurthalter an der Unterseite der Kopfstütze. Befestigen Sie – nachdem Sie die Gurte zum Abschnallen verlängert haben – einfach die Schulterpolster daran, um Ihr Kind noch einfacher aus dem Reboarder nehmen zu können. Wenn Sie Ihr Kind wieder in den Kindersitz setzen, sind die Gurte so nicht im Weg und müssen nicht mühsam unter dem Kind herausgezogen werden.

Unser Fazit zur Swandoo Marie i-Size

Mit Marie ist Swandoo ein durchdachter und funktionaler Reboardkindersitz gelungen, in dem Kinder bis zu einer Größe von 105 cm rückwärts und damit besonders sicher transportiert werden können.

Wir sind gespannt auf einen Praxistest des neuen Reboarders und natürlich auch auf die Crashtest-Werte.

Swandoo Marie i-Size wird voraussichtlich ab November 2019 erhältlich sein.
Die UVP liegt bei 489 €.

Kerstin

Onlinemarketingmanagerin bei Familie Bär
Kerstin ist der Onlinemarketingbär im Team von Familie Bär. Sie schreibt leidenschaftlich gerne Texte und hält mit sechs zeitgleich rückwärts fahrenden (eigenen) Kindern im selben Auto den inoffiziellen Rekord unter den Reboardeltern.

Als Mama von zwei Mädchen und fünf Jungs, von denen der Älteste bereits im Jahr 2010 in einem Reboardkindersitz saß, verfügt sie über reichlich Kindersitzfachwissen, das sie in ihren Blogartikeln gerne mit anderen teilt.

Kerstin liebt es, Dinge zu hinterfragen und ist deshalb unter anderem für unsere Analysen zum ADAC Kindersitztest zuständig. Wenn sie nicht gerade mit dem ADAC telefoniert, setzt sie sich dafür ein, dass auch Playmobilmännchen in den ersten vier Lebensjahren rückwärts fahren.
Kerstin

Kindersitztest 2019/1: Das sind die Ergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC

ADAC-Kindersitztest 2019 (Frühjahr)

21. Mai: Im aktuellen Kindersitztest 2019 (Frühjahr) prüften Stiftung Warentest, der deutsche ADAC, der österreichische ÖAMTC und die Kollegen vom TCS in der Schweiz wieder viele verschiedene Kindersitzmodelle.

Neben Babyschalen durchliefen auch Reboarder, gruppenübergreifende Kindersitze und Folgesitze für große Kinder die Prüfungen zur Sicherheit, Bedienung und Ergonomie. Externe Labore prüften im Namen von Stiftung Warentest alle Kindersitze auf Schadstoffe.

Kindersitztest 2019: Diese Babyschalen und Kindersitze wurden getestet

Mit einem Klick auf den Namen des Kindersitzes kommen Sie direkt zum Testergebnis:

Babyschalen im Kindersitztest 2019:


Reboarder, zum Teil mit Vorwärtsfahrfunktion:


Vorwärtsgerichtete Kindersitze (Gruppe 1), gruppenübergreifende Sitze (Gruppe 1/2/3) und Folgesitze der Gruppe 2/3:

Babyschalen und Kindersitze im Maitest 2019
Im Kindersitztest 2019: Babyschalen und Autokindersitze für kleine und große Kinder

Kindersitztest 2019 (Mai): Das sind die Ergebnisse

Erfreulich: Bis auf zwei Kindersitze haben alle getesteten Modelle den ADAC-Kindersitztest 2019 bestanden. Der TobiFix von Maxi-Cosi und die Babyschale Oasys i-Size erhalten allerdings das Testurteil „nicht empfehlenswert“.

Sehen wir uns zunächst die Babyschale Chicco Oasys i-Size an, vor der die Stiftung Warentest und der ADAC bereits vor einigen Wochen warnten. Wir sehen in den Videos auch deutlich das Problem:

Chicco Oasys i-Size: Verwenden Sie diesen Kindersitz nicht weiter!

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Die Crashtests für die Mai-Veröffentlichung finden jeweils bereits im März und April des Jahres statt. Die Babyschale Chicco Oasys i-Size befand sich unter den Testkandidaten und versagte kläglich: Beim Frontalcrashtest brach eine Plastikstrebe aus dem Gurtschloss. In der Folge riss der komplette Gurt aus der Schrittgurt-Verankerung und der Dummy wurde aus dem Sitz geschleudert. Es besteht Lebensgefahr!

Freiwilliger Austausch Chicco Oasys i-Size

Sollten Sie diese Babyschale besitzen, verwenden Sie sie auf keinen Fall weiter und wenden Sie sich an den Hersteller. Chicco führt für die Oasys Sitze, die zwischen dem 27. September 2018 und dem 04. April 2019 ausgeliefert wurden, einen Austausch durch. Ob Ihre Schale betroffen ist, erkennen Sie an der Seriennummer der Schale auf dem Zulassungsetikett. Betroffen sind Babyschalen mit den Nummern 00008139 bis 00013590.

Maxi-Cosi TobiFix: Durchgefallen wegen zu hoher Schadstoffbelastung

Den Kindersitztest auch nicht bestanden hat der TobiFix von Maxi-Cosi. Dieser Kindersitz, der für Kinder zwischen 9 und 18 kg zugelassen ist und ausschließlich vorwärtsgerichtet in das Auto eingebaut werden kann, wurde wegen einer hohen Schadstoffbelastung im Bezug mit „nicht empfehlenswert“ bewertet. Beim gefundenen Schadstoff handelt es sich um das Flammschutzmittel TCPP. Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein und hat in einem Kindersitzbezug nichts zu suchen.

Maxi-Cosi kann sich den Fund dieses Schadstoffs nicht erklären und schreibt dazu auf seiner Fanpage:

"Stiftung Warentest hat den Maxi-Cosi TobiFix in vier unterschiedlichen Kategorien getestet (Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe). Der TobiFix erhielt gute Testergebnisse in den Kategorien Sicherheit, Handhabung und Ergonomie. In der Kategorie Schadstoffe wurde er jedoch abgewertet. Obwohl unsere Qualitätskontrolle keine solchen Substanzen feststellen konnte, haben wir direkt nach der Veröffentlichung der Ergebnisse durch Stiftung Warentest eine zusätzliche unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben, um das Vorhandensein von Chemikalien im TobiFix zu überprüfen."

Die hohen Schadstoffwerte wirken sich direkt auf das Gesamtergebnis des Tests aus: der TobiFix besteht diesen nicht.

Im Bereich der Sicherheit errechnet der ADAC ansonsten ein „Gut“. Wir können Ihnen diesen Kindersitz dennoch nicht empfehlen, da Ihr Kind im TobiFix ausschließlich vorwärtsgerichtet fahren kann. Hierbei werden das Genick und der Kopf des Kindes bei einem Crash deutlich stärker belastet als in einem Reboarder. Sie erkennen dies auch an der lediglich befriedigenden Wertung (2,6) des Maxi-Cosi TobiFix im Frontalcrashtest.

Babyschalen im Kindersitztest 2019

getestete Babyschalen ADAC Kindersitztest 2019

Gut die Hälfte aller Kindersitze im aktuellen Test waren Babyschalen. Neben der Oasys i-Size von Chicco prüfte Stiftung Warentest außerdem die Pixel von Avionaut, die Cloud Z i-Size von Cybex, die Pebble Pro i-Size von Maxi-Cosi, die Peg Perego Viaggio i-Size, die BeOne SP von Nania und die Maxi-Cosi Jade, eine Kinderwagenwanne, die zeitgleich als Autositz genutzt werden kann.

Auf die interessantesten Ergebnisse des Kindersitztests werden wir, wie in der Vergangenheit schon, im Folgenden noch genauer eingehen.

Avionaut Pixel - gute Testwerte für eine innovative Babyschale

Wenn Sie sich die untersuchten Kindersitze im Test ansehen, werden Sie feststellen, dass dieses Mal sehr viele Babyschalen und Sitze von Maxi-Cosi und Britax Römer getestet wurden. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Modelle dieser Marken besonders häufig gekauft werden.

Umso mehr freut uns, dass Stiftung Warentest mit der Pixel von Avionaut auch eine bislang in Deutschland noch vergleichsweise unbekannte Babyschale im Test untersucht hat. Wir selbst haben die Pixel auf der Messe „Kind und Jugend“ in Köln letztes Jahr kennengelernt und sie auch auf unserem Kindersitzblog vorgestellt, Sie können das hier nachlesen: Produktvorstellung Avionaut Pixel.

Wir mögen die Avionaut Pixel sehr gerne, denn sie ist federleicht (2,5 kg), innovativ und – wie der ADAC jetzt bestätigt hat – außerdem sicher. Es besteht nur ein sehr geringes Verletzungsrisiko bei einem Frontalaufprall und ein ebenso geringes Verletzungsrisiko bei einem Seitenaufprallszenario. Mit Noten von 1,0 und 1,5 im Frontalaufpralltest und einer 2,2 im Seitencrash kann sich die Pixel absolut sehen lassen und überzeugte auch Stiftung Warentest.

Diese Babyschale ist für Kinder von 40 bis 86 cm zugelassen und ist Teil eines Kindersitzsystems. Sie kann entweder mit dem Fahrzeuggurt angeschnallt werden oder auf der Isofix-Basisstation IQ-Base schnell und einfach eingeklickt werden. Die eben genannte IQ-Base kann im Anschluss für zwei weitere Kindersitze genutzt werden, für den AeroFix und den AeroFix RWF. Bei letzterem handelt es sich um einen Reboardkindersitz bis 105 cm, der den harten schwedischen Plus-Test bestanden hat.

i-Size Babyschale von Avionaut
Die Avionaut Pixel: Innovativ, leicht und sicher

Testergebnisse der Avionaut Pixel mit und ohne IQ-Base (nur Sicherheitswerte)

TestjahrBabyschalefrontalseitlichvonbisGewicht KindGewicht Sitz + Base
2019Avionaut Pixel (gegurtet)1,02,240 cm86 cm13 kg2,9 kg
2019Avionaut Pixel mit IQ-Base1,52,240 cm86 cm13 kg2,9 kg + 6,7 kg

Das macht die Avionaut Pixel so besonders:

Anders als herkömmliche Babyschalen ist die Pixel von Avionaut größtenteils aus EPP gefertigt. Dieses Material macht die Schale sehr leicht und absorbiert die bei einem Unfall entstehende Energie sehr gut.

Besonders interessant an dieser Babyschale: Die Gurte haben keine Höhenverstellung. Um die Schale auf die Größe und die Proportionen des Babys anzupassen, wird mit einem mehrteiligen Sitzkeil gearbeitet. Dieser sorgt bei den Allerkleinsten für eine flache Liegeposition, die Refluxprobleme verringern kann und eine sehr gute Sauerstoffsättigung in der Babyschale gewährleistet.

Wir haben in unserem Kindersitzgeschäft selbst die Erfahrung gemacht, dass viele Babys, die nicht gern in der Babyschale liegen, in der Pixel zufriedener sind.

Avionaut und die Schadstoffe

Einige unserer Leser*innen erinnern sich sicherlich, dass die Vorgängerin der Pixel, die Babyschale Ultralite, letztes Jahr aufgrund von Schadstoffen durch den Kindersitztest gefallen ist. Leider wurde auch im aktuellen Test ein Schadstoff gefunden, dieser allerdings in so geringer Menge, dass das Endergebnis der Pixel nicht beeinflusst wurde.

Schade dennoch, insbesondere da die für die Avionaut Pixel verwendeten Textilien laut Hersteller die Vorgaben des Ökotex 100-Standards erfüllen. Der Hersteller hat die Sitzbezüge der Pixel zudem aufgrund der Vorerfahrung mit der Ultralite regelmäßig überprüfen lassen und kann sich den Fund aktuell nicht erklären.

Wir stehen mit Avionaut in Kontakt und werden berichten, sobald wir Neuigkeiten haben.

Inlet Avionaut Babyschale Sitzkissen
Das Keilpolster der Avionaut Pixel

Cybex Cloud Z i-Size im Kindersitztest

Wussten Sie, dass es nicht nur Kindersitze, sondern auch Babyschalen gibt, die zum leichteren Einstieg in den Sitz zur Tür gedreht werden können? Mit der Cloud Z i-Size von Cybex wählte Stiftung Warentest auch die erste zur Seite drehbare Babyschale für den Kindersitztest 2019 aus.

Diese innovative Babyschale ist für Kinder von 45 bis 87 cm Größe und bis maximal 13 kg Körpergewicht zugelassen und kann entweder mit dem Autogurt angeschnallt oder auf der zugehörigen Base Z eingeklickt werden. Außerhalb des Autos können Sie die Cloud Z ebenso wie vie Vorgängerschale Cloud Q in eine flache Liegeposition bringen. Vorteil an der neuen Schale: Sie ist über 1 Kilogramm leichter als die Vorgängerin, mit 5,1 kg jedoch immer noch vergleichsweise schwer.

Dadurch, dass die Cloud Z i-Size auf der Basisstation zur Seite gedreht werden kann, ist es viel einfacher, das Baby in die Schale zu legen und wieder herauszunehmen und auch das Anschnallen wird so zum Kinderspiel.

Das sagt Stiftung Warentest zur Cybex Cloud Z i-Size:

Die Sicherheitswerte der Cloud Z i-Size lassen sich sehen: Mit Noten von 1,5 bzw. 1,9 im Frontalaufpralltest und sehr guten Wertungen im Seitencrash überzeugt die Schale die ADAC-Tester.

Einen Minuspunkt erhält die Cloud Z aufgrund des aufklappbaren Seitenaufprallprotektors – zurecht moniert Stiftung Warentest diesen Punkt, da Eltern vergessen könnten, den Protektor aufzuklappen und der kleine Insasse dann nicht ganz so gut geschützt ist. Auch empfinden die Tester die Einrastfunktion der Schale auf der Basisstation als ziemlich mühselig.

Insgesamt erreicht die Cloud Z i-Size sowohl mit als auch ohne die Base Z ein gutes Gesamtergebnis.

seitlich drehbare Babyschale von Cybex Cloud Z pink
Cybex Cloud Z i-Size: Die erste zur Seite drehbare Babyschale auf dem Markt

Cybex Base Z: Eine Base, drei Möglichkeiten

Übrigens: Die Babyschale Cloud Z ist Teil eines Kindersitzsystems. Die zugehörige Base Z können Sie im Anschluss auch für den Kindersitz Cybex Sirona Z i-Size und den Reboarder Sirona Z i-Size R benutzen. Beide Kindersitze wurden ebenso im Kindersitztest 2019 vom ADAC getestet.

Testergebnisse der Babyschale Cybex Cloud Z i-Size mit ohne Base Z (nur Sicherheitsergebnisse)

TestjahrBabyschalefrontalseitlichvonbisGewicht KindGewicht Sitz + Base
2019Cybex Cloud Z i-Size (gegurtet)1,51,045 cm87 cm 13 kg5,1 kg
2019Cybex Cloud Z i-Size mit Base Z1,91,445 cm87 cm 13 kg5,1 kg + 7,7 kg

Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size und Babywanne Jade

Im Kindersitztest Mai 2019 untersuchte Stiftung Warentest auch das neue 3wayFamily-System von Maxi-Cosi.

Herz dieses Kindersitzsystems ist die Basistation 3wayFix, die mit Isofix im Auto befestigt wird. Auf diese Base können Sie die für das Auto zugelassene Kinderwagenschale Jade, die Babyschale Pebble Pro i-Size und im Anschluss verschiedene Kindersitze (Pearl Pro i-Size, Pearl Smart i-Size, Pearl One i-Size) für Kinder bis ca. 4 Jahre aufklicken.

So müssen Sie nur eine Basisstation kaufen, die Sie für die Babyschale, die Kinderwagenschale und den Nachfolgekindersitz nutzen können.

Maxi Cosi Jade: Eine Kinderwagenwanne als Babyschale

Starten wir mit der größten Überraschung: Der Kinderwagenaufsatz, den Sie auf unserem Foto sehen, ist der Sieger des aktuellen Kindersitztests. Herzlichen Glückwunsch, Jade! Mit einer 0,7 im Seitenaufpralltest, einer 1,4 im Frontalcrashtest und guten Noten in den Teilbereichen Ergonomie und Bedienung sichert sich die schadstofffreie Maxi-Cosi Jade das einzige „Sehr gut“ im Kindersitztest 2019/1.

Diese Babywanne ist als erste ihrer Art nach der neuen Kindersitznorm ECE R 129 („i-Size“) für die Nutzung im Auto zugelassen und wird anders als herkömmliche Babyschalen nicht rückwärts in das Auto eingebaut, sondern quer zur Fahrtrichtung. Jade kann ausschließlich gemeinsam mit der 3wayFix-Basisstation genutzt werden – das heißt: Ihr Auto muss über Isofix verfügen, um die Schale zu installieren. Sie benötigt aufgrund ihrer Maße mindestens zwei Sitzplätze und kann dementsprechend in den meisten Fahrzeugen nur auf der Rückbank montiert werden – der Kopf des Babys befindet sich dabei immer innen.

Die Maxi-Cosi Jade ist für Babys von 40 bis 70 cm bis zu einem maximalen Körpergewicht von 9 kg zugelassen. Und Sie sehen es schon: Damit ist sie nicht so lange nutzbar wie eine normale Babyschale.

Was sind die Vorteile einer Babywanne für das Auto?

Das praktische an Jade indes ist: Sie wecken Ihr Kind nicht, wenn Sie die Wanne vom Kinderwagen in das Auto umbauen oder wieder zurück. Dazu ist die flache Liegeposition der Querwanne rückenfreundlich, Ihr Kind sitzt nicht so aufrecht wie in einer Babyschale. Diese Position ist besonders für Frühchen geeignet, die oft noch Probleme mit einer abfallenden Sauerstoffsättigung haben oder für lange Urlaubsfahrten, auf denen die Allerkleinsten im Optimalfall flach liegen können.

Bei einem Seitencrash ist Jade besonders sicher, denn der Aufprallpunkt liegt weit entfernt vom Köpfchen des Kindes. Und auch frontal überzeugt die Schale, die rundum gut gepolstert ist und so die Aufprallenergie gut absorbieren kann. Soll heißen: Jade ist nicht nur innovativ, sondern auch sehr sicher.

Selbst der ADAC, der ÖAMTC und Stiftung Warentest finden nur wenige Kritikpunkte an der Kindersitzwanne für das Auto: Als Manko sehen die Tester einzig das rechte hohe Gewicht von knapp 6 Kilogramm und den hohen Platzbedarf im Auto.

So finden wir die Kindersitzwanne Jade

Wir freuen uns sehr über das grandiose Testergebnis der Wanne. Da sie perfekt für Urlaubsfahrten ist und viele Eltern bei den Allerkleinsten Wert auf eine gesunde Liegeposition legen, zieht die Maxi-Cosi Jade nicht nur in unser normales Sortiment ein, sondern auch in unsere Kindersitzvermietung.

Schreiben Sie uns gerne oder rufen Sie an, wenn Sie Jade für Ihre nächste Reise oder die ersten Wochen nach der Geburt mieten möchten.

Babywanne Maxi-Cosi Jade: Vom Kinderwagen ins Auto und wieder zurück
Kinderwagenaufsatz mit Gurtsystem Maxi Cosi
Blick ins Innere der Maxi-Cosi Jade

Die Babywanne Jade von Maxi-Cosi im Frontalaufpralltest

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Maxi Cosi Pebble Pro i-Size: Eine Schale, drei Einbauvarianten

Die Kindersitzwanne Jade wird quer auf die 3wayFix-Station geschoben. Die selbe Basis kann allerdings auch für die Babyschale Pebble Pro i-Size genutzt werden. Auch diese hat der ADAC getestet und zwar in drei verschiedenen Einbauarten: befestigt mit dem Fahrzeuggurt und installiert auf den beiden Isofix-Basisstationen Family Fix One i-Size und der neuen 3wayFix.

Ergebnis im Kindersitztest 2019: In allen drei Varianten erhält die Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size im Frontalcrashtest ein Ergebnis mit einer 1 vor dem Komma und auch im Seitencrash überzeugt die Babyschale die Tester. Auch sonst gibt es kaum Gründe zu meckern: Der Gurtverlauf am Kind ist gut, die Babyschale steht fest im Auto und das Platzangebot für die Kleinen ist gut.

Wichtig zu wissen: Die Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size ist ebenso wie die Vorgängerin Pebble Plus i-Size auf eine Maximalgröße von 75 cm begrenzt. Auch wenn Ihr Kind noch in die Schale passt, darf diese über die 75 cm hinaus nicht mehr genutzt werden. Das gleiche gilt für das Maximalgewicht von 12 kg.

Im Anschluss können Sie auf einen der Folgesitze Pearl Pro i-Size, Pearl One i-Size oder Pearl Smart i-Size umsteigen – dank des neu erschienenen Sitzverkleinerers für die Pearl-Sitze klappt der Umstieg mittlerweile sehr gut. Ohne diesen ist bzw. war die unterste Gurtstufe bei den Maxi-Cosi-Kindersitzen für die kleinen Umsteigerkinder beim Wechsel mit 75 cm oft noch zu hoch, so dass einige unserer Kunden auf Reboarder anderer Marken zurückgreifen mussten.

i-Size Babyschale Pebble Pro i-Size von Dorel beige
Maxi Cosi Pebble Pro i-Size: Die Babyschale mit Flugzulassung

Was sind die Unterschiede zwischen der Babyschale Pebble Plus und der neuen Pebble Pro i-Size?

Die Babyschale Maxi Cosi Pebble Plus und die Nachfolgerin Pebble Pro i-Size sind sich sehr ähnlich. Beide Babyschalen sind von 40 bis 75 cm und bis 12 kg zugelassen und haben auch eine Zulassung für das Flugzeug.

Während die Pebble Plus einen einteiligen Sitzverkleinerer hat, kann das Inlet bei der Pebble Pro geteilt werden. Anders als bei der Pebble Plus, bei der wir unseren Kunden immer empfohlen haben, nach dem Babyinlet das Kopfkissen für die Pebble / Pebble Plus separat zu kaufen, ist dieses mit der zweigeteilten Sitzeinlage nun inklusive. Bis zu einer Größe von 60 cm nutzen Sie den Neugeboreneneinsatz, danach nur noch das Kopfpolster.

Auf unserer Familie Bär-Fanpage finden Sie ein Album, in dem wir Fotos der neuen Babyschale Pebble Pro i-Size und des Sitzverkleinerers zeigen: Album Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size.

Testergebnisse der Babyschalen von Maxi-Cosi im Kindersitztest 2019 (nur Sicherheitswerte)

In unserer Tabelle können Sie noch einmal die reinen Sicherheitswertungen der Babyschalen von Maxi-Cosi im aktuellen Kindersitztest 2019 im Vergleich sehen:

TestjahrBabyschaleEinbauartfrontalseitlichvonbisGewicht KindGewicht Sitz + Base
2019Maxi-Cosi Jade3-Way-Fix1,40,740 cm70 cm9 kg5,9 kg + 7,4 kg
2019Maxi-Cosi Pebble Pro i-Sizegegurtet1,41,645 cm75 cm12 kg4,4 kg
2019Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size3wayFix1,61,945 cm75 cm12 kg4,4 kg + 7,4 kg
2019Maxi-Cosi Pebble Pro i-SizeFamilyFix One i-Size 1,72,145 cm75 cm12 kg4,4 kg + 7,4 kg

Maxi-Cosi 3wayFix: Eine Base, drei Fahrtrichtungen

Auf der Maxi-Cosi 3wayFix-Basisstation können Sie sowohl die Babywanne Jade (quer) als auch die Babyschale Pebble Pro i-Size (rückwärts) und die Folgekindersitze Pearl Pro i-Size (vorwärts und rückwärts) und Pearl Smart i-Size (vorwärts und rückwärts) installieren.

Peg Perego Primo Viaggio i-Size:

Auch richtig gute Noten im Kindersitztest bekam die Babyschale Primo Viaggio i-Size von Peg Perego. Mit einer 1,3 im Frontalcrash und einer 1,2 im Seitenaufpralltest überzeugt die Primo Viaggio in der Sicherheit auf ganzer Linie. Auch das Gesamtergebnis lässt sich sehen. Der ADAC fasst zusammen, dass es sich um eine „sehr sichere Babyschale mit Isofix-Basis [handelt], auf der sich der Sitz sehr einfach und stabil befestigen lässt.“ Perfekt.

Ebenso wie die Pixel von Avionaut, die Cloud Z von Cybex und Jade und Pebble Pro von Maxi-Cosi ist die Peg Perego Viaggio nach der neuen Kindersitznorm UN-ECE R 129 zugelassen. Kinder von 40 bis 83 cm finden in dieser Babyschale Platz. Sie teilt sich eine Isofix-Station mit dem Folgekindersitz Peg Perego Viaggio FF105, der ebenso im aktuellen Kindersitztest geprüft wurde und lediglich befriedigend in der Sicherheit abschnitt.

Letzterer kann ausschließlich vorwärtsgerichtet verwendet werden, so dass Ihr Kind mit dem Peg Perego-System aktuell nur bis zu einer Körpergröße von 83 cm rückwärts fahren kann – viel zu kurz für unseren Geschmack.

Doch wer weiß: Vielleicht überrascht Peg Perego schon bald mit dem Viaggio RF105 – der Modellname des Vorwärtssitzes lässt dies jedenfalls vermuten.

Babyschale Kindersitztest 2019 Peg Perego Viaggio i-Size
Eine Babyschale mit sehr guten Sicherheitsnoten: Peg Perego Viaggio i-Size

Ergebnisse der getesteten Babyschalen im Überblick (nur Crashwerte)

In unserer Tabelle finden Sie noch einmal alle getesteten Babyschalen des aktuellen Kindersitztests im Vergleich.

Neben den von uns ausführlich beschriebenen Babyschalen wurden außerdem die Babyschale Inglesina Darwin i-Size mit und ohne i-Size Base, der Babyjogger City GO i-Size mit und ohne Basisstation und die Nania BeOne SP getestet:

TestjahrBabyschaleEinbauartfrontalseitlichvonbiszugelassen bisGewicht Sitz + Base
2019Avionaut Pixel gegurtet1,02,240 cm86 cm13 kg2,9 kg
2019Avionaut Pixel IQ-Base1,52,240 cm86 cm13 kg2,9 kg + 6,7 kg
2019Babyjogger City Go i-Sizei-Size Base2,81,90 cm87 cm13 kg5 kg + 8,4 kg
2019Babyjogger City Go i-Sizegegurtet1,51,90 cm87 cm13 kg5 kg + 8,4 kg
2019Chicco Oasys i-Sizei-Size Base5,53,740 cm78 cm 13 kg5,7 kg + 7,6 kg
2019Cybex Cloud Z i-Sizegegurtet1,51,045 cm87 cm 13 kg5,1 kg
2019Cybex Cloud Z i-SizeBase Z 1,91,445 cm87 cm 13 kg5,1 kg + 7,7 kg
2019Inglesina Darwin i-Sizegegurtet1,52,240 cm75 cm 13 kg4,5 kg
2019Inglesina Darwin i-Sizei-Size Base1,7 3,240 cm75 cm 13 kg4,5 kg + 7,3 kg
2019Maxi-Cosi Jade3-Way-Fix1,40,740 cm70 cm9 kg5,9 kg + 7,4 kg
2019Maxi-Cosi Pebble Pro i-Sizegegurtet1,41,645 cm75 cm12 kg4,4 kg
2019Maxi-Cosi Pebble Pro i-Size3wayFix1,61,945 cm75 cm12 kg4,4 kg + 7,4 kg
2019Maxi-Cosi Pebble Pro i-SizeFamilyFix One i-Size 1,72,145 cm75 cm12 kg4,4 kg + 7,4 kg
2019Nania BeOne SPgegurtet1,43,213 kg3,1 kg
2019Peg Perego Primo Viaggio i-SizeBase i-Size1,31,240 cm 83 cm13 kg4,7 kg + 5,4 kg

Beachten Sie, dass wir jeweils nur die Sicherheitsnoten aus dem Frontal- und Seitenaufpralltest listen. Um zu den Ergebnissen für Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe zu gelangen, besuchen Sie bitte die Seiten der Testinstitute:

Reboarder im Kindersitztest 2019

Die seit 2013 gültige neue Kindersitznorm UN-ECE R 129 („i-Size“) schreibt vor, dass Kinder frühestens mit 15 Monaten vorwärts im Auto mitfahren dürfen. Für Kindersitze nach den alten und nach wie vor gültigen Normen R 44/03 und 44/04 gilt dies zwar nicht, die Entwicklung zeigt aber deutlich, dass das Rückwärtsfahren nach der Babyschale immer normaler wird. Gut so, denn Kinder werden beim gefährlichen Frontalcrash in einem Reboardkindersitz bis zu 7-mal besser geschützt als in einem Sitz, der in Fahrtrichtung eingebaut wird.

Kein Wunder also, dass auch der ADAC und Stiftung Warentest immer mehr Reboardkindersitze unter die Lupe nehmen.

neue Kindersitznorm UN ECE R 129 i-Size

Rückwärtsgerichtete Kindersitze ohne Vorwärtsfahrfunktion

Wir sehen uns zunächst die Ergebnisse der Reboardkindersitze an, die nur entgegen der Fahrtrichtung eingebaut werden können und keine Vorwärtsfahrfunktion haben, denn bei diesen Sitzen können wir die Sicherheitsnoten direkt aus den Tabellen des ÖAMTC ablesen.

Anders ist es bei den Kindersitzen, die vorwärts und rückwärts genutzt werden können – bei diesen finden wir in der Tabelle einen Durchschnittswert aus den schlechtesten Werten der Einzeltests.

BeSafe iZi Modular RF i-Size: von Skandinavien nach Deutschland

Der BeSafe iZi Modular RF i-Size ist die rein rückwärtsgerichtet nutzbare Variante des BeSafe iZi Modular i-Size, der schon 2016 vom ADAC getestet wurde. Er hat den harten schwedischen Plus-Test bestanden und bereits beim VTI bewiesen, dass er die kleinen Insassen bei einem Frontalcrash gut schützen kann.

Der Sitz, der auf einer Isofix-Basisstation installiert wird, erreicht beim ADAC eine gute Note von 1,7 im Frontalaufpralltest und eine 1,4 im Seitencrash – und er verpasst mit einer 1,6 in der Sicherheit nur knapp das „Sehr gut“. Insgesamt schneidet der Reboarder mit einer 2,0 „gut“ ab, denn er überzeugt die Tester auch in der Bedienung und Ergonomie.

Einst für den skandinavischen Markt erstellt, hat der Modular RF mittlerweile auch in Deutschland Verbreitung gefunden – nicht zuletzt deshalb, weil BeSafe bislang der einzige Kindersitzhersteller ist, bei dem die reine Reboardvariante eines Kombinationssitzes, der rückwärts und vorwärts verwendet werden kann, günstiger ist als der Geschwistersitz, der zusätzlich noch mit der Vorwärtsfunktion ausgestattet ist.

Wer sein Kind bis zum Ende der Nutzungszeit bei 105 cm bzw. 18 kg rückwärts befördert, spart mit dem RF-Modell bares Geld und transportiert seinen Nachwuchs besonders sicher.

Mehr zum Testergebnis des Besafe iZi Modular RF können Sie auch beim Hersteller nachlesen, der auf seiner Webseite ausführlich auf die Resultate des Modular RF i-Size eingeht:

roter Reboardkindersitz von Besafe - iZi Modular RF
Überzeugt im Test: der Besafe iZi Modular RF i-Size

Auch im Test und für uns eine kleine Überraschung: Der Britax Römer Max-Way Plus. Dieser Reboardkindersitz ist nach der alten, aber noch gültigen Kindersitznorm 44/04 zugelassen und wird mit dem Fahrzeuggurt im Auto befestigt. Das heißt: Er kann nicht mit Isofix installiert werden.

Der Max-Way Plus ist ebenso wie der Max-Way für Kinder von 9 bis 25 kg zugelassen. Beiden gemein ist, dass die Sitze sehr lange rückwärtsgerichtet genutzt werden können. Ein Durchschnittskind passt ungefähr bis Oberteilgröße 128 in die Max-Ways und fährt in diesen Sitzen bis zu einem Alter von ca. 6 Jahren sehr sicher im Auto mit.

Der Britax Römer Max-Way Plus erhält in den Sicherheitsprüfungen sowohl beim Frontalaufpralltest als auch beim Seitencrash jeweils eine 1,9.

Insgesamt erreicht dieser Kindersitz leider nur eine ausreichende Bewertung, da sich bei den Einbautests zeigte, dass kein Laie dazu in der Lage war, den Max-Way Plus korrekt einzubauen.

Tatsächlich ist der Einbau eine Reboarders, der mit Gurt befestigt wird, meist etwas komplizierter als die Montage mit Isofix. Im Fall des Max-Ways müssen Befestigungsgurte an der Rückseite des Sitzes im Fußraum befestigt werden: zu kompliziert, findet der ÖAMTC und gibt dem Max-Way Plus deshalb nur eine 4,5 im Einbautest. Der vermeintlich komplizierte Einbau spielt auch in die Fehlbedienungsnote hinein: Je schwieriger die Montage, desto häufiger passieren Einbaufehler. Dazu kommt: Der Seitenprotektor des Sitzes muss an der Türseite herausgedreht werden. Da Eltern dies vergessen könnten, schneidet der Max-Way auch beim Punkt „Fehlbedienungsgefahr“ nur mit einer 3,9 ab. Schade für den Sitz, wenngleich zum Teil nachvollziehbar.

Nicht klären konnten wir, warum der ADAC als Negativpunkt anbringt, dass der Max-Way Plus viel Gurt verbraucht. Im Vergleich zu anderen Kindersitzen braucht dieser Reboarder sehr wenig Gurt. Apropos Gurt: Der Max-Way (Plus) kann auch mit dem Beckengurt installiert werden – das macht die Max-Ways besonders praktisch für alte Autos, Wohnmobile oder Busreisen.

Halten wir fest: Der Max-Way Plus ist ein sicherer Kindersitz, wenn er korrekt installiert wird. Wenn Sie den Sitz im Fachhandel kaufen (und in Deutschland ist er aktuell auch nur dort zu bekommen), wird Ihnen der Einbau genau erklärt, so dass Einbaufehler auf ein Minimum reduziert werden.

 

Reboardkindersitz von Britax Römer bis 25 kg
Britax Römer Max Way Plus: Sicher rückwärts unterwegs bis 25 kg

Was sind die Unterschiede zwischen dem Britax Römer Max-Way und dem Max-Way Plus?

Der Max-Way Plus ist eine überarbeitete Variante des einfachen Max-Ways.

Beide Sitze sind von der Größe und den Ausmaßen her identisch und mit nur ca. 7 Kilogramm sehr leicht, auch die Sitzschale beider Modelle ist gleich. Im Gegensatz zum Max-Way ist die Plus-Variante mit Seitenaufprallprotektoren ausgestattet. Auch die Kopfstütze wurde überarbeitet und ist beim Max-Way Plus besser gepolstert als beim Max-Way.

Max-Way und Max-Way Plus haben den harten schwedischen Plus-Test bestanden.

Cybex Sirona Z i-Size R: Wie gemacht für den ADAC-Test

Ein weiterer Reboarder, mit dem die Kleinen bis ca. zum 4. Geburtstag rückwärts fahren können, ist der Cybex Sirona Z i-Size R. Dieser Kindersitz ist die reine Rückwärtsvariante des Geschwistersitzes Sirona Z, der ebenso im Frühjahrstest unter die Lupe genommen wurde.

Der Sirona Z i-Size R kann nur gemeinsam mit der Base Z genutzt werden. Diese wird mit Isofix im Auto verankert und passt auch zur Babyschale Cloud Z i-Size und dem Sirona Z i-Size ohne „R“. Letzterer hat auch eine Vorwärtsfahrfunktion.

Mit Sicherheitsnoten von 1,7 frontal und 1,2 seitlich besteht der Sirona Z i-Size R die Crashtests mit Bravour.

Der Kindersitz, der für Kinder von 45 cm bis 105 cm zugelassen ist, überzeugt auch beim Einbau, den die Tester als sehr einfach empfinden, und beim großzügigen Platzangebot für den kleinen Insassen. Etwas schlechter kommt der Sirona Z i-Size R beim Punkt „Fehlbedienungsgefahr“ weg, denn auch dieser Sitz hat Seitenprotektoren, die manuell aufgeklappt werden müssen. Vergessen die Eltern das Aufklappen, verringert sich der Schutz für das Kind beim Seitenaufprall.

Mit einer 1,9 als Gesamtergebnis überzeugt der einzige rein rückwärtsgerichtete Sirona Z von Cybex am Ende jedoch auf ganzer Linie.

Schade, dass es diesen Reboarder bislang nur in einer Farbvariante gibt – vielleicht ist das tolle Ergebnis beim Test jetzt jedoch Anlass genug, den Sirona Z i-Size R auch in anderen Farben anzubieten.

Sirona S, Q, M, Z, ZR? Sie wollten schon immer wissen, wie sich die verschiedenen Sirona-Modelle unterscheiden? Dies können Sie auf unserem Kindersitzblog nachlesen:

Leider nur in Grau erhältlich: Der Cybex Sirona Z i-Size R

Der nachfolger HY5.1 TT überzeugt im Kindersitztest 2019

Einige unter Ihnen erinnern sich sicherlich noch an den letzten Kindersitztest im Herbst 2018. Damals war mit dem HY5 TT der Marke nachfolger ein aufblasbarer Reboarder unter den Testkandidaten. Dieser Sitz fiel wegen einer zu hohen Schadstoffbelastung leider durch und überzeugte auch im Crashtest nicht vollständig. Hier können Sie noch einmal das damalige Testergebnis und ein Statement des Herstellers nachlesen: ADAC Kindersitztest 2018: Ergebnis nachfolger HY5 TT.

Die Firma nachfolger hat weder Kosten noch Mühen gescheut und binnen weniger Wochen einen verbesserten Nachfolger zum HY5 TT auf den Markt gebracht, den HY5.1 TT. Auch dieser Sitz kann nur rückwärtsgerichtet verwendet werden und ist für Kinder zwischen 0 und 18 kg zugelassen. Der aufpumpbare Sitz ist sehr leicht, schnell und einfach verstaut und benötigt kein Isofix. Er wird mit dem Fahrzzeuggurt und Toptether im Auto befestigt.

Zwischen den beiden Sitzen gibt es einige Unterschiede (siehe Kasten unten), das wichtigste aber ist: der neue HY5.1 TT überzeugt. Mit einer 1,9 im Frontalaufpralltest und einer 1,6 im Seitenaufpralltest besteht der Reboarder die Crashtests spielend. Auch der Schadstofftest verläuft einwandfrei, der HY5.1 TT erhält eine glatte 1,0.

Sie können sich die unterschiedlichen Sicherheitswerte hier noch einmal im Vergleich ansehen:

TestjahrModellfrontalseitlich
2018nachfolger HY5 TT3,3 1,8
2019nachfolger HY5.1 TT1,91,6

Aufpumpbarer Reboarder der Marke nachfolger
Aufatmen beim Hersteller nachfolger: Der HY5.1 TT überzeugt im Kindersitztest

Leider kommt der HY5.1 TT aufgrund nur befriedigender Ergebnisse in der Bedienung in der Gesamtwertung am Ende nur auf eine in unseren Augen unglückliche 2,7 und damit auf ein „Befriedigend“. Schade!

Das sind die Unterschiede zwischen dem HY5 TT und dem HY5.1 TT

      • Der HY5.1 TT ist weniger tief als der HY5 TT und so kompakter.
      • Die Version 5.1 hat eine längere Rückenlehne, die Höhe der oberen Gurtstufe ist allerdings identisch mit der beim alten Modell.
      • Beim HY5.1 TT ist der Toptether-Halter nicht mehr abnehmbar. Er ist zudem verkleidet. Hinter dem Bügel befindet sich eine verstärkte Platte, so dass sich der Toptetherhalter bei einem Unfall nicht mehr so leicht verbiegen kann.
      • Der HY5.1 TT benötigt sowohl auf dem Beifahrersitz als auch auf der Rückbank die Toptether-Befestigung.
      • Der schwarze Bezug des HY5.1 TT ist nachweislich schadstofffrei.
      • Der HY5.1 TT hat im ADAC-Test besser abgeschnitten.

Laut Hersteller nachfolger kann der HY5 TT auch mit dem Beckengurt und ohne Toptether verwendet werden. Mangels offiziellen Testwerten für diesen Einbau können wir diese Art der Nutzung allerdings nicht empfehlen.

nuna norr - länger rückwärts, länger sicher

Der norr von nuna ist der Geschwistersitz zum im Herbst 2017 getesteten rebl plus, der im Gegensatz zum norr auch in Fahrtrichtung genutzt werden kann. Der norr hat bereits den schwedischen Plus-Test bestanden und beim VTI unter Beweis gestellt, dass er ein Kind beim gefährlichen Frontalcrash sehr gut schützen kann.

Die 1,6 im Frontalcrashtest erstaunt deshalb wenig – sie bestätigt nur noch einmal, dass der norr ein sehr sicherer Reboardkindersitz ist. Im Seitencrash ist der norr mit einer 2,3 gut. Ein glatte 1,0 erhält dieser Sitz bei der Beurteilung des Platzangebotes für das Kind.

Der norr ist für Kinder von 40 bis 105 cm bis zu einem Gewicht von maximal 18,5 kg zugelassen. Total klasse: Bereits beim Kauf erhalten Sie für den norr zwei Sitzbezüge, einen für die warmen und einen weiteren für die kalten Monate des Jahres.

Wenngleich der norr in Fahrtrichtung nicht genutzt werden kann, lässt er sich um 360° drehen. Das heißt: Sie können ihn für den Ein- und Ausstieg Ihres Kindes aus dem Kindersitz zur Seite drehen oder auch nach vorne – perfekt für Autos, die hinten keine Türen haben.

Stiftung Warentest lobt den guten Gurtverlauf, die sehr gute Polsterung und das sehr gute Platzangebot für das Kind. Außerdem kann der norr schnell und unkompliziert in das Auto eingebaut werden.

Klingt interessant, oder? Finden wir auch, deshalb finden Sie den norr ebenso wie viele andere Kindersitze, die aktuell getestet wurden und gute Noten erhielten, auch in unserem Kindersitz-Sortiment.

Rein rückwärts nutzbarer Reboardkindersitze norr von nuna
Der norr von nuna: Ein Reboarder mit guten Testwerten

Reboader im Kindersitztest 2019/1 im Vergleich (nur Sicherheitswerte)

TestjahrReboardermit BasisstationfrontalseitlichvonbisGewicht KindGewicht Sitz + Base
2019BeSafe iZi Modular RF i-SizeiZi Modular i-Size Base1,71,461 cm105 cm18 kg8,1 kg + 6,7 kg
2019Cybex Sirona Z i-Size RBase Z 1,71,245 cm105 cm18 kg7,4 kg + 7,7 kg
2019nachfolger HY5.1 TT1,91,60 kg18 kg18 kg4,7 kg
2019nuna norr1,62,340 cm105 cm18,5 kg14,3 kg
2019Britax Römer Max-Way Plus1,91,99 kg25 kg25 kg7,4 kg

Reboarder, die vorwärts und rückwärts eingebaut werden können

Wir haben Ihnen zuerst von den rein rückwärtsgerichteten Kindersitzen berichtet, weil Sie bei den Reboardern einfach das Testergebnis beim ÖAMTC nachlesen können und wissen, wie gut (oder auch schlecht) der Kindersitz wirklich ist. Sie finden bei den Werten für den Frontal- und den Seitencrash jeweils eine Mischnote, die sich aus dem Einbau entgegen der Fahrtrichtung in der aufrechtesten Sitzposition und dem Einbau entgegen der Fahrtrichtung in der flachsten Sitzposition errechnet.

Bei den Kindersitzen, die vorwärts und rückwärts in das Auto eingebaut werden können, ist das ähnlich, nur deutlich komplizierter. Am Ende finden Sie in der Tabelle des ÖAMTC jedenfalls eine Note, die sich aus den jeweils schlechtesten Noten für den rückwärtsgerichteten Einbau und den schlechtesten Werten für den vorwärtsgerichteten Einbau zusammensetzt. Das heißt: Wenn Sie diese Sitze mit Vorwärts- und Rückwärtsfahrfunktion wie empfohlen ausschließlich rückwärts benutzen, kennen Sie das eigentliche Testergebnis hierfür nicht.

Als Fachhändler für Kindersitze empfehlen wir, bis mindestens zum 4. Geburtstag einen rückwärtsgerichteten Kindersitz zu verwenden. Deshalb interessieren uns die Rückwärtswerte der Kombinationskindersitze natürlich besonders und wir fragen sie selbst beim ADAC an.

Mehr dazu können Sie im Folgenden nachlesen.

Apramo All Stage: Ein (schlechter) Kompromiss in allen Gruppen

Auf den Apramo All Stage sprachen uns bereits einige Kunden an. Mit 430 € UVP ist dieser Kindersitz vergleichsweise günstig, denn er deckt alle Kindersitzgruppen ab.

Der Apramo All Stage ist zugelassen:

      • in Gruppe 0+/1 rückwärts von Geburt an bis 18 kg
      • in Gruppe 1 vorwärts von 9-18 kg mit Interngurt und
      • in Gruppe 2/3 vorwärts mit dem Autogurt

Der Apramo All Stage im Crashtest:

Das klingt nahezu perfekt, denn wäre der Sitz gut, müssten Sie nur einen einzigen Kindersitz anschaffen und könnten diesen von Geburt an bis zum Ende der Kindersitzzeit nutzen.

Der Haken: Der All Stage überzeugt im Kindersitztest 2019 nicht. Er erhält eine 4,2 im Frontalaufpralltest und eine 3,2 im Seitencrashtest.

Unsere Rücksprache beim ADAC ergibt: Im für uns besonders interessanten Test beim rückwärtsgerichteten Einbau reißt sogar der Gurt aus der Schnalle und der Dummy wird gerade noch vom internen 5-Punkt-Gurt gehalten. Die Belastung auf den sensiblen Nacken des Kindes liegt bei über 2.000 N – eindeutig zu viel für einen Reboardkindersitz.

Unsere Empfehlung lautet deshalb: Kaufen Sie zunächst immer eine Babyschale und wechseln Sie im Anschluss auf einen sicheren Reboardkindersitz. Mit dem Apramo All Stage sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch an der Sicherheit Ihres Kindes.

Gruppenübergreifender Kindersitz mit Rückwärtsfahrfunktion in blau
Der All Stage von Apramo ist günstig, aber nicht gut

Cybex Sirona Z i-Size

Der Cybex Sirona Z i-Size ist der Geschwistersitz zum ebenso getesteten Sirona Z i-Size R. Im Gegensatz zur R-Variante kann der Sirona Z auch in Fahrtrichtung in das Auto eingebaut werden. Er ist rückwärts für Kinder von 45 bis 105 cm zugelassen und vorwärts für Kinder ab 76 cm Körpergröße (frühestens mit 15 Monaten).

Dass das Rückwärtsfahren über die Babyschale hinaus sicherer ist, sehen Sie an den Testnoten der beiden Kindersitze im Vergleich: Während der Sirona Z i-Size R rein rückwärtsgerichtet eine 1,7 im Frontalaufpralltest erreicht, erhält der Sirona Z i-Size lediglich eine 2,4 (und in diesen Durchschnittswert wurden bereits die besseren Rückwärtsnoten eingerechnet).

Das heißt: Der Cybex Sirona Z i-Size ist ein besonders sicherer Sitzwenn Sie ihn bis zum Ende der Nutzungszeit rückwärts verwenden.

Kleinere Schwächen sehen die Tester im Zusammenspiel der Base Z mit dem Sitz: leider lassen sich die Sitzschalen manchmal nur schwergängig auf die Basisstation setzen.

Insgesamt sind Stiftung Warentest und der ADAC mit dem Sirona Z i-Size zufrieden und bescheinigen ihm ein gutes Gesamtergebnis.

pinker Sirona Z drehbarer Reboarder
Der Cybex Sirona Z i-Size erhält Bestnoten im Seitencrashtest

Heyner Multifix Twist

Der Heyner MultiFix Twist ist ein um 360° drehbarer Kindersitz. Er kann rückwärts von 0 bis 18 kg und vorwärts ab 9 Kilogramm genutzt werden.

Dieser Reboarder erreicht lediglich eine Note von 3,7 im Frontalaufpralltest und eine Note von 2,9 beim Seitencrash. Beim Frontcrash attestiert der ADAC dem MultiFix sogar ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Stiftung Warentest bildet bei den Sicherheitsergebnissen frontal und seitlich jeweils Mischnoten aus den schlechtesten Ergebnissen der Einzeltests. Das heißt der ADAC prüft den Einbau in und gegen die Fahrtrichtung und den Sitz in liegender und aufrechter Position und bildet aus den jeweiligen Einzelnoten den Durchschnitt. Mehr zur Berechnung der Crashnoten können Sie auch hier nachlesen: So testet der ADAC Kindersitze.

Das sind die Rückwärtsnoten des MultiFix Twist:

Aus diesem Grund haben wir beim ADAC die Einzelnote für den rein rückwärtsgerichteten Einbau des MultiFix Twist abgefragt und sind enttäuscht: Leider erreicht der Sitz auch beim Einbau entgegen der Fahrtrichtung nur eine 3,2 im Frontalaufpralltest. Getestet wurde der MultiFix Twist dabei lediglich in der liegenden Position, denn nur diese darf laut Anleitung beim rückwärtsgerichteten Einbau genutzt werden.

Die Belastung auf den Nacken des Q3-Dummies (entspricht in etwa einem 3jährigen Kind) lag im Test bei 1.942 N. Das ist eine deutlich höhere Belastung als wir sie von guten Reboardkindersitzen kennen. Die Sitzschale gibt beim Crash sehr nach, wodurch sich auch der Kopf des Kindes weit in Richtung Vordersitz verlagert und ein erhöhtes Risiko für einen Anprall am Vordersitz besteht. Es ist deshalb auch fraglich, ob der MultiFix Twist in aufrechter Position – die laut aktueller Anleitung ohnehin nicht gestattet ist – deutlich bessere Werte erreichen kann.

Mit dem Q1,5-Dummy wurde der Sitz nicht getestet, da bei rückwärtsgerichteten Sitzen erfahrungsgemäß die schlechtesten Werte für den größtmöglichen Dummy, der für den Sitz zugelassen ist, erreicht werden. Gegebenfalls gute Werte für den kleinen Dummy trösten allerdings auch nicht über die nur befriedigenden Noten für Q3 hinweg, schließlich soll der Sitz ein Kind in allen Varianten und bis zum Ende der Nutzungszeit sicher schützen können.

Der MultiFix Twist von Heyner hat den ADAC-Test mit einer Gesamtnote von 3,2 bestanden, unseren Ansprüchen genügt er jedoch nicht.

grauer Reboarder von Heyner im Kindersitztest 2019
Der Heyner MultiFix Twist überzeugt im Kindersitztest 2019 nicht

Hinweis: Der MultiFix Twist wurde unter der Nummer 044625 zugelassen.

Folgende Kindersitze sind unter der gleichen Zulassungsnummer wie der MultiFix Twist auf dem Markt:

      • Easy Go Rotario
      • Glowy Rotera 360
      • Mountainbuggy Safe Rotate
      • Sweetyfox 360
      • Welldon 360

Maxi-Cosi Pearl Pro i-Size

Der Maxi-Cosi Pearl Pro i-Size ist Teil eines Kindersitzsystems. Nachdem Sie die 3wayFix-Isofixbasisstation für die Kinderwagenwanne Jade und / oder die Babyschale Pebble Pro i-Size verwendet haben, kann Ihr Kind im Anschluss an die Babyschale auf diesen Nachfolgekindersitz umsteigen. Der Pearl Pro i-Size ist ab 67 cm rückwärtsgerichtet zugelassen (passt erfahrungsgemäß allerdings erst etwas später) und darf ab 84 cm in Fahrtrichtung gedreht werden. Um diesen Kindersitz vorwärtsgerichtet zu verwenden, muss Ihr Kind mindestens 15 Monate alt sein, – wir empfehlen jedoch, den Pearl Pro i-Size bis zum Ende der Nutzungszeit (105 cm / 18,5 kg) rückwärts zu verwenden, da Ihr Kind entgegen der Fahrtrichtung besser geschützt wird.

So sicher ist der Pearl Pro i-Size

Im Frontalcrashtest erreicht der Pearl Pro eine 2,3 im Kindersitztest 2019, im Seitencrash eine 2,7. Bedenken Sie an dieser Stelle, dass in diesen Sicherheitsnoten auch die Einzelnoten für die rückwärtsgerichtete Nutzung stecken. Rückwärts eingebaut wirken auf den Nacken des Q3-Dummy (ca. 3jähriges Kind) in aufrechter Position lediglich 385 N. Das ist ein sehr guter Wert, das Genick und der Kopf des Kindes werden beim gefährlichen Frontalcrash im Pearl Pro i-Size sehr gut geschützt.

Im Seitencrash erreicht der Pearl Pro durchschnittliche Werte. Im Gegensatz zu vielen anderen i-Size-Reboardern hat dieser Sitz keine Seitenprotektoren, was eine Ursache für dieses Ergebnis sein könnte. Ihr Kind wird im Pearl Pro bei einem Seitencrash natürlich trotzdem geschützt, denn auch die tiefen Seitenwangen der Sitzschale nehmen die Unfallenergie auf und bewahren Ihr Kind vor schweren Verletzungen.

Die Tester loben beim Pearl Pro die gute Polsterung des Kindersitzes, das großzügige Platzangebot für das Kind und den unkomplizierten Einbau des Sitzes. Eine glatte 1 erhält der Pearl Pro i-Size im Schadstofftest.

i-Size Kindersitz von Maxi-Cosi: Pearl Pro in blau
Der Pearl Pro i-Size von Maxi-Cosi überzeugt besonders rückwärtsgerichtet

Unterschiede Maxi-Cosi Pearl, 2wayPearl, Pearl One i-Size, Pearl Pro i-size, Pearl Smart i-Size

Pearl, Pearl One, Smart, Pro, 2wayPearl – kennen Sie die Unterschiede der Pearls von Maxi-Cosi?

      • Der einfache Pearl ohne Zusatzbezeichnung ist ein Sitz, der in Gruppe 1 von 9 bis 18 kg zugelassen ist – und zwar ausschließlich vorwärts.
      • Der 2wayPearl war der erste Kindersitz, der nach der neuen i-Size-Kindersitznorm zugelassen wurde. Er kann vorwärts (ab 15 Monaten und 84 cm) und rückwärts (ab 67 cm) bis zu einer Größe von 105 cm bzw. einem Gewicht von 18,5 kg genutzt werden.
      • Der Pearl Pro i-Size ist der Nachfolger des 2wayPearls. Beide Sitze sind nahezu identisch mit dem Unterschied, dass beim Pearl Pro zwei Styroporstücke aus der Kopfstütze entfernt werden können, so dass der Sitz auch Kindern mit sehr langem Oberkörper bis zum Ende passt. Unserer Erfahrung nach passte bislang allerdings jedes Kind auch bis zur Größe von 105 cm in den 2wayPearl.
      • Der Pearl Smart i-Size ist mit dem Pearl Pro i-Size baugleich. Er hat allerdings kein Easy Out-System (bei diesem legen sich die Gurte von alleine weg, so dass Ihr Kind einfach ein- und aussteigen kann) und wird nicht mit dem qualitativ hochwertigeren Komfortbezug des Pearl Pro i-Size ausgeliefert.
      • Der Pearl One i-Size kann nur in eine Richtung genutzt werden und zwar rückwärts. Auch er ist mit dem praktischen Easy Out-System ausgestattet und kann bis zu einer Größe von 105 cm rückwärts genutzt werden.

ModellZulassungFahrtrichtung rückwärtsvorwärtsGewicht Kindkompatible StationenEasy Out-SystemKomfortbezug
2WayPearlECE R 129vorwärts und rückwärts67 bis 105 cm84 bis 105 cm max. 18,5 kg2wayFix, 3wayFix, Family Fix One i-Sizejanein
Pearl Pro i-SizeECE R 129vorwärts und rückwärts67 bis 105 cm84 bis 105 cm max. 18,5 kg2wayFix, 3wayFix, Family Fix One i-Sizejaja
Pearl Smart i-SizeECE R 129vorwärts und rückwärts67 bis 105 cm84 bis 105 cm max. 18,5 kg2wayFix, 3wayFix, Family Fix One i-Sizenein nein
Pearl One i-SizeECE R 129nur rückwärts67 bis 105 cmmax. 18,5 kg2wayFix, 3wayFix, Family Fix One i-Sizejanein
PearlECE R 44/04nur vorwärts9 bis 18 kgmax. 18 kgFamily Fixjanein

Unser Tipp: Wir empfehlen Ihnen, den Maxi-Cosi 2wayPearl, den Pearl Pro und den Pearl Smart ausschließlich entgegen der Fahrtrichtung in Ihr Fahrzeug einzubauen. So fährt Ihr Kind bis zum Ende der Nutzungszeit bei 105 cm bzw. 18,5 kg, also bis ca. zum 4. Geburtstag, besonders sicher geschützt im Auto mit.

Vorwärtsgerichtete Sitze im Kindersitztest 2019

Nach den Babyschalen und Reboardern geht es im letzten Teil unseres Artikels nun um Kindersitze, die Ihr Kind bis zum Ende der Kindersitzpflicht begleiten. Vier dieser Sitze hat der ADAC im Mai getestet, zwei Modelle, die die Kindersitzklassen 1, 2 und 3 abdecken und zwei Folgesitze der Gruppe 2/3.

Die Erfahrung aus den letzten Kindersitztests zeigt, dass Kindersitze, die drei Gruppen abdecken, in der Gruppe 2/3, in der sie mit Autogurt befestigt werden, oft schlechter abschneiden als Sitze, die nur in Gruppe 2 und 3 zugelassen sind. Das liegt meist daran, dass die gruppenübergreifenden 1/2/3-Kindersitze mit Interngurt oft schwerer sind als die Kindersitze, die nur für Gruppen 2 und 3 zugelassen sind.

Kindersitze der Gruppen 1/2/3 im Test

Britax Römer AdvansaFix IV R: Ein Sitz, drei Klassen

Der AdvansaFix IV R von Britax Römer ist in Gruppe 1 von 9 bis 18 kg in Gruppe 1 zugelassen und von 15 bis 36 kg in Gruppe 2/3. Das heißt: Sie verwenden den Sitz zunächst mit dem integrierten 5-Punkt-Gurt und später als Folgesitz, bei dem Ihr Kind und der Sitz mit dem Autogurt angeschnallt werden.

Mit 11 kg Eigengewicht ist dieser Sitz vergleichsweise schwer (auch der ADAC merkt dies als Schwäche an) und erreicht im Frontalcrash lediglich eine Wertung von 2,9. Im Seitencrash dagegen erhält der AdvansaFix IV R gute Werte (1,9).

Das Verletzungsrisiko beim Frontalcrash stuft der ADAC als lediglich durchschnittlich ein, was sowohl für den Einsatz in Gruppe 1 als auch für die Nutzung als Folgesitz in Gruppe 2/3 gilt.

Um diesen Kindersitz nutzen zu können, benötigt Ihr Fahrzeug Isofix und eine Toptether-Halterung.

Da wir in Gruppe 1 ausschließlich Reboarder empfehlen (→ Warum Reboarder sicherer sind), finden Sie diesen Kindersitz nicht in unserem Sortiment.

rosa Gruppe 123-Sitz römer advansafix
Nur befriedigend im Frontalcrashtest: der Britax Römer Advansafix iV R

Maxi-Cosi Titan Pro mit durchschnittlichen Testergebnissen

Mit 12,4 Kilogramm Gewicht ist auch der Maxi-Cosi Titan Pro kein Leichtgewicht. Er ist ebenso wie der AdvansaFix IV R in Gruppe 1 mit Interngurt vorwärts und in Gruppe 2/3 zugelassen. In dieser Gruppe werden Ihr Kind und der Kindersitz mit dem Autogurt angeschnallt (und der Sitz optional zusätzlich mit Isofix und Toptether).

Der Titan Pro erhält im Frontalcrashtest eine 3,2, im Seitenaufpralltest eine 2,9. In der Folgesitzgruppe 2/3 schneidet er dabei ein klein wenig besser ab als in Gruppe 1, in beiden Varianten erhält er jedoch nur ein „Befriedigend“.

Der ÖAMTC bescheinigt dem Maxi-Cosi Titan Pro damit ein lediglich durchschnittliches Verletzungsrisiko im Frontal- und Seitencrash.

In den Ergonomie- und Bedientests punktet der Titan zwar wieder und bekommt jeweils eine 2,0, die nur durchschnittliche Wertung aus den Sicherheitstests führt am Ende aber dazu, dass auch das Gesamtergebnis für den Titan Pro nur „befriedigend“ (2,7) ausfällt.

Kindersitz der Klassen 123 Titan Pro im Kindersitztest 2019
Lediglich befriedigend in der Sicherheit: Der Titan Pro von Maxi-Cosi

Folgesitze (Gruppe 2/3) im Kindersitztest

Neben den Kindersitzen der Gruppe 1/2/3 wurden auch zwei Folgesitze (Sitzerhöhungen mit Rückenlehne) getestet. Diese Kindersitze sind für Kinder ab ca. 4 Jahren geeignet. Der kleine Passagier wird nicht mehr von einem internen Gurtsystem im Kindersitz gehalten, sondern wie ein Erwachsener mit dem Autogurt angeschnallt.

Die meisten Kindersitze der Gruppe 2/3 können zur Stabilisierung ans Isofix geklickt werden. Auch in diesem Fall wird Ihr Kind aber natürlich noch mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs gesichert.

Britax Römer Adventure - ein leichter und günstiger Folgesitz

Unter den Testkandidaten findet sich ein Sitz, der schon recht lange auf dem Markt ist, der Britax Römer Adventure. Es handelt sich dabei um einen recht schlichten Kindersitz, der nicht über eine zusätzliche Isofix-Befestigung verfügt.

Dieser Kindersitz ist mit einem Gewicht von nur 3,9 Kilogramm federleicht. Daneben ist der Adventure mit einer UVP von 80 € vergleichsweise günstig.

Das klingt erst einmal gut, allerdings erreicht der Adventure Im Frontalcrashtest nur eine Note von 2,9, im Seitencrash eine 2,3. Beides Werte, die viele andere Folgesitze übertreffen (→ Folgesitzvergleich). Der ADAC attestiert dem Kindersitz ein nur durchschnittliches Verletzungsrisiko beim gefährlichen Frontalcrash und ein geringes Verletzungsrisiko für das Kind beim Seitenaufpralltest. Zudem monieren die Tester, dass der Adventure nur dünn gepolstert ist und im Fahrzeug nicht besonders stabil steht.

Dafür kann dieser Kindersitz einfach eingebaut werden, bietet dem Kind ein sehr gutes Platzangebot und benötigt dafür im Auto nur vergleichsweise wenig Platz.

Ingesamt schneidet der Britax Römer Adventure mit einer 2,1 ab.

Dieses Ergebnis ist gut. Das „gut“ aber nicht gleich „gut“ ist, erfahren Sie, wenn Sie weiter in unserem Text lesen.

Zum zweiten Mal im Test: Der Folgesitz Britax Römer Adventure

Britax Römer KidFix III M - gut wie immer

Der ADAC hat nicht nur den Adventure von Britax Römer getestet, sondern auch noch einen weiteren, moderneren Gruppe 2/3-Sitz vom selben Hersteller: den Britax Römer KidFix III M.

Der KidFix an sich ist ein Klassiker. Es gibt ihn seit vielen Jahren und er wird regelmäßig verbessert. Die Version III M hat eine tiefere und bequemere Sitzfläche als das Vorgängermodell KidFix II (SP SICT) und ist auch besser gepolstert. Auch wird bei dieser neuen Version kein Brustpad mehr verwendet. Das Pad kommt allerdings bald wieder, denn der KidFix III S steht bereits in den Startlöchern.

Wie sicher ist der KidFix III M?

Mit 7,3 kg Eigengewicht ist der KidFix fast doppelt so schwer wie der Adventure, aber immer noch deutlich leichter als die gruppenübergreifenden Kindersitze AdvansaFix IV R und Titan Pro. Das Gewicht indes ist kein großer Nachteil, denn der Sitz erhält im Frontalaufprallcrash eine 2,2. Im Seitencrashtest gehört er mit einer 1,2 zu den aktuell besten Folgesitzen auf dem Markt.

Auch in der Bedienungsprüfung kann der KidFix III M überzeugen: Er erhält für Einbau, Umbau und das kaum vorhandene Risiko, den Sitz falsch zu bedienen, eine Note von 1,7. Zu meckern gibt es für die Tester wenig: Sie sehen die Sicht des Kindes nach draußen als beeinträchtigt an und den Platzbedarf dieses Kindersitzes als groß. Wichtig ist jedoch, dass die tiefen Seitenwangen und die großzügige Kopfstütze die Kinder im KidFix III M gut schützen – und das können sie nachgewiesenermaßen.

Alles in allem geht der Britax Römer KidFix III M mit einer 1,7 und damit einer guten Bewertung aus dem Kindersitztest 2019 heraus. Klasse!

So sicher wie seine Vorgänger: der KidFix III M von Britax Römer

Unser Fazit zum Kindersitztest 2019 von Stiftung Warentest / ADAC / ÖAMTC

Wir freuen uns über die vielen überzeugenden Testergebnisse und sind über die wenigen Ausnahmen ziemlich erschüttert. Schade, dass immer noch Kindersitze auf dem Markt sind, in denen Kinder nicht optimal geschützt werden.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen außerdem noch etwas mit auf den Weg geben:

Wichtiger als die Testergebnisse des Kindersitztests ist, dass die Babyschale bzw. der Kindersitz, den Sie für Ihr Kind kaufen, gut zu Ihrem Kind und in Ihr Auto passt. Der bestgetestete Kindersitz kann Ihr Kind nicht optimal schützen, wenn die Passform des Sitzes nicht zu den Proportionen Ihres Kindes passt oder der Kindersitz nicht in Ihr Fahrzeug.

Verlassen Sie sich deshalb nicht blind auf die Testsieger, sondern kaufen Sie einen Kindersitz immer mit persönlicher Beratung im Kindersitz-Fachhandel. Lassen Sie Ihr Kind am besten in mehreren Kindersitzen probesitzen und bauen Sie den Kindersitz immer vor dem Kauf zum Ausprobieren in Ihr Fahrzeug ein. So gehen Sie sicher, dass der Kindersitz Ihr Kind und auch alle weiteren Mitfahrer bei einem Unfall sicher schützen kann.

Hier können Sie sich durchlesen, wie eine persönliche und individuelle Fachberatung bei einem Kindersitzhändler aussieht: Kindersitzberatung im Fachhandel.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie stets eine gute und unfallfreie Fahrt!

Kindersitztest 2019: Die Zusammenfassungen der Testinstitute

In den Videos lassen wir noch einmal die Testinstitute ADAC und ÖAMTC zu Wort kommen:

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Autor: Kerstin
Autor: Kerstin

Onlinemarketingmanagerin bei Familie Bär
Kerstin ist der Onlinemarketingbär im Team von Familie Bär. Sie schreibt leidenschaftlich gerne Texte und hält mit sechs zeitgleich rückwärts fahrenden (eigenen) Kindern im selben Auto den inoffiziellen Rekord unter den Reboardeltern.

Als Mama von zwei Mädchen und fünf Jungs, von denen der Älteste bereits im Jahr 2010 in einem Reboardkindersitz saß, verfügt sie über reichlich Kindersitzfachwissen, das sie in ihren Blogartikeln gerne mit anderen teilt.

Kerstin liebt es, Dinge zu hinterfragen und ist deshalb unter anderem für unsere Analysen zum ADAC Kindersitztest zuständig. Wenn sie nicht gerade mit dem ADAC telefoniert, setzt sie sich dafür ein, dass auch Playmobilmännchen in den ersten vier Lebensjahren rückwärts fahren.

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Kommentare zum Kindersitztest 2019

Altersbestimmung beim Kindersitz: So finden Sie heraus, wie alt Ihr Kindersitz ist

Kindersitze retten Leben – diese wichtige Aufgabe können sie aber nur erfüllen, wenn sie intakt sind. Dazu gehört auch, dass eine Babyschale oder ein Kindersitz nicht zu alt sind.

Wir gehen heute der Frage nach, ab wann ein Kindersitz zu alt ist und wie Sie überhaupt herausfinden, wie alt Ihre Babyschale oder der Kindersitz sind.

Zulassung versus maximale Nutzungsempfehlung

Ein guter Rat für den Kauf eines gebrauchten Kindersitzes ist es, sich den Zulassungsaufkleber des Sitzes genau anzusehen, denn anhand der Norm, nach der ein Kindersitz zugelassen ist, können Sie relativ einfach herausfinden, wie alt der Kindersitz ungefähr ist.

Aktuell dürfen Sie auf deutschen Straßen Kindersitze verwenden, die nach den Normen UN ECE R129 („i-Size) oder nach ECE R 44/03 bzw. 44/04 zugelassen sind. Dabei ist die ECE R 44/03 die älteste Kindersitznorm. Sie galt von 1995 bis 2005. Seit dem Jahr 2005 werden Kindersitze nach der Norm ECE R 44/04 zugelassen, seit 2013 sind Zulassungen nach UN ECE R 129 möglich.

Das heißt:
Rein rechtlich dürfen Sie für Ihr Kind einen 24 Jahre alten (!) Kindersitz benutzen.

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